Der Blick auf den 2. Advent 2010, 5. Dezember, sowie Nikolaus am 6. Dezember 2010
Bis zum Sonntag wird sie sich unter Abschwächung bis zur Oder ausbreiten. Durch ein neues über Südskandinavien entstehendes Tief wird eine weitere Warmfront am Sonntag über den Westen und Nordwesten Deutschlands einziehen. Dabei wird die Luftmasse zunehmend mit kälterer Luft vermischt, so dass meist Schnee als Niederschlag fallen wird. Der Südosten und Süden verbleibt in der milderen Höhenluft und unter leichtem Hochdruckeinfluss, des über Südosteuropa liegenden Hochs.
Am Montag entsteht über der Nordsee ein neues Tief. Seine Warmfront, die gepaart mit der Warmluft, die ein Tief über den Azoren aus dem westlichen und zentralen Mittelmeerraum nach Deutschland führt, könnte mit ergiebigen Niederschlägen über den Süden und die Mitte Deutschlands ziehen. Die zunehmend deutlich mildere Luft in der Höhe bewirkt, dass die meisten Niederschläge im Tagesverlauf in Regen übergehen. Im Norden Deutschlands setzt sich dagegen leichter Zwischenhocheinfluss durch. Er bleibt auch weiterhin unter kühlerer Luft, die das Nordseetief, welche nach Südskandinavien zieht, aus dem Polargebiet ansaugt.

In der Nacht auf Sonntag kommt die Warmfront unter Abschwächung bis an die Oder voran. Im Rheinland und Niedersachsen werden sich zum Morgen hin die Niederschläge in Form von Schnee wieder verstärken. Dabei sind westlich des Rheins mit dem Einfluss milderer Höhenluft auch Regenfälle möglich. Ruhiger läuft die Nacht südlich des Mains ab. Hier bildet sich Nebel und Hochnebel, aus dem etwas Schnee rieseln kann. Während die Morgentemperaturen am Niederrhein bei 0 bis -3 Grad liegen, sinkt sie im Osten und Südosten nochmals unter -10 Grad ab. Dabei ist der Wind im Süden überwiegend schwach, nach Norden mäßig bis frisch aus südlichen Richtungen unterwegs. In den Morgenstunden sind in der Eifel und im Taunus einzelne stürmische Böen möglich.
Der 2. Advent gestaltet sich für den Norden Deutschlands schon fast weihnachtlich. Hier werden dichte Wolken teilweise kräftige Schneefälle bringe, die vor allem im Westen gepaart mit stürmischen Böen zu Verkehrsbehinderungen führen. Vom Niederrhein bis an die Ems kann sich hin und wieder auch Regen unter den Schnee mischen. Von Brandenburg über Sachsen und Thüringen bis nach Bayern halten sich teils dichtere Hochnebel- und Nebelfelder. Am Nachmittag werden auch über den Schwarzwald erste Schnee- und Schneeregenfälle nach Baden-Württemberg und ins Saarland ziehen. Die Temperatur liegt zwischen 0 und +2 Grad in der Westhälfte Deutschlands und -2 bis 0 Grad in der Osthälfte. Dabei wird der südliche Wind im Süden Deutschlands schwach, im Osten mäßig nach Westen frisch und stark böig mit stürmischen Böen in den Bergen übers Land fegen.
Während sich am Nikolaustag die Wetterlage im Norden Deutschlands entspannt und hier ruhiges Hochdruckwetter für Hochnebel und Nebel sorgt, wird wird es südlich des Mains spannend. Hier kann sich von Westen her langsam mildere Luft durchsetzen, so dass anfängliche kräftige Schneefälle in Regen übergehen. Nördlich des Mains liegen die Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ein leichtes Plus gibt es südlich des Mains und im Emsland. Der Wind ist im Süden allgemein schwach, nach Norden mäßig bis frisch aus Südwest unterwegs.
Maik Thomaß, 02.12.2010 20:53
Das aktuelle Weihnachtswetter für Deutschland