
Bild: http://www.wetter3.de
Eine ausgeprägte Hochdruckzone erstreckt sich von Ostkanada über die Azoren, Nordspanien und Großbritannien, die Nordsee bis zum Nordmeer. Sie umschließt ein Tief, welches südwestlich Islands liegt. Der Nordwesten und Norden wird von dem Hoch beeinflusst. Ein Tief liegt über Ostfrankreich, welches auf seiner Ostseite schwülheiße Luft in den Südwesten Deutschlands lenkt. Weitere Tiefdruckgebiete über Süd- und Osteuropa lenken zusätzlich feuchte und warme Mittelmeerluft nach Mitteleuropa.
Morgen liegt das Tief von Ostfrankreich über Nordrhein-Westfalen. Ein weiteres Tief über Tschechien sorgt für unbeständiges Wetter im Südosten Deutschlands. Die Hochdruckzone wird sich dagegen auflösen und langsam Platz für das Tief machen, welches vom Südwesten Islands nach Süden zieht und im Tagesverlauf auf dem Atlantik liegen wird. Ein weiteres Tief entsteht über Südskandinavien.
In der Nacht auf Samstag entsteht über Sachsen ein neues Tief, das langsam nach Norden zieht. Das Tief über Südskandinavien läutet einen Wetterumschwung ein. So wird vorderseitig nochmals schwülheiße Luft nach Deutschland transportiert. Jedoch überquert im Tagesverlauf die Kaltfront des Tiefs den Westen Deutschlands. Auf dessen Rückseite wird dann kühlere Meeresluft in den äußersten Westen geführt.
Das Wetter am Donnerstag, den 2. Juli 2009
Der Tag beginnt in weiten Teilen Deutschlands mit viel Sonne und nur wenigen Wolken. Nur über Sachsen, Thüringen und Ostbayern sind schon dichtere Wolken unterwegs, aus denen in Sachsen erst Schauer und Gewitter fallen. Nach kurzzeitigem Nachlassen der Schauertätigkeit beginnt es Richtung späten Vormittag von der Oder her erneut zu quellen und erste Schauer und Gewitter fallen entlang Oder und Neiße. Auch im Norden und Osten Bayerns sowie im Süden Thüringens sind erst Schauer und Gewitter möglich. In der Westhälfte bleibt es bis in die Mittagsstunden trocken, jedoch werden sich dort ebenfalls die ersten Quellwolken auftürmen. Nur im Norden bleibt es bei viel Sonne trocken. Am Nachmittag bilden sich auch in der Westhälfte Deutschlands kräftige Schauer und Gewitter. Sie erstrecken sich von Weser und Ems bis zum Alpenrand. Auch im Osten von der Müritz bis in den Harz und bis ins Fichtel- und Erzgebirge gibt es wiederholt kräftige Schauer und Gewitter. Diese Schauer und Gewitter können lokal wieder zu großen Regenmengen in kurzer Zeit führen, da sie oftmals nur sehr langsam ziehen. In Schleswig-Holstein und an den Küsten von Nord- und Ostsee verhindert kühler Seewind die Bildung von Quellwolken und den damit verbundenen Schauern und Gewittern. Hier geht es vielfach sonnig durch den Tag.
Die Temperatur steigt am Nachmittag auf 19 bis 23 Grad Celsius an den Küsten von Nord- und Ostsee. Mit 24 bis 26 Grad Celsius sind der Mittelgebirgsbereich von Thüringen und Sachsen sowie der Alpenrand und der Nordwesten dabei. Im übrigen Vorhersagegebiet werden schwülwarme 26 bis 29 Grad Celsius erreicht. Schwülheiß mit Werten über 30 Grad Celsius wird es am Oberrhein, im südlichen Sauerland, im Münsterland und rund um Berlin.
Der Wind verschafft kaum Abkühlung. Er kommt schwach aus Nord bis Nordost. Nur in Schauernähe kann es Sturmböen geben.

Wetterkarte Deutschland
Die Aussichten bis Freitag, den 3. Juli.
Am Abend lassen die Schauer in der Mitte und im Süden nur zögerlich nach. Von Südbrandenburg über Sachsen, Thüringen und Bayern bis in den Schwarzwald können sie sich bis in die Morgenstunden halten. Nach Norden und in der Mitte ist es sonst vielfach sternenklar und trocken. Lokal kann sich dichter Nebel bilden, der in den Morgenstunden zu Verkehrsbehinderungen führen kann. Subtropische Tiefstwerte werden im Norden für manch unruhigen Schlaf führen. Die Temperatur sinkt auf 18 bis 15 Grad Celsius ab. In den größeren Städten sinkt die Temperatur kaum unter 20 Grad Celsius. Etwas angenehmer wird es nur im Südwesten und am Alpenrand. Hier sinkt die Temperatur bis auf 12 Grad Celsius ab. Der Wind kommt weiterhin schwach aus Nordost. Im Süden ist es streckenweise windstill.
Bereits in den Freitagvormittagsstunden bilden sich in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen erste Schauer und Gewitter. Um die Mittagszeit wird es auch entlang des Rheins, im Schwarzwald, am Alpenrand und in Bayern erste Schauer und Gewitter geben. Im Nordosten und Norden starten wir mit viel Sonne und kaum einer Wolke am Himmel in den Tag. Am Nachmittag werden sich die Schauer und Gewitter auf die gesamte Westhälfte ausbreiten. Auch im Süden Sachsens und Thüringens sind weitere Schauer und Gewitter möglich. Trocken bleibt es dagegen östlich der Elbe und in Schleswig-Holstein. Hier zeigt sich größtenteils die Sonne von einem leicht bewölkten Himmel. In Bayern erreicht die Temperatur 22 bis 24 Grad Celsius. Etwas kühler ist es an Nord- und Ostsee. Hier werden 17 bis 21 Grad Celsius erreicht. Sonst werden schwülwarme bis schwülheiße 27 bis 30 Grad Celsius erreicht. Vom Oberrhein über das Sauerland bis ins Ruhrgebiet können stellenweise 33 Grad Celsius möglich sein. Im Norden und Osten kommt der Wind schwach aus Nordost bis Ost. Im Westen dreht er im Tagesverlauf auf West bis Nordwest, bleibt hier aber ebenfalls schwach. In Schauernähe kann es wiederholt Sturmböen geben.
Der Trend bis Montag, den 6. Juli 2009.
Während es von der Ostsee bis zum Erz- und Fichtelgebirge und bis in den Norden Bayerns mit einem nur leicht bewölkten Himmel durch die Nacht auf Samstag geht, halten sich im Westen von der Nordsee bis an den Alpenrand Quellwolken mit Schauern und Gewitter. Die Temperatur geht auf 18 bis 15 Grad Celsius zurück. Etwas frischer wird es im Nordosten. Hier sind 13 Grad Celsius bedingt durch etwas trockenere Luft aus Nordosten möglich. Auch im südlichen Sachsen und Thüringen können die Werte bis nahe 10 Grad Celsius zurückgehen. Der Wind bleibt schwach.
Samstag bilden sich vornehmlich in der Westhälfte Schauer und Gewitter, die zum Nachmittag und Abend eine Linie Rostock – Leipzig erreichen werden. Diese Schauer und Gewitter gehören zur Kaltfront des Tiefs über Südskandinavien. Sie können teilweise recht kräftig ausfallen. Vom südlichen Rheinland bis ins Saarland und von der Ostsee bis nach Sachsen bleibt es bis in die Abendstunden bei leichter Bewölkung trocken. Auch Schleswig-Holstein kommt fast gänzlich trocken durch den Tag. Während mit den Schauern und Gewittern schon eine leichte Abkühlung im Westen einhergeht und die Temperatur hier kaum noch über 26 Grad Celsius steigen lässt, wird es im Osten nochmals heiß. Hier sind verbreitet 29 bis 32 Grad Celsius möglich. Nur unmittelbar an der Ostseeküste ist es etwas angenehmer. Der Wind ist, abgesehen von Schauerböen, schwach unterwegs und kommt aus Nord bis West.
Am Sonntag gibt es von Schleswig-Holstein bis nach Bayern, Sachsen und Brandenburg weitere Schauer und Gewitter. Ein paar weitere Schauer und Gewitter können am späten Nachmittag den Rhein überqueren. Sonst ist es vom Ruhrgebiet bis nach Hessen und im Nordosten Deutschlands bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken trocken. Mit 22 bis 26 Grad Celsius im Westen macht sich schon die kühlere Luft bemerkbar. Im Nordosten hält sich dagegen noch schwülwarme Luft. Hier können nochmals 28 bis 30 Grad Celsius erreicht werden. Der Wind ist schwach bis mäßig unterwegs und kommt aus Nordwest bis West.
Am Montag gibt es dann auch im Osten und Nordosten Schauer und Gewitter. Landesweit sieht es aber ähnlich aus. Sonne und Wolken im Wechsel, dazu immer wieder Schauer und Gewitter. Die Temperatur schafft es auf 21 bis 24 Grad Celsius, entlang Oder und Neiße nochmals bis auf 26 Grad Celsius.
Maik Thomaß, 02.07.2009 8:45
Textquelle: http://www.wettertopia.de/wettervorhers ... chland.htm