Das Weihnachtswetter vom 03.12.2010

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Maik
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Das Weihnachtswetter vom 03.12.2010

Beitrag von Maik »

Der Blick auf den 2. Advent 2010, 5. Dezember, sowie Nikolaus am 6. Dezember 2010

Die Wetterlage Zwischen einer Hochdruckzone, die sich von Nordafrika über das Mittelmeer, die Westalpen und Deutschland bis nach Polen erstreckt und Tiefdruckgebieten über dem Nordatlantik, den Azoren und Skandinavien gelangt in einer zunehmend südwestlichen Luftströmung milde Luft in der Höhe nach Deutschland. Diese Luft wird über dem Mittelmeerraum mit Feuchtigkeit angereichert. Schon am Samstagnachmittag beginnen Tiefdruckgebiete auf der Nordsee und über Großbritannien, den hohen Luftdruck nach Osten abzudrängen. Eine erste Warmfront wird dabei in den Westen Deutschlands ziehen.
Unter Abschwächung kommt die Warmfront am Sonntagmorgen auch in der Osthälfte Deutschlands an. Im Nordwesten macht sich zunehmend kältere Luft bemerkbar. Die Warmfront des Tiefs über der Nordsee wird sich verstärken und für ergiebige Niederschläge sorgen. Das Tief verlagert sich dabei unter Verstärkung bis zum Abend Richtung Dänemark. Aufgrund der sich verstärkenden Luftdruckgegensätze wird der Wind eine große Rolle spielen.
Bereits am Montag geraten weite Teile Nord- und Mitteldeutschlands unter leichten Hochdruckeinfluss. Nur der Süden wird von der Warmfront eines Tiefs mit Kern über Westfrankreich überquert. Dabei gelangt sehr milde Luft aus Südeuropa nach Norden. Diese bewirkt, dass anfangs Schnee, später bis in die Hochlagen der Alpen teils ergiebiger Regen fällt. Im Osten Bayerns fällt weiterhin Schnee. Hier steigt erst in der Nacht auf Dienstag die Schneefallgrenze auf über 1000 Meter an.
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Am Samstagvormittag ist es vielfach leicht bis locker bewölkt. Westlich des Rheins und an der Nordsee zeigen sich erste dichtere Wolkenfelder. Sie gehören zur oben genannten Warmfront. An der Ostsee können noch einzelne Schneeschauer niedergehen. Während sich am Nachmittag von der Ostsee bis an die Bayrischen Alpen vielfach freundliches Wetter zeigt und nur wenige Hochnebelfelder die Sonne verdecken, verdichten sich von der Nordsee bis zum Saarland die Wolken weiter. Sie bringen erste Schneefälle mit, die im Stau von Hunsrück, Taunus und Westerwald ergiebiger sein können. Hier sind 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee möglich. Im Laufe des Tages steigt die Schneefallgrenze auf 200 bis 400 Meter an, so dass in tieferen Regionen teils Schneeregen fallen kann. Bei auffrischendem Südwind, der in den Bergen erste stürmische Böen bringen kann, besteht die Gefahr von Schneeverwehungen. Zudem muss mit Glätte durch überfrierende Nässe auf den tiefgefrorenen Böden gerechnet werden. Die Temperatur steigt im Tagesverlauf auf -8 Grad an der Oder und -2 Grad am Niederrhein. An der Nordsee sind leichte Plusgrade möglich.

In der Nacht zieht die Warmfront weiter nach Osten. Auf ihrem Weg schwächt sie sich ab, so dass hier meist nur noch wenige Schneeflocken fallen. Im Nordwesten verstärken sich dagegen die Niederschläge wieder. Sie erreichen bis zum Morgen etwa Hamburg mit teils kräftigen Schneefällen. Im Emsland können die Niederschläge in Regen übergehen. Sonst breitet sich eine hochnebelartige Wolkendecke aus, aus der etwas Schnee rieseln kann. Die Temperatur liegt am Sonntagmorgen bei -10 Grad im äußersten Osten und 0 Grad im äußersten Westen. Der Wind kommt weiterhin aus südlichen Richtungen. Dabei ist er im Nordwesten recht kräftig unterwegs und erreicht vereinzelte stürmische Böen. Es muss mit Schneeverwehungen gerechnet werden.

Am 2. Advent setzt sich vorübergehend etwas kühlere Luft im Nordwesten durch. So gehen im Emsland die Regenfälle vorübergehend wieder in Schnee über. Unterdessen breitet sich der Schneefall im Norden langsam nach Osten aus und erreicht im Tagesverlauf auch Mecklenburg-Vorpommern. Auch in der Mitte wird es Schneefälle geben. Am Nachmittag könnte dann wieder mildere Luft in der Höhe den Schnee von der Nordsee bis ins westliche Rheinland in Regen übergehen lassen. Zeitgleich kommt kräftiger Schneefall aus Frankreich über den Schwarzwald nach Baden-Württemberg und ins Saarland gezogen. Auch dieser geht teilweise in Regen über. Hier steigt die Schneefallgrenze im Laufe des Abends deutlich an. Bis dahin kommen die Schneefälle auch bis in den äußersten Osten und Südosten Deutschlands voran. Bei einem kräftigen und mit Sturmböen durchsetzten Südwind im Norden und in den Mittelgebirgen können in den Staulagen der Mittelgebirge durchaus 25 bis 35 Zentimeter Neuschnee fallen. Auch im Norden Deutschlands sind 10 bis 20 Zentimeter möglich. Die Temperatur liegt am Nachmittag zwischen -2 Grad im Osten und Südosten und +2 Grad am Oberrhein, dem Niederrhein und der Nordsee. Auf Sylt können sogar +7 Grad erreicht werden. Besonders beim Übergang von Schnee in Regen muss mit erheblichen Behinderungen im Straßenverkehr gerechnet werden.

Am Nikolaustag beruhigt sich die Wetterlage im Norden Deutschlands. Hier setzt sich leichter Zwischenhocheinfluss durch. So wird sich zwischen Hochnebel- und Nebelfeldern die Sonne zeigen. Niederschläge sind dabei nördlich des Mains erst einmal nicht zu erwarten. Anders schaut es südlich des Mains aus. Der Schnee der vorangegangenen Nacht breitet sich nach Norden aus. Dabei geht er vom Schwarzwald bis München in teils kräftigen und ergiebigen Regen über. Im Norden Baden-Württembergs und Bayerns sowie im Bayrischen Wald bleibt es bis zum Abend bei teils heftigen Schneefällen. Bis in die Morgenstunden des Dienstags könnten bis zu 50 Zentimeter Neuschnee in den Staulagen fallen. Sonst sind gut 15 bis 30 Zentimeter möglich. Die Temperatur erreicht am Montag Werte zwischen -1 und +1 Grad. Nur an der Nord- und Ostseeküste kann es noch etwas milder werden. In der Nordhälfte ist der Wind frisch aus westlichen Richtungen unterwegs und erreicht an der Ostsee noch stürmische Böen. In der Südhälfte ist er schwach bis mäßig aus östlichen Richtungen unterwegs.

Maik Thomaß, 03.12.2010 20:49
Das aktuelle Weihnachtswetter für Deutschland
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