MV will attraktiver für pflegerische und medizinische Fachkräfte aus dem Ausland werden
Grimm: „Um dem demografischen Wandel im Land und dem damit einhergehenden steigenden Bedarf an ärztlicher und pflegerischer Versorgung langfristig gerecht werden zu können, muss das Land auch für ausländische Fachkräfte im Bereich Medizin und Pflege attraktiver werden.“ Bürokratische Hürden bei der Integration in den Arbeitsmarkt dürften nicht der Grund dafür sein, dass Fachkräfte sich gegen eine Anstellung in Mecklenburg-Vorpommern entschieden.
Neben der Verschlankung von Prozessen seien die Anwerbung im Ausland und die Integration in unsere Gesellschaft wichtige Maßnahmen bei der Gewinnung von Fachkräften, sagte Grimm. „Hierbei ist die Bundesagentur für Arbeit ein wichtiger Partner“, betont die Staatsekretärin. Ziel sei es unter anderem, laut Grimm, für die Pflegefachkräftegewinnung eine engere Zusammenarbeit mit dem Landespflegeausschuss zu erwirken.
Darüber hinaus könnten erfolgreiche Programme wie „Triple Win“ der Bundesagentur für Arbeit als Vorbild für die Gewinnung weiterer Fachkräfte dienen. Im Zuge des Projekts werden ausländische Pflegekräfte sprachlich und fachlich auf eine Beschäftigung in Deutschland vorbereitet und während ihrer Integration begleitet.
Thema der Gespräche war darüber hinaus das Programm „Specialized“. „Das Programm ist ein sehr gutes Beispiel für die gelungene Integration von ausländischen Fachkräften. "Mehr als 40 Ärztinnen und Ärzte konnten so bereits für Mecklenburg-Vorpommern gewonnen werden“, so Grimm. Das Programm richtet sich gezielt an Fachkräfte aus Jordanien und Mexiko, da es in diesen Ländern eine Überversorgung an Medizinerinnen und Medizinern gibt.