Das Weihnachtswetter vom 13.12.2010

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Maik
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Das Weihnachtswetter vom 13.12.2010

Beitrag von Maik »

Der Blick auf den 4. Advent 2010, 19. Dezember 2010

Die Wetterlage Am Samstag ist Deutschland umzingelt von Tiefdruckgebieten über Großbritannien, dem Balkan und Osteuropa. Leichter Zwischenhocheinfluss macht sich am Tag bemerkbar. Sehr kalte Polarluft liegt über Mitteleuropa. Das Tief bei Großbritannien könnte sich im Tagesverlauf auf die Nordsee verlagern. Eine Warmfront dieses Tiefs würde dann den Westen Deutschlands erreichen.
Auch am Sonntag liegt dieses Tief auf der Nordsee. Es schwächt sich ab und somit wird der Einfluss auf Deutschland langsam geringer. Leichter Zwischenhocheinfluss herrscht über dem Osten Deutschlands. Während der Norden noch unter der bodennahen Kaltluft verbleibt, wird in höheren Luftschichten mildere Luft aus dem westlichen Mittelmeerraum nach Süddeutschland gelenkt. Es entsteht eine sogenannte Inversionswetterlage, bei der die Temperatur mit der Höhe ansteigt und im Winter bedeutet dies oftmals Hochnebel und Nebel.
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In weiten Teilen Deutschlands beginnt der Samstag mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Nur westlich des Rheins zeigen sich bereits in den Morgenstunden dichtere Wolkenfelder. Diese bringen Richtung Mittag am Niederrhein ersten leichten Schneefall. Er wird sich voraussichtlich bis zum Abend zu einer Linie Bremen – Erfurt – Kempten ausbreiten. Zeitweise fällt westlich dieser Linie etwas Schnee. Östlich davon bleibt es bei einem Mix aus Sonne und Wolken trocken. Im Erzgebirge und am Bayrischen Wald kann sich stellenweise dichter Nebel und Hochnebel bilden. Die Temperatur erreicht im Tagesverlauf Höchstwerte zwischen -11 und -7 Grad im Osten und Südosten Deutschlands und –6 bis -3 Grad in der Westhälfte. Etwas milder bleibt es auf den Nordseeinseln. Der Wind kommt mäßig, im Westen frisch bis stark aus Süd bis Südost. Besonders im Nordwesten, sowie in den westlichen Mittelgebirgen sind einzelne stürmische Böen möglich. Dabei muss in Verbindung mit Schneefällen auch mit Schneeverwehungen gerechnet werden.

In der Nacht auf Sonntag löst sich das Schneefallgebiet in der Mitte und im Süden auf. Nachfolgend lockert hier die Wolkendecke auf und lässt die Sterne zum Vorschein kommen. Von der Ostsee bis ans Erzgebirge ist es leicht bis locker bewölkt. Lokal kann sich Nebel und Hochnebel bilden. Im Nordwesten sind weiterhin ein paar Schneeflocken möglich. Richtung Morgen kommen aus den Alpen neue leichte Schneefälle in den Süden Deutschlands gezogen. Die Tiefstwerte der Nacht bewegen sich zwischen -4 Grad am Niederrhein und -14 Grad im Osterzgebirge. In einigen Muldenlagen und Hochtälern im Bayrischen Wald kann sich die Luft stellenweise bis auf -25 Grad abkühlen. Dabei weht ein im Süden und Osten schwacher bis mäßiger Südwind. Kräftiger ist er in der Nordhälfte unterwegs. Vor allem in Niedersachsen und an der Nordsee sind einzelne Sturmböen möglich. Dabei besteht weiterhin die Gefahr von Schneeverwehungen.

Am 4. Advent wird sich am Vormittag voraussichtlich im Norden Niedersachsens sowie in Schleswig-Holstein noch ein wenig Schneefall halten. In den restlichen Landesteilen ist es dichter bewölkt mit etwas Sonne. Lokal kann sich Nebel halten. Während am Nachmittag der Schnee im Nordwesten nachlässt, kommt aus Frankreich neuer Niederschlag auf. Dieser breitet sich als teilweise kräftiger Schneefall vom südlichen Emsland bis ins östliche Hessen und ins Saarland aus. Da sich von Südwesten die mildere Luft versucht durchzusetzen, kann im Schwarzwald und auch im Saarland und am Niederrhein der Schnee teilweise in Regen übergehen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen frostigen -10 und -2 Grad östlich einer Linie Münster – München und Werten um den Gefrierpunkt westlich dieser Linie. Dabei weht ein mäßiger im Norden und Westen teils frischer bis starker Südwest- bis Südwind. In den westlichen Mittelgebirgen sind einzelne stürmische Böen möglich.
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Das 15-Tage-Temperaturdiagramm für den Norden (weiße Linie), südlich der Donau (rote Linie), den Niederrhein (gelbe Linie), das östliche Sachsen/Brandenburg (grüne Linie) und dem Südwesten Deutschlands (hellblaue Linie).
Ungünstigerweise könnte sich genau zu Heiligabend mildere Luft in der Höhe durchsetzen. Grund wäre, nach dem aktuellen Kartenstand, ein Tief mit Kern über England. Dieses schaufelt milde und feuchte Luft nach Mitteleuropa und damit auch nach Deutschland. Dichte Wolken würden demnach Heiligabend eher trüb und grau machen. Selten zeigt sich die Sonne und aus der dichten Wolkendecke würde immer wieder etwas Niesel- oder Sprühregen fallen.

Am 1. Weihnachtsfeiertag könnte sich ein Hoch über Deutschland durchsetzen. Die ruhige Wetterlage sorgt für hochnebelartige Wolken, aus denen noch etwas Nieselregen fallen kann. Im Laufe des Abends könnte von dem Tief, welches am 24. über England lag und bis zum Abend des 25. nach Norden abzieht, eine schwache Front im Westen Deutschlands etwas Schnee bringen.

Etwas mehr Schnee verspricht derzeit ein Tief, welches, so das Vorhersagemodell, am 2. Weihnachtsfeiertag über Polen zur Ostsee zieht. Dieses könnte vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands für etwas Neuschnee sorgen. Auf der Rückseite des Tiefs gelangt dann wieder kühlere Luft polaren Ursprungs nach Deutschland.

Ob sich wirklich Richtung Heiligabend und Weihnachten die mildere Luft durchsetzt, steht auch weiterhin nicht fest. Die Modelle rechnen derzeit hin und her und genaues weiß man wohl doch erst einige Tage, wenn nicht sogar erst einige Stunden vorher. Bleibt nur ein weiterer Blick auf die Karten des heutigen Abends und die damit weiterhin erfolgenden Blicke in die Glaskugel.

Maik Thomaß, 14.12.2010 9:37
Das aktuelle Weihnachtswetter für Deutschland
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