
Bild: http://www.wetter3.de
Die Kaltfront eines Tiefs über Südnorwegen hat bereits die Westhälfte Deutschlands erfasst und zieht im Tagesverlauf in abgeschwächter Form weiter nach Osten. Sie erreicht im Laufe des Nachmittags die östlichen Bundesländer. Zudem wird sich das Tief über Südnorwegen mit einem Tief über Großbritannien vereinigen. Der äußerste Süden Deutschlands liegt unter leichtem Hochdruckeinfluss. In den Osten und die Mitte Deutschlands gelangt heute nochmals schwülwarme Luft, während in den Nordwesten langsam kühlere Luft in der Höhe einströmt.
In den Abend und Nachtstunden wird eine weitere Front den Nordwesten Deutschlands erreichen und über den Norden Deutschlands hinwegziehen. Der Süden und die Mitte profitieren vom leichten Hochdruckeinfluss. Morgen liegt das Tief mit Kern über der Nordsee. Ein weiteres Tief entsteht über Tschechien und Norditalien. Während der Norden und Westen von weiteren Fronten überquert wird, beeinflusst das Tief über Tschechien den Süden Deutschlands. Auch hier wird es unbeständig weitergehen.
Am Mittwoch verstärkt sich das Tief über Südskandinavien. Zudem entsteht über der zentralen Ostsee ein weiteres Tief. In einem weiten Bogen über den Nordatlantik gelangt Luft polaren Ursprungs nach Deutschland. Diese wird allerdings über dem Atlantik und der Nordsee erwärmt. Aufgrund steigender Luftdruckgegensätze wird der Wind zum Thema werden.
Das Wetter am Montag, den 6. Juli 2009
Die Kaltfront liegt am Vormittag in einem Streifen von Schleswig-Holstein bis zum Alpenrand. Hier gibt es Schauer, kurze Gewitter und im Süden auch länger anhaltenden Regen, diesen besonders in Bayern. Vom Emsland bis zum Nordschwarzwald ist es erst einmal locker bewölkt und trocken, allerdings können von BeNeLux im Verlauf des Vormittags erste Schauer und Gewitter über den Rhein nach Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ziehen. Von der Ostsee bis zum Erzgebirge ist es ebenfalls leicht oder locker bewölkt und trocken. Am Nachmittag wird die Kaltfront dann die östlichen Bundesländer erreichen. So wird es von der Ostsee bis zum Erzgebirge etwas Regen geben, wobei auch hier die Sonne immer wieder zum Vorschein kommen wird. Im Erz- und Fichtelgebirge sowie in Bayern und Baden-Württemberg entwickeln sich teilweise kräftige Schauer und Gewitter, die in Begleitung von Sturmböen, Starkregen und Hagel auftreten können. Auch über die Westgrenze kommen neue Schauer und Gewitter gezogen, so dass es am Nachmittag von Emden bis Aachen nass werden kann. Von Bremen über den Westharz bis zum Saarland bleibt es bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken weitestgehend trocken.
Die Temperatur erreicht am Nachmittag 20 bis 23 Grad Celsius an der Nord- und Ostsee, im äußersten Westen und am Alpenrand. Sonst werden 24 bis 26 Grad Celsius erreicht. An Oder und Neiße kann es nochmals bis zu 27, vereinzelt 28 Grad Celsius warm werden.
Der Wind kommt schwach bis mäßig, im Nordwesten und Westen leicht böig aus westlichen Richtungen. Besonders in Schauernähe kann es einzelne Sturmböen geben.

Wetterkarte Deutschland
Die Aussichten bis Dienstag, den 7. Juli.
Am Abend lassen im Süden die Schauer und Gewitter langsam nach. Auch in der Mitte lassen die Schauer und Gewitter nach und die Wolken lösen sich auf. Hier geht es dann meist gering bewölkt und trocken durch die Nacht. Der Norden wird dagegen von einer neuen Front überquert. Von Niedersachsen bis nach Mecklenburg-Vorpommern gibt es Schauer und kurze Gewitter. Richtung Morgen wird es im Nordwesten kurzzeitig abtrocknen. Die Temperatur liegt im Norden und Osten bei 15 bis 13 Grad Celsius. Im Westen und Süden wird es mit 13 bis 11 Grad Celsius noch etwas frischer. Der Wind ist allgemein schwach unterwegs und kommt aus Südwest. Nur im Nordwesten frischt er langsam auf.
Dienstagvormittag gibt es von der Ostsee bis nach Brandenburg Schauer und Gewitter, die lokal kräftiger ausfallen können. Südlich des Mains bilden sich neue Schauer. Von Nordrhein-Westfalen über Niedersachsen bis nach Sachsen bleibt es bei einem Mix aus Sonne und Wolken erst einmal trocken. Neue Schauer und Gewitter gibt es auch in Schleswig-Holstein. Während sich in Mecklenburg-Vorpommern die Schauer am Nachmittag verabschieden und hier Platz für die Sonne machen, werden von den Niederlanden und der Nordsee neue kräftige Schauer und Gewitter in die Westhälfte Deutschlands ziehen. So gibt es von Schleswig-Holstein bis zum Saarland zahlreiche Schauer und Gewitter. Auch im Süden werden weitere Schauer und kurze Gewitter niedergehen. Von der Ostsee bis ins südliche Brandenburg wird dagegen der Nachmittag freundlich und trocken verlaufen. Während im Westen Deutschlands am Nachmittag 18 bis 22 Grad Celsius erreicht werden, wird es im Osten nochmals bis zu 27 Grad Celsius warm. Der Wind kommt vorübergehend mäßig aus Südwest daher. Besonders in Schauernähe kann er stark böig sein.
Der Trend bis Freitag, den 10. Juli 2009.
In der Nacht auf Mittwoch wird es im Südosten Bayerns teilweise länger anhaltenden Regen geben. Sonst fallen die meisten Schauer und Gewitter in sich zusammen. Übrig bleiben ein paar Quellwolken, aus denen vereinzelt noch ein paar Schauer fallen können. Die Tiefstwerte liegen bei 16 bis 14 Grad im Osten und 13 bis 10 Grad im Westen. Der Wind kommt weiterhin schwach bis mäßig aus Südwest.
Mittwoch gibt es dann im gesamten Vorhersagegebiet Schauer und Gewitter, die besonders im Norden lokal recht kräftig ausfallen können. Nur südlich der Donau hat man gute Chancen trocken durch den Tag zu kommen. Während im Westen und Süden 16 bis 18 Grad Celsius die Höchsttemperaturen des Tages sind, wird es im Osten nochmals bis zu 22 Grad Celsius warm. Der Wind dreht allgemein auf westliche Richtungen und frischt an der Nordsee böig auf. In Schauernähe sind weitere Sturmböen möglich.
Am Donnerstag gibt es weitere Schauer. Diese besonders von der Ems und dem Niederrhein bis nach Rügen und zum Oderhaff. Südlich des Mains sind auch kurze Schauer möglich. Sonst ist es bei einem Sonne-Wolken-Mix trocken. 16 bis 18 Grad Celsius im Westen und 19 bis 22 Grad Celsius im Osten wird die Temperaturverteilung am Tag sein. Besonders an der Nord- und Ostseeküste wird der Wind zum Thema. Hier kommt er frisch, zeitweise stark aus westlichen Richtungen. Vereinzelt kann es Sturmböen geben.
Freitag können über die Nordhälfte dichte Wolken mit Regen ziehen. In der Mitte und im Süden bleibt es bei mehr Sonne als Wolken trocken. Die Temperatur liegt bei 16 bis 22 Grad Celsius. An Nord- und Ostsee besteht Sturmgefahr.
Maik Thomaß, 06.07.2009 9:20
Textquelle: http://www.wettertopia.de/wettervorhers ... chland.htm