
Bild: http://www.wetter3.de
Ein Tief über der Nordsee vereinigt sich im Tagesverlauf mit einem Tief über Südnorwegen. Dieses neue Tief schickt Fronten über Westeuropa nach Deutschland. Ein weiteres Tief über Italien sorgt für unbeständiges Wetter im Süden Deutschlands. Während auf der Rückseite des Tiefs über Norwegen langsam kühlere Luftmassen im Westen Deutschlands ankommen, wird in den Osten nochmals warme Luft gepumpt.
Morgen wird sich das Tief über Südnorwegen weiter verstärken, was eine Vergrößerung der Luftdruckgegensätze über Mitteleuropa zur Folge hat. Damit wird der Wind besonders im Nord- und Ostseeumfeld zum Thema werden. Ein Tief über Polen verlagert sich Richtung Ostsee. Es sorgt besonders in Polen für sehr ergiebige Niederschläge. Über Deutschland verbleibt energiereiche Luft, die zu Schauern und Gewittern führt.
Am Donnerstag kann sich ein Hoch über dem Atlantik bis nach Süddeutschland ausdehnen. Das Tief über Polen zieht weiter über die zentrale Ostsee nach Skandinavien und wird dabei an Stärke gewinnen. Weiterhin gelangt kühle Luft polaren Ursprungs nach Deutschland. Dagegen bekommt Skandinavien warme Luftmassen aus Osteuropa. Diese werden um das Tief geführt.
Das Wetter am Dienstag, den 7. Juli 2009
In weiten Teilen Deutschlands begann der Tag mit Sonne, nur im Südwesten und Süden sind erste dichtere Wolken aufgezogen. In den Vormittagsstunden gibt es von der Nordsee bis ins Rheinland erste Schauer und kurze Gewitter. Schauer sind auch in Vorpommern und Nordbrandenburg möglich. Südlich des Mains gibt es dagegen aus den dichteren Wolken etwas Regen. Sonst gibt es erst einmal einem Mix aus einigen Quellwolken und viel Sonne. Um die Mittagszeit beginnt es in weiten Teilen Deutschlands zu quellen. Vor allem von Schleswig-Holstein über Niedersachsen bis nach Rheinland-Pfalz sind lokal kräftige Schauer und Gewitter möglich. Einzelne Schauer und Gewitter können sich im Erz- und Fichtelgebirge sowie vom Harz bis ins westliche Brandenburg entladen. Während in den übrigen Gebieten die Quellwolken kaum Niederschläge von sich lassen sind die Wolken im Süden Deutschlands dichter. Besonders am bayrischen Alpenrand und im Südosten Bayerns kann es zu länger anhaltenden und schauerartig verstärkten Regenfällen kommen, die lokal gewittrig ausfallen können.
Die Temperatur steigt im Westen und Süden Deutschlands auf 16 bis 20 Grad Celsius an. Im Nordwesten und Norden kann es bis auf 22 Grad Celsius raufgehen. Von der Ostsee bis zum Erzgebirge schafft es die Temperatur auf 22 bis 25 Grad Celsius. An Oder und Neiße sogar bis 27.
Der Wind kommt allgemein aus Südwest ist im Osten eher schwach, im Westen mäßig, an der Nordsee zeitweise frisch unterwegs und kommt besonders in Westen und Süden böig daher. Dazu gibt es in Schauernähe wieder die Gefahr einzelner Sturmböen.

Wetterkarte Deutschland
Die Aussichten bis Mittwoch, den 8. Juli.
Bis in die Nacht fällt im Südosten Bayerns weiterer Regen, der in der zweiten Nachthälfte nachlässt. Sonst lassen Schauer und Gewitter teilweise nur zögernd nach. Ins Rhein- und Saarland ziehen nach Mitternacht kompakte Wolken, die für leichten Regen vom Saarland bis ins Sauerland sorgen können. Diese Wolken breiten sich auch bis nach Baden-Württemberg aus, wo es ebenfalls etwas Regen geben kann. Sonst ist es locker bewölkt und trocken, nur im Nordseeumfeld können sich einzelne Schauer zeigen. Die Temperatur geht bis zum Sonnenaufgang auf 15 bis 10 Grad zurück. Im Süden kann es stellenweise einstellige Temperaturen geben. Der Wind ist meist schwach bis mäßig unterwegs und kommt aus Südwest.
Mittwochvormittag werden neue Schauer und Gewitter in den Westen und Nordwesten ziehen. So gibt es von Schleswig-Holstein bis ins Sauerland teilweise kräftige Schauer und Gewitter, die lokal Starkregen mit sich bringen. Aus dichteren Wolken fällt im Schwarzwald, im Saarland und entlang des Mains weiterhin etwas Regen. Im Osten und Nordosten ist es dagegen erst einmal locker bewölkt mit einzelnen schwachen Schauern. Nördlich des Mains wird es am Nachmittag zahlreiche Quellwolken geben, die immer wieder Schauer und Gewitter mit sich bringen. Diese können örtlich mit großen Regenmengen, Hagel und Sturmböen einhergehen. Südlich des Mains gibt es bei einem Wechsel aus etwas Sonne und vielen Wolken nur selten Schauer und Gewitter. Von der Nordsee bis nach Bayern und Baden-Württemberg steigt die Temperatur am Nachmittag auf 13 bis 19 Grad Celsius an. Von Schleswig-Holstein bis nach Sachsen werden dagegen 19 bis 22 Grad Celsius erreicht. Der Wind dreht im Tagesverlauf von Südwest auf West, ist allgemein schwach bis mäßig unterwegs und frischt in Schauernähe böig auf.
Der Trend bis Samstag, den 11. Juli 2009.
In der Nacht auf Donnerstag gibt es verbreitet weitere Schauer und kurze Gewitter. Trocken bleibt es nur an der Ostsee und südlich des Mains. Fast einheitlich wird die Temperatur in den Morgenstunden sein. Sie liegt zwischen 15 und 13 Grad im Osten sowie 12 und 10 Grad im Westen. An Nord- und Ostsee frischt der Wind langsam auf, wobei in den Morgenstunden erste stürmische Böen rund um Rügen möglich sein können.
Am Donnerstag werden Schauer und Gewitter nur noch nordwestlich einer Linie Rügen – Sauerland aktiv sein. Einzelne Schauer können sich im Erzgebirge zeigen. Sonst ist es bei einem Mix aus Sonne und Wolken weitestgehend trocken. Frühherbstlich fühlen sich die Temperaturen in der Westhälfte an. Hier schafft es die Temperatur am Nachmittag auf 14 bis 17 Grad Celsius. Im Osten werden nochmals 20 bis 23 Grad Celsius erreicht. Der Wind wird am Donnerstag besonders an den Küsten von Nord- und Ostsee zum Thema. Hier ist er mäßig bis frisch mit stürmischen Böen unterwegs und kommt aus westlichen Richtungen. Am Abend kann es an der Nordsee auch Sturm geben.
Am Freitag bleibt es bei dem kräftigen Wind im Norden Deutschlands. Besonders im Nordosten sind dazu Sturmböen möglich. Hinzu kommen dichtere Wolkenfelder, die sich vom Münsterland bis nach Vorpommern erstrecken und zeitweise Regen bringen, der an der Nordsee lokal recht kräftig ausfallen kann. Sonst gibt es bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken kaum Schauer. Unter den dichten Wolken schafft es die Temperatur kaum über 14 Grad Celsius. Im übrigen Vorhersagegebiet werden 16 bis 19 Grad Celsius, an der Oder bis zu 22 Grad Celsius erreicht.
Samstag überquert ein Regengebiet Deutschland von West nach Ost. Während am Vormittag dichte Wolken für Regen im Westen und der Mitte sorgen, wird der Tag im Osten freundlich beginnen. Am Nachmittag gibt es dann dichte Wolken mit Regen im Osten, dagegen wird es im Westen freundlicher und es trocknet ab. Die Temperatur erholt sich langsam und erreicht am Nachmittag Werte von 17 bis 21 Grad Celsius. Das ganze wird bei einem mäßigen, im Nordwesten leicht böigen Westwind passieren.
Maik Thomaß, 07.07.2009 9:47
Textquelle: http://www.wettertopia.de/wettervorhers ... chland.htm