Das Weihnachtswetter vom 10.12.2010

Hier gibt es das Weihnachtswetter aus vergangenen Jahren
Antworten
Benutzeravatar
Maik
Administrator
Beiträge: 28305
Registriert: 02.11.2020, 11:58
Land: Deutschland
Ort: Rostock
Höhe: 5
Minimumtemperatur: -16,7°C
Maximumtemperatur: +37,6°C
Wetterstation: Von jedem etwas
Kamera: Sony α 58
Über mich: Immer interessiert an jedem Wetter, egal ob Sonne, Regen, Schnee oder Nebel und das seit meiner Kindheit

Das Weihnachtswetter vom 10.12.2010

Beitrag von Maik »

Der Blick auf den 3. Advent 2010, 12. Dezember 2010

Die Wetterlage Eine Warmfront zieht im Laufe der Nacht rasch ostwärts und erreicht in den Morgenstunden Polen. Zudem wird sich über Südnorwegen ein weiteres Tief bilden, welches über Südschweden zur Ostsee zieht. Das Tief, welches heute vom Osten Grönlands nach Skandinavien zieht, wird sich dabei auflösen. Folge ist die Zufuhr kälterer Luft aus dem Polargebiet, die im Laufe des Sonntags zum Tragen kommt. Da sich das Tief über der Ostsee noch weiter verstärken wird, sind an der Küste schwere Sturmböen möglich.
Bis Sonntag verlagert sich das Tief von der Ostsee über Polen zur Slowakei. Auf der Rückseite wird zwischen ihm und einem Hoch über Westeuropa sehr kalte Polarluft direkt über Skandinavien nach Deutschland gelenkt. Nur der äußerste Westen verbleibt noch im Einflussbereich milderer Luftmassen.
Bild
Schlechte Karten hält das Wetter am Samstag für alle Besitzer von Glühweinständen bereit. So werden neben Sturmböen im Norden auch Plusgrade erreicht. Das Wetter im Einzelnen. Am Morgen liegt ein Regengebiet zwischen Schleswig-Holstein und der Ostsee im Norden und dem Main im Süden. Dabei gibt es immer wieder schauerartig verstärkten Regen, der an der Neiße und am Erzgebirge noch mit Schnee vermischt ist. Teils kräftiger Schneefall ist südlich einer Linie Nürnberg – Offenburg möglich. Im Nordwesten lassen die Regenfälle nach. Mittags und Nachmittags setzt sich von der Nordsee bis zur Lüneburger Heide zeitweise die Sonne durch. Sonst bleibt es stark bewölkt mit verbreiteten Regenfällen, die allerdings nicht mehr so kräftig ausfallen. Am Alpenrand und im Bayrischen Wald fällt weiterhin etwas Schnee. Die Temperatur steigt am Tag auf 0 bis 2 Grad südlich einer Linie Berlin – Karlsruhe und 3 bis 6 Grad in den Gebieten nördlich dieser Linie. An der Nordseeküste und im Emsland kann es mit 7 Grad noch etwas wärmer werden. Dabei weht ein frischer im Norden auch starker Wind aus West bis Nordwest. Verbreitet werden stürmische Böen, im östlichen Mittelgebirgsraum sowie im Osten und Norden Deutschlands schwere Sturmböen erreicht. Weniger windig ist es vom Saarland bis an den Bodensee.

Schon in den Abend- und Nachtstunden macht sich die kühlere Luft bemerkbar. So gehen im Osten und der Mitte Deutschlands vermehrt Schneeflocken nieder. Nur vom Oberrhein über das westliche Rheinland und im Nordwesten kann es noch ein paar Regentropfen geben. An der Nordsee könnte es mit viel Glück auch trocken bleiben. Die nächtlichen Tiefstwerte liegen zwischen +2 und -3 Grad. Nur an der Nordsee bleibt es mit +5 Grad milder. Dabei dreht der Wind im Norden langsam auf Nordwest bis Nord, sonst kommt er weiterhin aus westlichen Richtungen daher. Er ist weiterhin stark unterwegs und erreicht in der Nord- und Osthälfte noch Sturmböen, vereinzelt schwere Sturmböen.

Am 3. Advent schneit es in der Mitte und im Süden zeitweise. Zwischendurch gibt es längere Momente, wo es mal keinen Niederschlag gibt. Auch zwischen der Ostsee und dem Erzgebirge können aus einer meist dichten Wolkendecke ein paar Schneeflocken fallen. Vom Oberrhein bis zum Niederrhein ist noch etwas mildere Luft unterwegs, so dass hier meist etwas Regen fällt. Im Nordwesten zeigt sich häufig die Sonne. Vereinzelt kann sich im Westen Nebel bilden. Die Temperatur erreicht im Tagesverlauf 0 Grad im Osten und 3 Grad im Westen. Im Nordosten sowie im Bayrischen Wald und im Vogtland werden nur noch Werte zwischen -2 und Null Grad erreicht. Der Wind dreht allgemein auf nördliche Richtungen. Bis in die Mittagsstunden sind noch kräftige Böen möglich. Von Westen her lässt der Wind aber merklich nach.
Bild
Das 15-Tage-Temperaturdiagramm für den Norden (weiße Linie), südlich der Donau (rote Linie), den Niederrhein (gelbe Linie), das östliche Sachsen/Brandenburg (grüne Linie) und dem Südwesten Deutschlands (hellblaue Linie).
Eine neue Konstellation könnte es am 24. Dezember 2010 beim Wetter geben. Eine ausgedehnte Hochdruckzone würde sich nach derzeitigem Stand von Grönland über Island, Skandinavien, dem Osten Deutschlands bis nach Polen und Südosteuropa erstrecken. Dagegen hält ein kräftiges Tief über dem Atlantik langsam Kurs auf Deutschland. Mit diesem würde in einer südwestlichen Luftströmung milde Luft aus dem westlichen Mittelmeerraum nach Südwestdeutschland geführt werden. Hier können am Tag bis zu 6 Grad erreicht werden. Dazu fällt gelegentlich Regen im Südwesten Deutschlands. Der Rest Deutschlands würde unter einer hochnebelartigen Wolkendecke verweilen, aus der etwas Schnee rieseln kann. Gegenüber den gestrigen Karten würde dies eine Milderung zu Weihnachten für den Südwesten bedeuten. Weihnachtstauwetter wäre dann inklusive. Da aber noch 14 Tage bis Heiligabend sind und sich noch vieles ändern kann, bleibt auch heute nur der Hinweis, dass sich noch einiges im Bezug auf weiße Weihnachten tun kann.

Maik Thomaß, 10.12.2010 21:04
Das aktuelle Weihnachtswetter für Deutschland
Antworten