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Das Weihnachtswetter vom 02.12.2010

Verfasst: 04.10.2020, 07:35
von Maik

Der Blick auf den 2. Advent 2010, 5. Dezember, sowie Nikolaus am 6. Dezember 2010

Die Wetterlage Am Samstag liegt Deutschland zwischen einer Hochdruckzone die sich von Nordafrika über den Balkan bis nach Polen erstreckt und einer Tiefdruckkette, die von den Azoren über die Nordsee bis nach Nordskandinavien versucht nach Mitteleuropa voranzukommen. Dabei wird in einer südwestlichen bis südlichen Höhenströmung mildere und feuchte Luft nach Mitteleuropa gelenkt. Diese legt sich über die bodennahe Kaltluft und hat zur Folge, dass sich in der recht ruhigen Winterwetterlage Hochnebel und Nebel ausbreiten kann. Die Warmfront des Tiefs über der Nordsee wird im Verlauf des Tages über den Westen Deutschlands hereinziehen.
Bis zum Sonntag wird sie sich unter Abschwächung bis zur Oder ausbreiten. Durch ein neues über Südskandinavien entstehendes Tief wird eine weitere Warmfront am Sonntag über den Westen und Nordwesten Deutschlands einziehen. Dabei wird die Luftmasse zunehmend mit kälterer Luft vermischt, so dass meist Schnee als Niederschlag fallen wird. Der Südosten und Süden verbleibt in der milderen Höhenluft und unter leichtem Hochdruckeinfluss, des über Südosteuropa liegenden Hochs.
Am Montag entsteht über der Nordsee ein neues Tief. Seine Warmfront, die gepaart mit der Warmluft, die ein Tief über den Azoren aus dem westlichen und zentralen Mittelmeerraum nach Deutschland führt, könnte mit ergiebigen Niederschlägen über den Süden und die Mitte Deutschlands ziehen. Die zunehmend deutlich mildere Luft in der Höhe bewirkt, dass die meisten Niederschläge im Tagesverlauf in Regen übergehen. Im Norden Deutschlands setzt sich dagegen leichter Zwischenhocheinfluss durch. Er bleibt auch weiterhin unter kühlerer Luft, die das Nordseetief, welche nach Südskandinavien zieht, aus dem Polargebiet ansaugt.
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Samstag starten wir nach einer recht frostigen Nacht mit Tiefstwerten verbreite unter -10, stellenweise auch unter -20 Grad in einen freundlichen Vormittag. Die Sonne wird sich von einem vielfach leicht bewölkten Himmel zeigen. Am Nachmittag kommt die oben genannte Warmfront in den Westen Deutschlands gezogen. Sie bringt von der Nordsee bis nach Hessen und Rheinland-Pfalz Schneefälle, die sich zum Abend im Rheinland noch verstärken können. In den übrigen Landesteilen wechseln Sonne und Wolken einander ab. In Ostbayern und im Erzgebirge kann sich dichter Nebel bilden. Die Tageshöchsttemperatur liegt bei -7 Grad im Osten Deutschlands und -2 Grad am Niederrhein. Auf Sylt können leichte Plusgrade erreicht werden. Der Wind kommt meist mäßig aus südlichen Richtungen. Mit Aufzug der Front wird er vor allem im Westen stark böig auffrischen und in den Bergen vereinzelt mit stürmischen Böen blasen.

In der Nacht auf Sonntag kommt die Warmfront unter Abschwächung bis an die Oder voran. Im Rheinland und Niedersachsen werden sich zum Morgen hin die Niederschläge in Form von Schnee wieder verstärken. Dabei sind westlich des Rheins mit dem Einfluss milderer Höhenluft auch Regenfälle möglich. Ruhiger läuft die Nacht südlich des Mains ab. Hier bildet sich Nebel und Hochnebel, aus dem etwas Schnee rieseln kann. Während die Morgentemperaturen am Niederrhein bei 0 bis -3 Grad liegen, sinkt sie im Osten und Südosten nochmals unter -10 Grad ab. Dabei ist der Wind im Süden überwiegend schwach, nach Norden mäßig bis frisch aus südlichen Richtungen unterwegs. In den Morgenstunden sind in der Eifel und im Taunus einzelne stürmische Böen möglich.

Der 2. Advent gestaltet sich für den Norden Deutschlands schon fast weihnachtlich. Hier werden dichte Wolken teilweise kräftige Schneefälle bringe, die vor allem im Westen gepaart mit stürmischen Böen zu Verkehrsbehinderungen führen. Vom Niederrhein bis an die Ems kann sich hin und wieder auch Regen unter den Schnee mischen. Von Brandenburg über Sachsen und Thüringen bis nach Bayern halten sich teils dichtere Hochnebel- und Nebelfelder. Am Nachmittag werden auch über den Schwarzwald erste Schnee- und Schneeregenfälle nach Baden-Württemberg und ins Saarland ziehen. Die Temperatur liegt zwischen 0 und +2 Grad in der Westhälfte Deutschlands und -2 bis 0 Grad in der Osthälfte. Dabei wird der südliche Wind im Süden Deutschlands schwach, im Osten mäßig nach Westen frisch und stark böig mit stürmischen Böen in den Bergen übers Land fegen.

Während sich am Nikolaustag die Wetterlage im Norden Deutschlands entspannt und hier ruhiges Hochdruckwetter für Hochnebel und Nebel sorgt, wird wird es südlich des Mains spannend. Hier kann sich von Westen her langsam mildere Luft durchsetzen, so dass anfängliche kräftige Schneefälle in Regen übergehen. Nördlich des Mains liegen die Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ein leichtes Plus gibt es südlich des Mains und im Emsland. Der Wind ist im Süden allgemein schwach, nach Norden mäßig bis frisch aus Südwest unterwegs.

Maik Thomaß, 02.12.2010 20:53
Das aktuelle Weihnachtswetter für Deutschland