
Bild: http://www.wetter3.de
Zwischen hohem Luftdruck über Südeuropa und einem kräftigen Tief über Irland gelangt in südwestlicher Strömung langsam deutlich wärmere Luft nach Deutschland. Heute erfasst eine Warmfront des Tiefs bei Irland den Westen Deutschlands mit dichten Wolken. Der Osten liegt dagegen noch unter leichtem Hochdruckeinfluss.
Morgen ändert sich an der Wetterlage kaum etwas. Weiterhin strömt sehr warme bis heiße Luft aus Nordafrika nach Mitteleuropa. Verstärkt wird dies durch ein Tief, welches über Spanien entsteht. Über Norddeutschland fließt etwas kühlere Atlantikluft, die mit warmer Luft angereichert wird. Die Westströmung, die hier vorherrschend ist, wird durch ein Tief über Skandinavien und dem Tief bei Irland verursacht.
Am Dienstag wird sich die Hochdruckzone ins östliche Mittelmeer ausbreiten. Über Tschechien entsteht dagegen ein Tief, welches für Schauer und Gewitter sorgen kann. Das Tief über Spanien und die Hochdruckzone sorgen weiterhin für warme bis heiße Luft, die aus Nordafrika nach Norden geführt wird. Zudem wird diese Luft über dem Mittelmeer mit Feuchtigkeit angereichert und damit auch energiereicher, was im Südwesten Deutschlands zu kräftigen Niederschlägen führen kann. Dazu bildet sich eine Luftmassengrenze, die trockenere und kühlere Atlantikluft von der schwülwarmen Luft trennt.
Das Wetter am Sonntag, den 12. Juli 2009
Bis zum Mittag ziehen dichte Wolken in den Westen und erreichen eine Linie Hamburg – Erfurt. Aus diesen fällt zeit- und gebietsweise Regen, der in Niedersachsen länger anhaltend ausfallen kann. Östlich dieser Linie ist es erst einmal leicht oder locker bewölkt und trocken. Am Nachmittag kommen die dichten Wolken bis zur Elbe voran. Dabei fällt dann von der Elbe bis zur Westgrenze Deutschlands zeitweise leichter Regen oder Nieselregen. Vom Niederrhein bis zum Schwarzwald kann die Wolkendecke auflockern. Hier zeigt sich zeitweise die Sonne. Es kann jedoch weitere Schauer geben. Vom südlichen Schwarzwald bis zum Bodensee gibt es ebenfalls dichte Wolken, die etwas Regen bringen. Deutlich freundlicher bleibt es östlich der Elbe und in Bayern. Hier scheint die Sonne von einem locker bewölkten Himmel.
Die Temperatur erreicht im Nordwesten unter den dichten Wolken nur 15 bis 18 Grad Celsius. Im Osten werden dagegen 20 bis 24 Grad Celsius erreicht. Sommerlich wird es im Schwarzwald und am Oberrhein. Hier schafft es die Temperatur auf 26 Grad Celsius.
Der Wind kommt schwach, im Westen zeitweise mäßig und leicht böig, im Schwarzwald mit einzelnen stürmischen Böen aus Südwest bis Süd.

Wetterkarte Deutschland
Die Aussichten bis Montag, den 13. Juli.
Am Abend erreichen die dichten Wolken auch die östlichen Landesteile. So wird es aus einer nahezu geschlossenen Wolkendecke von der Ostsee bis zum Erzgebirge zeitweise regnen. Von der Nordsee bis zum Schwarzwald ist es dagegen locker bewölkt und nur selten fallen noch ein paar Schauer. In Bayern geschieht dies öfter. Hier sind zahlreiche Wolken unterwegs. Am Alpenrand halten sich ebenfalls dichte Wolken mit weiteren leichten Regenfällen. Diese werden auch bis zum Morgen anhalten. Währenddessen zieht der Regen im Osten über die Oder und Neiße nach Polen ab und hier lockert, wie zuvor schon in der Westhälfte, die Wolkendecke auf. Die Temperatur geht in weiten Teilen Deutschlands auf 15 bis 13 Grad Celsius zurück. Nur im Taunus kann sie bis auf 10 Grad Celsius absinken. Dazu weht ein meist schwacher Wind aus Südwest bis West.
Während am Alpenrand der Regen nach Osten abzieht, ziehen bereits in den Vormittagsstunden neue dichte Wolken in den Schwarzwald, die in den späten Vormittagsstunden für erste Regentropfen sorgen können. Sonst beginnt der Tag im gesamten Vorhersagegebiet erst einmal recht freundlich mit einem Mix aus Sonne und ein paar Wolken. Im Nordwesten kann es ein paar Schauer geben. Zum Nachmittag wird es verbreitet viel Sonne und nur wenige Quellwolken geben, aus denen nur im Norden ein paar Schauer fallen. Vom Saarland über den Schwarzwald und südlich der Donau wird es erneut dichte Wolken geben. Diese bringen wieder Regen mit sich, der teilweise länger anhaltend sein kann. Hier kommt nur selten die Sonne zum Vorschein. Unter den dichten Wolken und im Nordwesten schafft es die Temperatur am Nachmittag auf 20 bis 22 Grad Celsius. Im übrigen Deutschland geht es auf sommerliche 22 bis 26 Grad Celsius rauf. Dazu kommt der Wind schwach bis mäßig im Süden aus südlichen Richtungen und im Norden eher aus westlichen Richtungen.
Der Trend bis Donnerstag, den 16. Juli 2009.
Am Abend lässt im Süden der Regen rasch nach und die Wolken lösen sich auf. Im Norden und Osten ist es bei meist geringer Bewölkung trocken. Von Frankreich ziehen bereits vor Mitternacht Schauer und Gewitter in den Südwesten Deutschlands. So wird es vom Schwarzwald bis ins Sauerland teilweise nass werden. Bis zum Morgen werden sich vom Schwarzwald bis nach Thüringen dichte Wolken ausbreiten, die für teilweise ergiebige Niederschläge sorgen können. Nördlich und südlich dieser gedachten Linie ist es gering bewölkt oder klar und trocken, wobei sich vereinzelt Nebel bilden kann. Die Temperatur liegt am Dienstagmorgen bei 17 bis 15 Grad in der Mitte und im Süden Deutschlands und zwischen 13 und 10 Grad Celsius im Norden. Der Wind ist allgemein schwach unterwegs und kommt aus Süd bis Südost.
Die oben genannte Luftmassengrenze erstreckt sich am Dienstag voraussichtlich vom Nordschwarzwald bis in den Süden Brandenburgs. In diesem Bereich kommt es zu teilweise ergiebigen Regen, der lokal schauerartig verstärkt und gewittrig sein kann. Am Nachmittag wird sich diese Luftmassengrenze abschwächen. Schauer und Gewitter gibt es südlich dieser Luftmassengrenze. Dazwischen kommt immer wieder die Sonne zum Vorschein. Sonne und Wolken im Wechsel gibt es auch im Norden, wobei es im Nordwesten am Nachmittag Schauer geben kann, die lokal etwas kräftiger ausfallen können. Unter den dichten Wolken schafft es die Temperatur gerade einmal auf 20 Grad Celsius. Im Norden werden 21 bis 24 Grad Celsius erreicht. Im Süden geht es rauf auf 27 bis 30 Grad Celsius. Abgesehen von Schauerböen ist der Wind schwach unterwegs, kommt im Norden aus Südost, später aus West und im Süden aus teilweise unterschiedlichen Richtungen.
In der Nacht auf Mittwoch gibt es südlich des Mains teilweise kräftige Regenfälle, lokal auch kräftige Gewitter. Dieser Regen verlagert sich am Mittwoch langsam nach Osten. So wird es am Tag vom südlichen Brandenburg über Sachsen bis in den Thüringer Wald und im Osten Bayerns teilweise kräftige Regenfälle geben. Im Westen und Norden gibt es mehr Sonne als Wolken, wobei es im Nordwesten wiederholt Schauer möglich sind. Die Temperatur steigt in den sommerlichen Bereich. Sie erreicht im äußersten Westen 22 bis 25 Grad Celsius, sonst wird es bis zu 27 Grad Celsius warm. Nur im Regen bleibt es kühler.
Am Donnerstag wird es wieder viel Sonne geben. Mittags und nachmittags bilden sich in Bayern und Nordrhein-Westfalen Schauer und Gewitter, die lokal kräftiger ausfallen können. Weiterhin sommerlich bleibt es in weiten Teilen Deutschlands. Die Temperatur steigt auf 25 bis 28 Grad Celsius an. Nur im äußersten Westen ist es mit 22 bis 24 Grad Celsius etwas kühler.
Maik Thomaß, 12.07.2009 11:34
Textquelle: http://www.wettertopia.de/wettervorhers ... chland.htm