GFS 6 - Neue Hitze und Gewitter mit Unwetterpotential
Die Wetterlage bis Freitag den 16.07.2010
Die Wetterlage bis Freitag den 16.07.2010

Wetterkarte Europa
Am Mittwoch erstreckt sich eine Hochdruckzone von Finnland über Deutschland und Italien bis nach Nordafrika. Von Westen nähert sich im Tagesverlauf ein Tief, welches von Frankreich nach Belgien zieht. In der entstehenden südlichen Luftströmung gelangt erneut sehr warme bis heiße und über dem Mittelmeer mit Feuchtigkeit angereicherte Luft nach Mitteleuropa. Dies hat zur Folge, dass sich im Laufe des Nachmittags von Holland bis nach Frankreich Schauer und Gewitter entwickeln, die zu der Kaltfront des Tiefs gehört.
Im Laufe der Abendstunden wird sich das Tief über Holland auflösen. Seine Kaltfront schwächt sich auf dem Weg nach Osten über Deutschland ab und löst sich bis zum Mittag auf. Im Tagesverlauf weitet ein Hoch über den Azoren seinen Einfluss über die iberische Halbinsel und Südfrankreich bis nach Süddeutschland aus. Die Hochdruckzone, die am Mittwoch noch von Skandinavien bis nach Osteuropa reichte, verlagert sich in Nordosteuropa. Ein kräftiges Tief über Großbritannien sorgt zusammen mit dem Nordosteuropahoch für den Transport sehr heißer Luft in den Osten Deutschlands, während der Westen in einer leichten westlichen Strömung kühlere Luft abbekommen wird.
Freitagvormittag liegt Deutschland noch unter Hochdruckeinfluss. Das Großbritannientief verlagert sich langsam nordwärts. Im Tagesverlauf entsteht über Bayern ein Tief, welches unter Verstärkung nach Brandenburg zieht. Folge werden erste teils kräftige Schauer und Gewitter im Tagesverlauf sein, die vor allem den Süden und Südosten Deutschlands treffen.