Brand in einem Mehrfamilienhaus
Die Anruferin konnte mit ihrem Kind die Wohnung nicht verlassen und musste sich zur Vorsicht zunächst auf den Balkon begeben. Unmittelbar nach dem Eintreffen der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gadebusch begannen diese mit den Löscharbeiten und Evakuierungsmaßnahmen. Dabei mussten auch Hausbewohner mit einer Drehleiter von den Balkonen ihrer Wohnungen gerettet werden. Nach ersten Erkenntnissen brannten ein im Hausflur abgestellter Kinderwagen sowie ein privater Keller im Haus.
Aus den Wohnungen im Mehrfamilienhaus wurden acht Erwachsene und fünf Kinder evakuiert und von einer vor Ort eingesetzten Rettungswagenbesatzung medizinisch betreut. Nach derzeitigem Stand erlitt kein Hausbewohner Verletzungen.
Das Mehrfamilienhaus wurde zunächst als nicht bewohnbar einklassifiziert. Eine weitere Beurteilung der Bewohnbarkeit erfolgt am 13. Juni 2023. Alle betroffenen Bewohner konnten bei Bekannten unterkommen. Mitarbeiter des Kriminaldauerdienstes sicherten am Brandort erste Spuren und beschlagnahmten das Mehrfamilienhaus. Im Laufe des Tages werden weitere Untersuchungen zur Brandursache durchgeführt. Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf etwa 10.000 Euro geschätzt.
Die Polizei geht derzeit von einer schweren Brandstiftung durch einen unbekannten Täter aus. Hinweise zu dem oder die Täter sowie anderen Beobachtungen zu diesem Sachverhalt nehmen das Polizeirevier in Gadebusch unter der TelNr.: 03886-7220 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Die Hinweise können auch über die Onlinewache auf der Internetseite der Landespolizei MV auf www.polizei.mvnet.de an die Polizei gerichtet werden.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/5531909