#GruenenInkompetenz

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Maik Thomaß
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#GruenenInkompetenz

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#GruenenInkompetenz

Wer einem eine Kompetenz abspricht, weil ihm seine Ansichten nicht passen, dem wird die viel gelobte Inkompetenz sehr schnell zu eigen.
Wer in der jetzigen Situation der werdenden Gasknappheit und der steigenden Energiepreise trotzdem seine Lebensweise aufrecht erhält, wird irgendwann selbst erfahren, was er hätte anders machen können.

Warum ist in Deutschland eigentlich die Mentalität für etwas Gutes einzustehen gesunken? Wir leben seit Jahren in einer Überflussgesellschaft, stehen für das neueste Smartphone schlange, kaufen mit kostenlosem Rückgaberecht, inklusive kostenlosem Rückversand, vier verschiedene Kleidungsstücke um drei wieder zurückzuschicken, für lau. Wir unterbieten uns bei Produkten, beuten Menschen aus, die für diese Produkte ihre Gesundheit riskieren, doch für was? Ein bisschen Luxus?

Jeder weiß, oder besser fast jeder weiß, das viele Dinge des Lebens, seien es Luxusartikel oder auch Kleidung, unter schlechten Bedingungen hergestellt werden, dass die Menschen in der Produktion zu Dumpingpreisen etwas herstellen, nur damit wir in Deutschland etwas günstig kaufen können.

Viele wissen auch, dass Smartphones oder andere technische Geräte wahre Umweltsäue sind, die viele wertvolle Ressourcen verbrauchen und manches gutes gerade einmal ein oder zwei Jahre altes Gerät einfach auf dem Müll landet, weil das "Neue" ja besser zu sein scheint.

Da gibt es aber eine Politik, die etwas machen könnte, sich gegen diesen Verschwendungswahn auch mal gesetzlich einbringen könnte, beispielsweise Nachhaltigkeit, Apps und Programme, die auch auf älteren Geräten einwandfrei laufen, Technik, die reparabel wird.

Natürlich, da könnte sich die Politik einmischen, aber dann kommen die großen Machtspieler der Wirtschaft. Sie wollen ja nicht Geräte bauen, die 10, 20 oder 30 Jahre funktionieren. Das schmälert ja ihren Gewinn. Das geht doch nicht.

Und nun kommen die Grünen mit der #GruenenInkompetenz und fordern uns auf zu sparen, weniger duschen, Geräte nicht mehr im Standby zu betreiben, weniger Autofahren.

Da werden von einigen Personen die Rufe nach der guten alten Atomkraft wieder laut. Ich stelle mir gerade vor, wie ich mit Atomenergie eine Gasheizung befeuern kann. Vielleicht bekomme ich ja Brennstäbe als Ersatz, die dann eine wohlige Wärme bringen und alles irgendwie zum Strahlen bringen. Aber Spaß beiseite. Auch der Atomstrom kommt an seine Grenzen. Gerade ist es schön in Frankreich zu sehen, wie immer mehr Atommeiler ihre Leistung herunterfahren müssen. Nicht, weil die Politik es so will, nein, die Flüsse, besser das daraus gewonnene Kühlwasser ist einfach zu warm und bringt nicht mehr die gewünschte Kühlung.

Was spräche denn gegen ein bissen sparen? Der Luxus nicht mehr 30 Minuten pro Tag unter der heißen Dusche zu verbringen, die Wohnung nicht mehr auf mollige 25 Grad aufheizen, nicht jeden popligen Meter mit dem Auto fahren, Steckdosenleisten zu kaufen, mit denen wirklich alle Geräte gänzlich ausgeschaltet werden? Okay, letzteres wäre zu viel verlangt. Würde es ja bedeuten, den Fernseher erst umständlich an die Stromversorgung zu bringen, statt gleich mit der Fernbedienung einzuschalten. Und wo wir schon beim Fernseher sind: 50 Zoll waren gestern, heute hole ich mir den 80-Zoller, der macht Ultra-HD noch viel spannender und dazu kann ich auch gleich alles mögliche streamen und nebenbei über dem Fernseher, natürlich via WLan, noch etwas im WWW surfen.

Das alles ist heute wichtig, für viele. Aber was ist mit der analogen Welt? Was sagt die Natur, wenn die Sommer heißer und trockener werden, Niederschläge alle paar Wochen als Prasselregen niedergehen und das meiste vom Nass oberflächlich in die Kanalisation abläuft ohne je Wurzeln geschweige denn das Grundwasser zu erreichen? Was sagen wir der Natur? Fangen wir an der Natur den Klimawandel zu leugnen?

#GruenenInkompetenz mag für viele Menschen in der Überflussgesellschaft ein Dorn im Auge zu sein, aber #GruenenInkompetenz zuzusprechen spricht auch dafür, dass die Menschen, die #GruenenInkompetenz zusprechen, einfach den Blick für das Wesentliche, das was wirklich wichtig ist, verloren haben und ihre eigene Inkompetenz anderen in die Schuhe schieben.
Redaktion Maik Thomaß
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