650 Besucherinnen und Besucher sahen Anne-Frank-Ausstellung in Justizvollzugsanstalten
Die 21 Guides selbst berichteten nach ihren Einsätzen davon, dass sie ein ganz anderes Bild von Anne Frank und ihrer Geschichte hätten. Sie waren nach eigenen Aussagen auch von sich selbst und den anschließenden Diskussionen begeistert. Die Wertschätzung durch das Anne-Frank-Zentrum und die Besuchergruppen motivierten sie.
Justizministerin Bernhardt: „Dem Anne-Frank-Zentrum gilt großer Dank, dass sie das Leben der Anne Frank in einer für die JVA konzipierten Ausstellung den Gefangenen nahebringen. Denn hier wird der Umgang mit Ausgrenzung und Stigmatisierung und die Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen thematisiert. Das Verständnis für Toleranz und Demokratie ist gerade heute in Zeiten wichtig, in der Fremdenhass, Krieg, Verfolgung und Flucht leider wieder aktuell sind. Zum anderen stärkt die Ausstellung das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Gemeinschaft der Guide-Gruppen in den Anstalten. Das ist ein wertvoller Schritt der Resozialisierung“, so Ministerin Bernhardt.
In Zusammenarbeit mit dem „Anne Frank Zentrum“ und dem „Anne Frank Haus“ in Amsterdam haben die JVA Bützow, die JVA Neustrelitz, die JVA Waldeck, die JVA Stralsund und die Europäische Akademie Mecklenburg-Vorpommern e. V. die Wanderausstellung „Lasst mich ich selbst sein“ präsentiert. Sie erzählt vom Leben der Anne Frank.