Schwesig: Wöbbelin ist ein Denkmal und zugleich ein Ort des Lernens
Wöbbelin sei gleichzeitig ein Ort des Lernens und der Begegnung. Schwesig: „Hierhin kommen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Deutschland und aus anderen Ländern. Politische Bildung, persönliche Begegnung und praktische Gedenkstättenarbeit nehmen die Erinnerung an das Böse und das Schreckliche auf und machen etwas Gutes daraus: Engagement für die Gegenwart und für die Zukunft.“ Die Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin mache das möglich.
„Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich für die Pflege, Gestaltung und Erhaltung der Mahn- und Gedenkstätten im Land einsetzen. Ihr Engagement ist vorbildlich. Sie halten die Erinnerung wach, sie mahnen und sie helfen dabei, eine gute Zukunft zu gestalten. Wir stehen heute hier. Wir vergessen nicht. Wir lassen kein Gras über die Schrecken und das Leid wachsen. Heute Tag ist ein Tag des Erinnerns an das Leid, das Deutsche zugefügt und zugelassen haben, ein Tag des Bedauerns und der Trauer um die Opfer. Heute ist ein Tag des Gedenkens.“
Mit dem Gedenken sei es nicht getan. Gedenken an die Geschichte bedeute Verantwortung für Gegenwart und Zukunft. „Niemand in diesem Land soll je wieder Angst vor Verfolgung und Hass haben müssen. Alle Menschen sollen sich sicher fühlen können und ein Recht auf ihre Entfaltung haben. Wir müssen wachsam sein und zusammenstehen, jeden Tag.“