Der Blick auf den 4. Advent 2010, 19. Dezember 2010
Diese Luftmassengrenze wird im Laufe des Sonntags über der Mitte Deutschlands liegen und zu teils kräftigen Schneefällen entlang des Mains und im südlichen Rheinland führen. Der Norden verbleibt noch unter leichtem Hochdruckeinfluss und bodennaher Kaltluft, während in den Süden die mildere Luft in der Höhe für teilweise trübes Wetter sorgt.

In den Abendstunden werden sich vom Niederrhein bis ins Saarland die Schneefälle verstärken und langsam nach Osten ausbreiten. Bis zum Morgen erreichen sie dabei etwa eine Linie Bremen – Magdeburg – Hof. Im Norden und Osten ist es überwiegend gering bewölkt, teils auch sternenklar und trocken. Vereinzelt bildet sich Nebel. Südlich der Donau breitet sich eine Hochnebeldecke aus. Die Tiefstwerte der kommenden Nacht liegen zwischen -5 Grad am Niederrhein, wobei hier die Temperatur zum Morgen hin leicht ansteigt und -19 Grad in Vorpommern. Der Wind ist im Osten, der Mitte und im Süden schwach bis mäßig aus Südost bis Süd unterwegs. Deutlich kräftiger ist er im Nordwesten. Hier ist er mäßig mit frischen Böen aus östlichen Richtungen unterwegs.
Brisant könnte die Wetterlage am 4. Advent werden. Die Eingangs erwähnte Luftmassengrenze bringt vom Saarland und dem südlichen Rheinland bis in den Thüringer Wald teils kräftige Schneefälle. Am Oberrhein kann sich am Nachmittag auch Regen unter den Schnee mischen. Südlich des Mains fällt am Tag aus einer hochnebelartigen Wolkendecke gelegentlich etwas Schnee. Bis zum Nachmittag breiten sich die Schneewolken auch an die Nord- und Ostseeküste aus und bringen leichte Schneefälle mit. Die Temperatur erreicht im Tagesverlauf erfrischende -9 Grad in Vorpommern und -3 Grad in der Nordhälfte. Entlang des Rheins sowie im Süden Deutschlands kann es Werte um den Gefrierpunkt geben. In Verbindung mit dem teilweise recht frischen Wind in der Mitte Deutschlands besteht die Gefahr von Schneeverwehungen und Verkehrsbehinderungen im Straßen- und Schienenverkehr. Sonst ist der Wind schwach bis mäßig aus Süd bis Ost unterwegs.

Wie schon in den vergangenen Jahren blickt unser Team auf das Gefährt vom Weihnachtsmann. In ganz Deutschland braucht er am Heiligabend für seinen sicheren Transport der Geschenke Kufen unter seinem Schlitten. Dabei wird er im Süden und Westen Deutschlands kaum Probleme haben, von Dach zu Dach zu gelangen. Anders schaut es im Nordosten und Osten Deutschlands aus. Hier können kräftige Winde für einige Turbolenzen sorgen und Schneeverwehungen ein reibungsloses Durchkommen erschweren. Während im Norden der Wind für Probleme sorgen könnte, ist hier die Temperatur mit 0 bis -3 Grad noch erträglich. In der Mitte und im Süden kühlt sich die Luft dagegen auf -5 bis -11 Grad ab. Hier sollte also auch gegen die Kälte etwas getan werden.
Am 1. Weihnachtsfeiertag schneit es voraussichtlich von der Ostsee bis ins Erzgebire noch munter weiter. Im Westen kann man dagegen bei viel Sonne einen Spaziergang im frisch gefallen Schnee genießen. Hochnebel und nur wenig Sonne wird im Süden Deutschlands den Wintertag abrunden. Die Höchstwerte des Tages liegen zwischen -7 Grad am Niederrhein und 0 Grad östlich der Elbe. Hier ist der Nordwind noch recht kräftig unterwegs, sonst allgemein schwach.
Am 2. Weihnachtsfeiertag gelangt Deutschland unter Hochdruckeinfluss. Dies bedeutet für den Norden recht freundliches, teilweise auch recht sonniges Wetter. Im Süden und Osten kann aus noch dichterer Bewölkung etwas Schnee rieseln. -2 Grad im Osten und -11 Grad im Westen bleibt es frostig kalt.
Maik Thomaß, 18.12.2010 10:07
Das aktuelle Weihnachtswetter für Deutschland