Sellering begrüßt Teilnehmer des Russland-Tages
Mecklenburg-Vorpommern verfüge als ostdeutsches Bundesland über ein ganz besonderes Verhältnis zu Russland. "Es gibt viele gute persönliche Kontakte, traditionelle noch aus der Zeit der DDR, gewachsene seit der Einheit", sagte Sellering. Eine besonders enge Partnerschaft auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene verbinde das Land mit seiner Partnerregion Leningrader Gebiet, der Region rund um die Stadt St. Petersburg, die mit ihrem Gouverneur Alexander Drosdenko und einer Wirtschaftsdelegation in Rostock-Warnemünde vertreten ist.
"Russland ist ein wichtiger Handelspartner für unser Land. Und das soll auch in Zukunft so bleiben", betonte Sellering. Er hoffe, dass der morgige Russlandtag neue Impulse für die wirtschaftliche Zusammenarbeit geben werde.
"Uns allen ist bewusst, dass dieses Wirtschaftstreffen in politisch sehr schwierigen Zeiten stattfindet", erklärte der Ministerpräsident.
"Ich denke, wir alle hier setzen darauf, dass sich der Konflikt nicht weiter verschärft, sondern dass wir über gute Gespräche und Verhandlungen zu konstruktiver Partnerschaft zurückfinden. Ein Wirtschaftstreffen auf regionaler Ebene ist dabei sicherlich ein Beitrag, miteinander im Gespräch zu bleiben. Klar ist aber auch, dass die politischen Gespräche zur Lösung der Krise auf anderer Ebene geführt werden müssen", ordnete Sellering das Treffen ein. Ein weiterer Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen werde nur möglich sein, wenn Deutschland und Russland zu der bisherigen guten Partnerschaft zurückfinden können. "Auch deshalb sollte alles getan werden, damit es zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes kommt." Zum Russlandtag werden heute und morgen über 400 Gäste in Rostock-Warnemünde erwartet.