Wetterlage 04.02.2011
Am Samstag verlagert sich das recht schnell ziehende Tief rasch über die zentrale Ostsee zum Baltikum. Danach kann sich die Hochdruckzone über Südeuropa langsam wieder Richtung Norden ausbreiten. Weiterhin verbleibt Deutschland in der Zufuhr sehr milder Luft vom Atlantik. Dies hat zur Folge, dass am Samstag zwischen der Nordsee, dem südlichen Rheinland und im Nordschwarzwald sowie im Norden Deutschlands verbreitet Temperaturen zwischen 9 und 13 Grad erreicht werden. Das Starkwindfeld verlagert seinen Schwerpunkt dabei etwa in die nördliche Mitte Deutschlands. Aufgrund der Nähe zum Tief wird der Wind dagegen an Nord- und Ostsee im Tagesverlauf merklich nachlassen. Dem Norden überziehen dabei dichte Wolken mit Regen, der teilweise schauerartig verstärkt auftreten kann. Im Süden Deutschlands herrscht dagegen ruhiges Hochdruckwetter.
Am Sonntag bildet sich zwischen der Hochdruckzone über Südeuropa und einem Hoch im Norden Skandinaviens eine Hochdruckbrücke, die genau über Deutschland verlaufen wird. Ein Tief mit Kern über Nordwestrussland sorgt dabei für den Transport sehr kalter Luftmassen bis nach Osteuropa. Dieser Luftmasse steht sehr Milde Luft aus dem westlichen Mittelmeer entgegen. Die Luftmassengrenze verläuft dabei in den Morgenstunden von Schleswig-Holstein über Mecklenburg-Vorpommern bis ins nordöstliche Brandenburg. Hier kann es teilweise kräftig regnen. Am Nachmittag wird die Luftmassengrenze sich langsam abschwächen. Der Regen im Norden lässt langsam nach. Interessant könnte auch der Blick Richtung Großbritannien werden. Hier liegt westlich ein kleines fast unscheinbares Tief, welches sich am Abend und in der Nacht auf dem Weg nach Nordosten macht.
Dieses Tief erreicht in den Mittagsstunden des Montags Südnorwegen und transportiert auf der Vorderseite sehr milde Luft bis nach Südschweden. Zeitgleich wird auf seiner Rückseite sehr kalte Luft aus dem Polargebiet angesaugt. Diese erreicht Schottland und Irland. Deutschland liegt dabei auf der milden Seite und unter Hochdruckeinfluss. Die Hochdruckbrücke, die sich am Sonntag gebildet hat, wird durch dieses Tief in die Zange genommen und nach Osten abgedrängt. Auswirkungen hat diese Konstellation auf unser Wetter. In weiten Teilen Deutschlands verläuft der Montag ruhig und trocken. Die milde Luft macht sich in ganz Deutschland mit Höchstwerten zwischen 7 und 12 Grad bemerkbar. Der vorübergehend deutlich nachlassende Wind wird mit der Nähe des Tiefs in den Nachmittagsstunden im Nordwesten Deutschlands erneut zunehmen und im Emsland und an der Nordsee erneut mit Sturmböen bis nahe 80 Kilometern pro Stunde aus Südwest kommen.
So wie es derzeit aussieht, wird auch in der kommenden Woche der Winter eine Pause einlegen, es sei denn der recht stabile Hochdruckeinfluss über Europa wird durch kräftige Tiefdruckgebiete vom Atlantik unterbrochen. Einen ersten Anlauf könnte dabei ein Tief mit Kern über dem Baltikum machen, welches derzeit zusammen mit einem Hoch über Skandinavien berechnet wird. Diese könnten dann für eine kräftige Nordströmung sorgen, in der dann auch wieder polare Kaltluft bis nach Mitteleuropa gelangt.