Landesweites Arbeitsmarktprogramm für Geflüchtete – Projektträger ausgewählt

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Maik Thomaß
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Landesweites Arbeitsmarktprogramm für Geflüchtete – Projektträger ausgewählt

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Landesweites Arbeitsmarktprogramm für Geflüchtete – Projektträger ausgewählt

Schwerin - Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns stellt Hilfen für Geflüchtete sowie humanitäre Unterstützung und Integration zur Verfügung. Die Hilfen beinhalten unter anderem ein Arbeitsmarktprogramm, um Geflüchtete zu fairen Bedingungen in den Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern zu integrieren. Als Teil des Programmes sind im Rahmen eines Auswahlverfahrens sechs Projektträger ausgewählt worden, die arbeitsmarktspezifische Maßnahmen umsetzen können. „Aufgabe der ausgewählten Träger ist es, Unternehmen und Geflüchtete landesweit, branchenoffen und individuell zu beraten. Wichtig dabei ist es, dass die Projektträger bereits vertiefte Kenntnisse der regionalen Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Fachkräftesituation im Land haben. Darüber hinaus ist es auch notwendig, über entsprechende Erfahrungen bei der Beratung von Unternehmen sowie in der Migrations- und Sozialarbeit zu verfügen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer am Mittwoch in Schwerin. Für die Beratung von Geflüchteten und Unternehmen durch die ausgewählten Träger stehen im Rahmen des Arbeitsmarkprogrammes drei Millionen Euro zur Verfügung. Das Gesamtvolumen des Arbeitsmarktprogrammes liegt bei fünf Millionen Euro.

Beratungsangebot im Land wird verbessert
Mitte Mai wurde durch das Wirtschafts- und Arbeitsministerium ein Interessenbekundungsverfahren für die branchenoffene und individuelle Beratung von Unternehmen und Geflüchteten aufgerufen. Insgesamt haben sich 26 Träger beworben. „Die Projekte können nun anlaufen. Den sechs Trägern wurde ein vorzeitiger Maßnahmebeginn zum 01. Juli 2022 ermöglicht, um rasch Personal für die Bewältigung dieser anspruchsvollen Aufgabe einstellen zu können. Mit den Maßnahmen wird das Informations-, Sensibilisierungs- und Beratungsangebot für Unternehmen und Geflüchtete im Land weiter verbessert“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Meyer weiter. Die Projektdauer beträgt zwei Jahre. Der konkrete Projektzeitraum läuft vom 01. Juli 2022 bis 30. Juni 2024. Gefördert werden Personalausgaben für bis zu drei Mitarbeitende bei den Trägern.

Projektträger im Überblick
  1. Landkreis Vorpommern-Rügen:

    BBV – Bildung Bedeutet Verstehen e.V. (Stralsund)

    Projekt: Willkommen bei Freunden

    Der BBV e.V. realisiert seit langem Maßnahmen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und in der Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund. Er nimmt zusammen mit dem Projektpartner BZK – Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Nordvorpommern Stralsund GmbH am Arbeitsmarktprogramm teil. Da die Träger über regelmäßigen Kontakt zu Geflüchteten bzw. zu Handwerksunternehmen verfügen, können über diesen Kooperationsverbund Synergien geschaffen werden.
  2. Landkreis Vorpommern-Greifwald:

    ABS - Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung mbH (Greifswald)

    Projekt: InVo – Integration in Vorpommern

    Die ABS gGmbH ist eine kommunal verankerte Beschäftigungsgesellschaft, die sich mit der Organisation und Durchführung arbeitsmarktpolitischer und sozialer Maßnahmen befasst. In den sozialen Projekten der ABS geht es um die qualifizierte Betreuung von SGB II – Empfängern und Langzeitarbeitslosen – mit und ohne Migrationshintergrund. Darüber hinaus betreibt die ABS in Greifswald und in Pasewalk die regionalen Welcome Center, mit denen die Unternehmen bei der Suche nach Fach- und Arbeitskräften unterstützt werden. Die ABS gGmbH hat unter anderem Maßnahmen im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt und konzentriert sich im bestehenden Projekt darauf, mit Umsetzungspartnern einen funktionierenden Arbeitsmarkt für Geflüchtete im Landkreis Vorpommern-Greifswald aufzubauen.
  3. Landkreis Mecklenburgische Seenplatte:

    Genres – Gesellschaft für nachhaltige Regionalentwicklung und Strukturforschung e.V. (Neubrandenburg)

    Projekt: we start now

    Der genres e.V. beteiligt sich mit zwei Partnern am Arbeitsmarktprogramm für Geflüchtete. Projektpartner sind die RWI – Regionale Wirtschaftsinitiative Ost Mecklenburg-Vorpommern e.V. und das ÜAZ – Überregionales Ausbildungszentrum Waren gGmbH. Sowohl der Träger genres als regionaler Integrationsfachdienst, als auch seine Partner sind in der Region verankert und haben Zugang zu schutzsuchenden Personen und lokalen Unternehmen.
  4. Landkreis Rostock/ Hanse- und Universitätsstadt Rostock: BilSE-Institut GmbH (Güstrow)

    Projekt: #togetherworkandstay

    Die BilSE-Institut GmbH nimmt im Projektverbund mit der AFW Arbeitsförderungs- und Fortbildungswerk GmbH am Arbeitsmarktprogramm für Geflüchtete teil. Beide Träger sind staatlich anerkannte Einrichtungen der Weiterbildung und Jugendhilfe; das BilSE-Institut ist darüber hinaus zugelassener Integrationskursträger.
  5. Landkreis Nordwestmecklenburg/ Landeshauptstadt Schwerin: Bildungswerk der Wirtschaft (BdW) gGmbH (Hasenwinkel)

    Projekt: Chancen in MV

    Das Bildungswerk der Wirtschaft gGmbH hat sich mit den Trägern VSP – Verbund für soziale Projekte gGmbH und UdW - Unternehmensberatung der Wirtschaft GmbH zum Projektverbund „Chancen in MV“ zusammengeschlossen. So können die Partner ihre Kompetenzen im Bereich der aufsuchenden Beratung von geflüchteten Erwerbspersonen und der Beratung von Unternehmen zur Einstellung Geflüchteter bündeln. Durch die Einbindung von VSP als regionalem Integrationsfachdienst wird die Beratung der Geflüchteten vor Ort von erfahrenen Beratern gewährleistet.
  6. Landkreis Ludwigslust-Parchim:

    SBW Aus- und Fortbildungsgesellschaft für Wirtschaft und Verwaltung mbH (Schwerin)

    Projekt: IbArUS – Integration durch berufliche Aktivierung, ressourcenorientierte Unterstützung und Sensibilisierung

    Die SBW GmbH ist ein staatlich anerkannter, AZAV-zertifizierter Bildungsträger mit einer Zulassung zur Durchführung von Integrations- und Deutschsprachförderkursen. Sie nimmt im Verbund mit der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin am Arbeitsmarktprogramm teil. Der Projektträgerverbund ist in der Region seit Jahren fest verankert und mit eigenen Standorten ansässig und aktiv.
Redaktion Maik Thomaß
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