Schwesig: Wöbbelin ist ein Denkmal und zugleich ein Ort des Lernens

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Maik Thomaß
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Schwesig: Wöbbelin ist ein Denkmal und zugleich ein Ort des Lernens

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Schwesig: Wöbbelin ist ein Denkmal und zugleich ein Ort des Lernens

Wöbbelin - Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat bei der Ökumenischen Andacht zum Gedenken an den 77. Jahrestag der Befreiung des KZ Wöbbelin an dieses Ereignis erinnert: „Heute vor 77 Jahren befreiten alliierte Truppen das Konzentrationslager. In den letzten Kriegstagen und -wochen waren Überlebende aus diesem Lager unterwegs: auf Todesmärschen oder auf der Flucht. Viele von ihnen erlebten in diesen letzten Tagen schreckliches Leid, viele fanden den Tod. Wenn wir uns heute umsehen, können wir nicht viel von dem KZ, von all dem Leid und Terror sehen. Die juristische Aufarbeitung wurde erst durch den Sohn auf Betreiben eines Niederländers, dessen Vater in Wöbbelin umgekommen war, angestoßen. Heute ist in Wöbbelin ein Denkmal. Die Toten, das Leid und die Verbrechen sind nicht vergessen. Die Vergangenheit mahnt uns an diesem Ort.“

Wöbbelin sei gleichzeitig ein Ort des Lernens und der Begegnung. Schwesig: „Hierhin kommen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Deutschland und aus anderen Ländern. Politische Bildung, persönliche Begegnung und praktische Gedenkstättenarbeit nehmen die Erinnerung an das Böse und das Schreckliche auf und machen etwas Gutes daraus: Engagement für die Gegenwart und für die Zukunft.“ Die Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin mache das möglich.

„Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich für die Pflege, Gestaltung und Erhaltung der Mahn- und Gedenkstätten im Land einsetzen. Ihr Engagement ist vorbildlich. Sie halten die Erinnerung wach, sie mahnen und sie helfen dabei, eine gute Zukunft zu gestalten. Wir stehen heute hier. Wir vergessen nicht. Wir lassen kein Gras über die Schrecken und das Leid wachsen. Heute Tag ist ein Tag des Erinnerns an das Leid, das Deutsche zugefügt und zugelassen haben, ein Tag des Bedauerns und der Trauer um die Opfer. Heute ist ein Tag des Gedenkens.“

Mit dem Gedenken sei es nicht getan. Gedenken an die Geschichte bedeute Verantwortung für Gegenwart und Zukunft. „Niemand in diesem Land soll je wieder Angst vor Verfolgung und Hass haben müssen. Alle Menschen sollen sich sicher fühlen können und ein Recht auf ihre Entfaltung haben. Wir müssen wachsam sein und zusammenstehen, jeden Tag.“
Redaktion Maik Thomaß
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