Ermittlungen zum Wohnungsbrand in Boizenburg dauern an
Nach dem Auslösen eines Rauchmelders hatten Anwohner gegen 1 Uhr die Feuerwehr informiert, die nach dem Eintreffen die betreffende Wohnungstür öffnete und den schwer verletzten Wohnungsmieter vorfand. Der 56-jährige deutsche Mieter war zwar ansprechbar, jedoch erlitt er eine schwere Rauchgasvergiftung. Er wurde anschließend zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Dort ist dem Mann auch eine Blutprobe entnommen worden, da er augenscheinlich unter Alkoholeinwirkung stand.
Zwischenzeitlich mussten alle Wohnungen des betreffenden Hausaufgangs evakuiert werden. Etwa 20 Personen waren davon betroffen. Zwei der betroffenen Hausbewohner - ein 65-jähriger Mann sowie ein 15-jähriges Mädchen - über Atemwegsprobleme. Sie wurden ambulant behandelt.
Unterdessen hatten die vier eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren aus der Region den Brand, der offensichtlich im Wohnzimmer der betreffenden Wohnung ausgebrochen war, löschen können. Im Ergebnis wurde die gesamte Wohnung durch den Brand erheblich beschädigt. Zudem kam es auch in angrenzenden Wohnungen dieses Aufgangs zu Rauch- bzw. Löschwasserschäden, sodass alle Wohnungen dieses Aufgangs zunächst für unbewohnbar erklärt wurden.
Die Polizei geht zunächst von einem vorläufig geschätzten Gesamtschaden in Höhe von ca. 300.000 Euro aus. Die Kriminalpolizei, die die Untersuchungen am Brandort am 26. Januar 2022 fortgesetzt hat, vermutet derzeit fahrlässige Brandstiftung.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108763/5130747