
15-Tage-Temperaturprognose
Deutschland zwischen den Stühlen
Der heutige Tag geht mit Schneefällen im Süden Deutschlands zu ende und auch der Nordosten hat noch einmal einiges an Schnee abbekommen. Hier war der Lake-Effekt der Ostsee der Schuldige und im Süden ein Höhentief, für manchen auch als Kaltlufttropfen bekannt, welches langsam anfängt sich aufzulösen.
Morgen liegt Deutschland erst einmal unter Hochdruckeinfluss. Ein Skandinavienhoch streckt seine Fühler über Deutschland und die Alpen bis nach Nordafrika aus. Somit kann schon die kommende Nacht bei der jetzt wieder windschwachen Wetterlage und aufklarendem Himmel weit in den Keller sinken.
Das Skandinavienhoch wird sich am morgigen Dienstag nur wenig verlagern. In einer südöstlichen Luftströmung wird allerdings kalte Luft aus Ost- und Südosteuropa bis nach Deutschland geleitet. Südostluft heißt aber im Winter meist auch feuchte Luft, die am Tag so manche Hochnebelschwade entstehen lässt, die dann zäh am Himmel hängt und den Tag grau und trist macht. Interessanterweise halten sich über dem Atlantik Tiefdruckgebiete auf.
Diese Tiefdruckgebiete werden vor allem am Dienstag einen ersten Hauch milderer Luft in den Süden und Westen Deutschlands leiten. So werden hier am Tag Temperaturen um oder gar leicht über null Grad erreicht.
Während nun diese Tiefdruckgebiete einen vergeblichen Vorstoß bis nach Mitteleuropa machen, werden sie am Mittwoch langsam wieder nach Westen und Norden abgedrängt. Dann ist wieder Platz für schönen mitteleuropäischen Hochdruckwinter. Allerdings bringen die Tiefdruckgebiete dem äußersten Westen und Südwesten auch etwas Niederschlag in Form von Schnee, der durch herangeführte mildere Luft in der Höhe schon mal in Regen übergehen kann.
Am Donnerstag wird unser „Schönwetterhoch“ dann langsam nach Südosten ziehen. Es erreicht das Baltikum. Die Luftströmung dreht noch weiter auf südliche Richtungen. Mit der Drehung der Windrichtung auf Südost bis Süd wird aus dem Mittelmeerraum noch feuchtere Luft herangeführt. Diese führt nicht nur zu Hochnebel sondern verbreitet auch zu Nebel.
Freitag sollte es nochmals ruhiges Hochdruckwetter geben. Eine Hochdruckzone verläuft wieder über Deutschland und verbindet das Hoch über dem Baltikum mit einem Hoch über Nordwestafrika. Wenn wir aber an den Westeingang des englischen Kanals schauen, fällt ein Tiefdruckgebiet auf. Dieses wird in den darauffolgenden Tagen, wenn die Wetterkarten recht behalten, einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf Deutschland nehmen.






Fazit: Seit einigen Läufen zeichnet sich dieser Trend ab. Das soll aber nicht heißen, dass es auch anders kommen kann. Noch sind sieben Tage hin und ein Luftmassenwechsel hätte auch seine Folgen. Neben der Schneeschmelze könnte dann auch Hochwasser eine tragende Rolle bekommen. Wer heute hier im Norden unterwegs war, der konnte bereits einen ersten Vorgeschmack auf Tauwetter bekommen. Ob sich dieser dann auch bis zum Beginn der kommenden Woche wiederholen wird, werden wir in den kommenden Tagen sehen.
Quelle: www.wettertopia.de/trend.htm