(Nr.: 1411):
Aktuelle Lage: Weiterhin unverändert an Ort und Stelle liegt das kräftige Hoch über dem Atlantik. Derzeit zieht ein Tief von Island nach Südschweden, wo es in der kommenden Nacht ankommen wird. Auf seinem Weg wird es sich verstärken. Damit werden die Luftdruckgegensätze größer, was zur Folge hat, dass der Wind an Stärke zunehmen wird. Bis Donnerstagabend wird das Tief dann ins Baltikum ziehen. Auf seiner Rückseite führt es kältere Luft nach Mitteleuropa, die der Norden Deutschlands morgen im Tagesverlauf zu spüren bekommen wird.
Zur Zeit überquert uns die Warmfront des herannahenden Tiefs. Es sorgt neben dichten Wolken für zeitweiligen Niesel- und Sprühregen. Zudem kommt die Luft vom Atlantik, bedingt durch die Konstellation Hoch über dem Atlantik und Tief über der Nordsee. Damit liegen wir noch in einer Nordwestströmung, die milde, wolkenreiche und feuchte Luft heranführt. So gibt es in Nord- und Ostdeutschland aktuell (11:00 Uhr) dichtere Wolken, aus denen gebietsweise leichter Niederschlag fällt.
Auch im Vorhersagegebiet ist es eher dicht bewölkt, mit einzelnen Niesel- und Sprühregenschauern.
Vorhersage: Am Nachmittag wird es bei den dichten Wolken bleiben. Zeitweise fällt Regen, der auch mal länger anhaltend fallen kann. Auf 9 bis 10 Grad steigt die Temperatur an. Dazu kommt der Wind zunehmend mäßig bis frisch, an den Küsten auch stark, auf der Ostsee stürmisch aus westlichen Richtungen. Verbreitet gibt es Sturmböen, an der Küste auch schwere Sturmböen. Auf der Ostsee möchte ich die eine oder andere Böe der Stärke 11 nicht ausschließen. Besonders in Allee und in Waldgebieten kann es zu Astbruch kommen.
Am Abend lässt der Regen vorübergehend nach. Allerdings ist dies nur von kurzer Dauer. Bereits nach Mitternacht wird ein neues Regengebiet über unser Land hinwegziehen. Es sorgt für kräftigen Regen, der lokal recht ergiebig sein kann. Zeitweise kann er auch schauerartig verstärkt auftreten. Dabei können sich in einzelnen Senken größere Pfützen bilden, Aquaplaninggefahr besteht im gesamten Land. Die Temperatur wird sich kaum ändern und liegt morgen früh bei 9 Grad. Der Wind erreicht bereits vor Mitternacht seinen Höhepunkt. Er kommt aus West. Nach Mitternacht lässt er langsam nach. Bis in die zweite Nachthälfte gibt es in den nördlichen Landkreisen schwere Sturmböen. Im übrigen Gebiet werden verbreitet Böen der Stärke 9 erreicht. In den Nacht- und Morgenstunden sollten Autofahrer besondere Obacht auf abgebrochene Äste in Alleen und Waldgebieten geben.
Morgenfrüh zieht der Regen rasch aus unserem Land nach Süden raus. Nachfolgend kann es kurzzeitig mal auflockern. Bereits im Verlauf des Vormittags überquert uns die Kaltfront des Tiefs. Es gibt einen raschen Wechsel aus Wolken, etwas Sonne und zahlreichen Schauern. Die Höchstwerte werden in den frühen Vormittagsstunden mit 9 bis 10 Grad erreicht werden. Mit Durchzug der Schauer wird die Temperatur allmählich auf 6 bis 7 Grad zurückgehen. Auch der Wind dreht im Tagesverlauf mehr auf nordwestliche Richtungen. Er ist meist mäßig, an der Küste zeitweise frisch unterwegs und erreicht in Böen weiterhin Sturmstärke.
Aussichten bis Sonntag: Am Freitag liegt unser Tief bereits über dem Baltikum. Weitere Tiefs liegen über Nordskandinavien. Das kräftige Hochdruckgebiet über dem Atlantik liegt weiterhin unverändert mit seinem Kern westlich der britischen Inseln. Die nach Mittel- und Osteuropa gelangenden Luftmassen kommen zunehmend aus polaren Kreisen. So wird diese Luft am Freitagabend bereits über die Alpen bis nach Norditalien vorangekommen sein. Auch die BeNeLux-Länder, Teile von Frankreich, sowie die Alpenländer und Polen werden einen ersten Wintereinbruch erleben. Zudem wird ein kleinräumiges aber kräftiges Tief über Nordostpolen die Luft bis zum Balkan führen. Weitere Kaltluftnachschübe gibt es am Samstag, bedingt durch weitere Tiefdruckgebiete über der nördlichen Ostsee und Ostpolen. Zudem wird sich am Sonntag von der Nordsee ein neugebildetes Tief auf dem Weg zur Deutschen Bucht machen. An allen Tagen geht fallender Niederschlag zunehmend in Schnee über.
In der Nacht auf Freitag wird die Wolkendecke stärker auflockern. In der zweiten Nachthälfte kommen von der Ostsee verstärkt Schauer ins Land gezogen, die meist noch als Regen fallen, nur vereinzelt ist schon Graupel mit im Spiel. Der Wind lässt im Laufe der Nacht weiter nach, allerdings sind in Schauernähe weitere stürmische Böen möglich. Er kommt aus West bis Nordwest. Die Luft kühlt sich bis zum Sonnenaufgang auf etwa 3 bis 2 Grad ab. Vereinzelt kann sie auch nahe 0 Grad absinken. Dabei muss vereinzelt, besonders bei Graupelschauern, mit Glätte gerechnet werden.
Am Tag gibt es einen Wechsel aus Sonne, Wolken und Schauern, die bis zum Nachmittag allgemein in Schnee übergehen. Bei Tageshöchsttemperaturen von 2 bis 3 Grad weht ein mäßiger, an der Küste zeitweise frischer Wind aus Nordwest bis Nord. In Schauernähe kann er leicht böig sein.
In der Nacht auf Samstag lässt in Mecklenburg die Schauertätigkeit nach. Begünstigt durch das norwegische Gebirge ist es hier zeitweise sternenklar. Weitere Schneeschauer wird es dagegen in Vorpommern geben. Hier können sie verstärkt auftreten und bis zum Tagesanbruch für 1 bis 2 cm Neuschnee sorgen. Im gesamten Land wird die Temperatur in den Frostbereich gehen. So sinkt die Temperatur verbreitet auf -1 bis -3 Grad ab. Ausnahme bilden nur die Küstenabschnitte mit Seewind. Hier gibt es kaum weniger als +2 Grad. Der Wind ist weiterhin nur mäßig unterwegs, in Schauernähe kann er zeitweise böig auffrischen.
Nachdem in Vorpommern schon der eine oder andere Zentimeter an Schnee gefallen ist und Mecklenburg in der vorangegangenen Nacht leer ausgegangen ist, gibt es am Tag auch hier die Chance auf Schnee, da der Wind mehr auf nördliche Richtungen drehen wird und damit der Schutz des norwegischen Gebirges fehlt. So wird es über den Tag verteilt neben sonnigen Abschnitten auch Schneeschauer geben. Usedom und der Ueckerrandowkreis können davon verschont bleiben. Mit Tageshöchstwerten von 0 bis +2 Grad wird es in einigen Teilen des Landes einen Dauerfrosttag geben. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus Nordwest bis Nord. Zum Nachmittag kann es in Mecklenburg in Verbindung mit Schauern stürmische Böen geben.
In der Nacht zum Sonntag gibt es weitere Schneeschauer. Zwischendurch kann es auch für längere Zeit klar sein. Auf 0 Grad an der Küste und bis zu -3 Grad im Binnenland sinkt die Temperatur ab. Dazu kommt der Wind mäßig, an den Küsten zeitweise frisch aus Nord bis Nordwest. In den Morgenstunden gibt es dazu verbreitet Sturmböen.
Sonntag gibt es dann mehr Sonne als Wolken und verbreitet Schauer, die teilweise in Regen übergehen können, da im Vorfeld des Tiefs über der Nordsee etwas mildere Luft herangeführt wird. Das spiegelt sich auch in den Temperaturen wieder. So liegen wir im gesamten Land mit +1 bis +3 Grad im Plusbereich. Der Wind dreht auf West bis Südwest und lässt mit Annäherung des Tiefs nach. Am Vormittag kann es noch Sturmböen geben.
Hinweis: Ab Mittwochnachmittag bis Donnerstagfrüh verbreitet Sturmböen bis Stärke 9. Am Abend verbreitet schwere Sturmböen der Stärke 10, vereinzelt auch der Stärke 11. Dazu muss in Waldgegenden sowie in Alleen mit Astbruch gerechnet werden. Hinzu kommt Schauerartig verstärkter und teilweise ergiebiger Regen in der kommenden Nacht. Es kann lokal zu tiefen Pfützen auf Straßen und verbreitet zu Aquaplaning kommen. Weiterhin besteht die Gefahr von Glätte durch Laub auf den Straßen. Weitere Informationen finden Sie unter: Warnungen MV
Maik Thomaß, 19.11.2008 12:05

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Quelle: www.wettertopia.de