(Nr.: 1382):
Aktuelle Lage: Das Hoch vom Wochenende, das uns bis gestern noch mit freundlichem Wetter versorgt hat, hat sich weiter in Richtung Süditalien verlagert. Derzeit zieht die Kaltfront quer über Deutschland. Sie gehört zu einem Tiefdruckgebiet über dem Nordatlantik. Auf seiner Rückseite fließt im Laufe des Tages deutlich kühlere Luft aus polaren Breiten nach Mitteleuropa. Derzeit gibt es östlich einer Linie Rügen - Schwarzwald noch recht freundliches Wetter mit wenigen Wolken und es ist trocken. Westlich dieser Linie sind die Wolken dichter und im Nordwesten und Norden gibt es Regen.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es diese Zweiteilung beim Wetter. Östlich einer Linie Rügen - Müritz scheint noch die Sonne. Westlich davon sind die Wolken dichter und stellenweise gibt es leichten Regen.
Vorhersage: Bis zum frühen Nachmittag werden die kompakten Wolken auch den äußersten Osten erreichen. Hier setzt im weiteren Verlauf leichter bis mäßiger Regen ein. Im Rest des Landes herrschen weiterhin dichte Wolken, aus denen zeitweise leichter Regen fallen wird. Die Sonne kommt hier nicht zum Vorschein. Der Wind lässt im Laufe des Nachmittags nach und dreht mit Durchzug des Regengebietes von Süd auf West. Dazu wird es mit dem Regen auch kühler. Die Temperatur geht im Laufe des Nachmittags von 15 auf 11 Grad zurück.
Am Abend und in der Nacht lässt der Regen von Nordwesten her nach und es trocknet ab. Es bleibt allerdings bei der dichten Bewölkung. Die Temperatur geht auf 9 Grad im Randowbruch und 6 Grad in der Westhälfte zurück. Dazu kommt der Wind schwach aus westlichen Richtungen.
Auch morgen gibt es viele dichte Wolken, teilweise ist es einfach nur trüb. Am ehesten wird es ein paar Auflockerungen vom Darß über die Kühlung bis zur Lübecker Bucht geben. Im Südosten und Osten des Vorhersagegebietes gibt es zeitweise leichten Regen. Mit 8 bis 10 Grad sind wir auf der kühlen Seite des Tiefs angekommen. Einziger Wehmutstropfen: Der Wind ist nur schwach unterwegs und kommt aus Südwest bis West.
Aussichten bis Samstag: Donnerstag bis Samstag gelangt Deutschland unter den Einfluss einer Hochdruckzone, die sich von Frankreich bis nach Polen erstrecken wird. Im Laufe des Samstags wird sie von einem kräftigen Tiefdruckgebiet zwischen Island und Norwegen nach Südosten verdrängt.
In der Nacht auf Donnerstag wird die Wolkendecke von Nordwesten her auflockern. Stellenweise kann sich dichter Nebel bilden. Es bleibt aber trocken. Auf 8 Grad unmittelbar an der Küste und 6 bis 3 Grad im Binnenland geht die Temperatur bis zum Sonnenaufgang zurück. Vereinzelt gibt es leichten Bodenfrost.
Am Vormittag löst sich der Nebel stellenweise nur zögernd auf. Es kann sich auch eine Hochnebeldecke ausbreiten. Diese wird zum Nachmittag hin dünner und bis zum Abend dürfte überall die Sonne zum Vorschein kommen. Bei schwachen zunehmend mäßigen von West auf Südwest drehenden Wind erreicht die Temperatur Höchstwerte von 10 bis 11 Grad.
In der Nacht auf Freitag kann sich über den Nordwesten des Landes erneut Hochnebel ausbreiten. Im Rest des Landes bleibt es gering bewölkt oder klar und trocken. Auf 6 bis 4 Grad geht die Temperatur bis zum Tagesanbruch zurück und das bei mäßigen, an der Küste leicht böigen Wind aus südlichen Richtungen. Stellenweise ist wieder Bodenfrost möglich.
Am Tag überqueren uns ein paar Wolkenfelder, aus denen am Nachmittag der eine oder andere kurze Schauer etwas Regen bringt. Mit Glück bleibt es auf Usedom und im Ueckerrandow-Kreis trocken. Zwischendurch zeigt sich immer wieder die Sonne. Mit 10 bis 11 Grad am Nachmittag bleibt es weiterhin herbstlich. Der Wind dreht von Süd auf West und kommt, besonders am Vormittag noch mäßig bis frisch daher.
Im Laufe der Nacht kommen wir wieder in den Genuss des Hochdruckgebietes (siehe Diagramm). Die Wolkendecke lockert auf. In der zweiten Nachthälfte ist es nur noch gering bewölkt, teilweise auch klar und trocken. Es können sich stellenweise Nebelfelder bilden. Mit 6 bis 3 Grad wird es recht frisch werden. Dazu muss im gesamten Land mit leichtem Bodenfrost und Reifglätte gerechnet werden. Diese tritt besonders in geschützten Lagen, auf Brücken und an Waldlichtungen auf. Der Wind ist meist schwach unterwegs und kommt aus Südwest bis West.
Am Samstag erreichen uns erste Vorboten des Tiefdruckgebietes in Form von dichteren Wolken, die das Land im Laufe des Tages erreichen und bis zum Abend überdecken werden. Es bleibt noch trocken. Die Temperatur erreicht 10 bis 12 Grad und das bei einem zunehmend mäßigen bis frischen Südwestwind.
Hinweis: Glätte und Rutschgefahr durch Nässe und Laub auf den Straßen. Weitere Informationen unter: Warnungen MV
Maik Thomaß, 21.10.2008 11:32

Luftdruckdiagramm für die Hansestadt Rostock
Quelle: www.wettertopia.de