Die Wetterlage vom 2. bis 4. August 2009

Bild: http://www.wetter3.de
Ein Tief mit Kern über Belgien verlagert sich im Tagesverlauf zur Nordsee, dessen Kaltfront Deutschland im Laufe des Tages überquert. Das Tief sorgt im Westen Deutschlands bereits im Verlaufe des Vormittags für kräftige Schauer und Gewitter. Das Hoch, welches gestern über Polen lag ist weiter nach Osten gezogen und liegt am Tag über dem Osten Russlands. Ein weiteres Tief über Italien sorgt im Alpenraum für Schauer und Gewitter. In einer südlichen Strömung, die zwischen dem Hoch über Osteuropa und dem Tief über der Nordsee entsteht, fließt zunehmend schwüle und heiße Luft nach Mitteleuropa. Diese ist teilweise sehr energiereich, so dass im Tagesverlauf weitere kräftige Schauer und Gewitter entstehen werden. Ein weiteres Tief wird sich zusätzlich über Tschechien bilden, welches über Westpolen nach Norden zieht.
Das Tief von Polen erreicht im Laufe des Montagmorgens die Ostsee. Derweil wird sich von Westen her Hochdruckeinfluss eines Azorenhochs bemerkbar machen und weite Teile Deutschlands beeinflussen. Auf dessen Vorderseite fließt erst einmal kühlere Luft nach Deutschland.
Am Dienstag setzt dich der Hochdruckeinfluss weiter fort. Nur über der Ostsee liegt ein kleines Tief, welches mit seinen Ausläufern den äußersten Nordosten Deutschlands streifen kann. In den Südwesten und Süden Deutschlands gelangt langsam wieder wärmere Luft aus dem Mittelmeerraum.
Das Wetter am Sonntag, den 2. August 2009
Bereits in den Mittagsstunden liegt die Kaltfront über dem Westen Deutschlands. Hier kommt es verstärkt zu Regenschauern, Gewittern und teilweise auch längeranhaltenden Regen, der lokal ergiebig ausfallen kann. Östlich der Elbe ist es am frühen Nachmittag verbreitet noch leicht bewölkt, jedoch bilden sich in der zunehmend schwülheißen Luft dicke Quellwolken, die am späten Nachmittag entlang der Elbe und zunehmend auch östlich der Elbe für kräftige Schauer und Gewitter sorgen können. Dabei kann sich neben Starkregen auch Hagel mit unter den Niederschlag mischen. Weitere Begleiterscheinungen sind kräftiger Regen, Sturmböen und auch das auftreten einzelner Tornados kann nicht ausgeschlossen werden. Während der Schauer und Gewitter muss mit erhöhtem Aquaplaning und Sichtbehinderungen gerechnet werden. Vereinzelt können auch Keller voll laufen und Senken und Unterführungen kurzzeitig unter Wasser stehen.
Die Temperatur steigt im Westen Deutschlands nach Durchzug der Front nur noch auf 18 bis 22 Grad Celsius. Vor der Front geht es westlich der Elbe rauf auf 25 bis 27 Grad Celsius. Schwülheiß wird es im Osten Deutschlands. Hier steigt die Temperatur der Luft auf 30 bis 33 Grad Celsius. Im Süden Brandenburgs sowie im Norden Sachsens können teilweise 35 Grad und mehr erreicht werden. In der gesamten Osthälfte besteht eine hohe bis sehr hohe Wärmebelastung. Nur unmittelbar an den Ostküsten von Rügen und Usedom ist es, durch den Seewind, etwas erträglicher.
Der Wind kommt allgemein schwach bis mäßig daher. Im Osten Deutschlands ist er meist noch aus Südost bis Süd unterwegs. Nach der Front dreht der Wind rasch aus westliche Richtungen. Besonders in Schauernähe kann es einzelne Sturmböen geben.

Wetterkarte Deutschland
Die Aussichten bis Montag, den 3. August 2009.
In den Abend und Nachtstunden halten sich östlich der Elbe weiterhin kräftige Schauer und Gewitter, teilweise auch länger anhaltender Regen. Sonst ist es wechselnd wolkig und es treten nur noch selten Schauer auf. In Bayern und in Nordrhein-Westfalen kann die Wolkendecke noch dichter sein und für etwas Regen sorgen. In den Morgenstunden ist es im Westen und Süden Deutschlands meist leicht oder locker bewölkt und trocken. Vereinzelt können sich Nebelfelder bilden. Nach Osten gibt es weitere Regenschauer und Gewitter, in Nordbrandenburg und Vorpommern kann es teilweise langanhaltend und ergiebig regnen. Während von der Ostsee bis zum Erzgebirge die Temperatur auf 17 bis 15 Grad Celsius zurückgeht, sinkt sie im Westen auf 13 bis 10 Grad Celsius ab. Dazu kommt der Wind schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen. In Schauernähe kann es noch stürmische Böen geben.
Montagvormittag halten sich im Süden Bayerns dichtere Wolken mit etwas Regen. Ebenfalls dicht bewölkt ist es in Vorpommern. Von Rügen bis in den Randowbruch kann es längeranhaltenden und kräftigen Regen geben. Sonst ist es nach Nebelauflösung meist locker bewölkt und trocken. In den Mittagsstunden zieht der Regen im Nordosten auf die Ostsee ab und hier zeigt sich die Sonne. In der Mitte kann es im Laufe des Nachmittags noch einzelne Schauer geben. Am Alpenrand halten sich dagegen dichte Wolken mit etwas Regen. Zwischendurch kommt aber auch kurzzeitig die Sonne zum Vorschein. Mit 15 Grad im Regen wird es im Süden Deutschlands fast schon herbstlich. Sonst schafft es die Temperatur auf 19 bis 22 Grad Celsius. An Oder und Neiße kann es bis auf 24 Grad Celsius raufgehen. Der Wind ist allgemein schwach bis mäßig unterwegs und kommt aus westlichen Richtungen. Nur an der Ostsee ist er zeitweise frisch mit einzelnen stürmischen Böen unterwegs.
Der Trend bis Donnerstag, den 6. August 2009.
Bis zum Dienstagmorgen kann es im Süden und Osten Bayerns aus dichten Wolken weitere Regenfälle geben. Sonst ist es überall leicht oder locker bewölkt und trocken. Vereinzelt können sich wiederholt dichte Nebelfelder bilden. Die Temperatur geht bis zum Sonnenaufgang auf 13 bis 10 Grad im Osten und teilweise bis auf 7 Grad Celsius im Westen Deutschlands zurück. Der Wind bleibt schwach.
Dienstagvormittag sind im Osten Bayerns noch ein paar dichtere Wolkenfelder unterwegs, aus denen es noch ein paar Regentropfen geben kann. Im übrigen Vorhersagegebiet ist es nach Nebelauflösung heiter bis wolkig und trocken. Mit 22 bis 24 Grad Celsius im Norden und 24 bis 28 Grad Celsius in der Mitte und im Süden Deutschlands wird es wieder sommerlicher. Der Wind bleibt schwach und kommt aus teilweise unterschiedlichen Richtungen.
Mittwoch gibt es schönstes Sommerwetter. Die Sonne scheint nach der Auflösung örtlicher Nebelfelder von einem meist wolkenlosen Himmel. Es bleibt trocken. Mit 24 bis 29 Grad Celsius wird es wieder hochsommerlich warm. Im Rheinland und im Münsterland kann die 30-Grad-Marke erreicht und überschritten werden. Da bringt auch der schwache Wind aus Nordost bis Ost keine wirkliche Abkühlung.
Auch am Donnerstag wird es viel Sonne und nur ein paar wenige harmlose Quellwolken geben. Bei schwachen östlichen Winden steigt die Temperatur verbreitet auf 25 bis 30 Grad Celsius an. Und nach derzeitigem Stand hält dieses freundliche Wetter auch bis zum kommenden Wochenende. Dabei treten im Südwesten Deutschlands ein paar Wärmegewitter auf. Die Temperatur steigt verbreitet auf 27 bis 32 Grad Celsius an.
Maik Thomaß, 02.08.2009 12:00
Textquelle: http://www.wettertopia.de/wettervorhers ... chland.htm