
Bild: http://www.wetter3.de
Leichter Hochdruckeinfluss herrscht heute im Westen und der Mitte Deutschlands. Der Norden wird dagegen von der Warmfront eines Tiefs über Südnorwegen überquert. Im Süden sorgt ein Tief über Italien für unbeständiges Wetter. Am Nachmittag nähert sich von Frankreich ein Tief. Auf dessen Vorderseite wird nochmals schwülwarme Luft nach Deutschland geführt. Es löst sich am Nachmittag über dem Westen auf. In den Abendstunden erreicht die Kaltfront des südnorwegischen Tiefs die Westgrenze von Deutschland.
In der Nacht überquert die Kaltfront den Westen Deutschlands. Im Laufe des Montags erfasst sie dann auch den Osten. Zunehmend wird kühlere Atlantikluft nach Deutschland geführt. Eine weitere Front wird im Laufe des Montagnachmittags den Nordwesten und Westen erreichen. Sie gehört zu einem Tief über Großbritannien. Der Süden Deutschlands liegt dagegen unter leichtem Hochdruckeinfluss.
Am Dienstag vereinigen sich die Tiefdruckgebiete über Großbritannien und Südnorwegen. Ein neues Tief entsteht, das über Südskandinavien liegen wird. Es führt weitere Atlantikluft nach Deutschland und seine Fronten werden den Norden Deutschlands erfassen. Ein weiteres Tief über Norditalien sorgt im Süden für leicht unbeständiges Wetter.
Das Wetter am Sonntag, den 5. Juli 2009
In den Vormittagsstunden hält sich von Ostholstein über Mecklenburg-Vorpommern bis ins nördliche Brandenburg noch eine dichte tiefhängende Wolkendecke, die aber kaum Niederschläge bringen wird. Von der Nordsee bis zum Alpenrand und bis ins östliche Sachsen scheint dagegen die Sonne von einem meist nur gering bewölkten Himmel. Im äußersten Westen sind ein paar Quellwolken aktiv, aus denen aber ebenfalls kein Niederschlag fallen wird. Mittags lockert die Wolkendecke im Nordosten auf, später bilden sich von der Rostocker Heide bis Berlin Quellwolken, aus denen Schauer fallen können. Diese können lokal auch gewittrig sein und etwas kräftiger ausfallen. Südlich des Mains bilden sich ebenfalls Quellwolken, aus denen am Nachmittag in Bayern und Baden-Württemberg erneut Schauer und Gewitter fallen können, die lokal recht kräftig ausfallen können. Von der Nordsee bis zum Erz- und Fichtelgebirge ist es meist leicht oder locker bewölkt und trocken. Am späten Nachmittag zeigen sich westlich des Rheins erste dichtere Quellwolken und die ersten Schauer können niedergehen. Sie werden bis zum Abend den Rhein überschreiten und in Nordrhein-Westfalen und Südniedersachsen für nasse Straßen sorgen.
Die Temperatur steigt am Nachmittag auf 21 bis 24 Grad Celsius im Norden und Osten Deutschlands. Im Westen geht es rauf auf 26 bis 28, am Oberrhein bis nahe 30 Grad Celsius.
Der Wind ist allgemein schwach, an den Küsten zeitweise mäßig und kommt aus Nordwest, an der Ostsee auch aus westlichen Richtungen. In Schauernähe sind einzelne Sturmböen möglich.

Wetterkarte Deutschland
Die Aussichten bis Montag, den 6. Juli.
Am Abend kommen die Schauer und Gewitter langsam nach Nordosten voran. Sie erreichen bis zum Morgen etwa eine Linie Nordfriesland – Münsterland – Sauerland – Bodensee und können lokal kräftiger ausfallen. Im Osten ist es meist aufgelockert bewölkt und trocken. Rund um die Ostsee sind einzelne Schauer möglich, welche die küstennahen Gebiete streifen können. Auch am Rhein lockert die Wolkendecke wieder auf. Die Temperatur sinkt bis zum Morgen auf 16 bis 13 Grad Celsius ab. Vom Südwesten Mecklenburgs bis nach Ostholstein kann die Luft bis auf 10 Grad Celsius abkühlen. Der Wind ist meist schwach unterwegs und kommt aus Südwest auf West.
Morgenvormittag liegen die Schauer und Gewitter, die sich wieder verstärken werden in einem Streifen von Schleswig-Holstein über den Harz bis nach Baden-Württemberg. Östlich der Elbe ist es erst einmal wechselnd wolkig und trocken. Ebenfalls Sonne und Wolken im Wechsel gibt es von der Ems bis ins Sauerland. In Zentral- und Südbayern kann es zu teilweise langanhaltenden und kräftigen Regenfällen kommen. Am Nachmittag geht der Regen in Bayern in Schauerwetter über. Die Schauer- und Gewitterlinie erreicht die Ostsee und reicht bis nach Sachsen und Thüringen. Hier sind lokal kräftige Schauer und Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Von der Nordsee bis zum Bodensee und bis ins Saarland bleibt es bei einem Sonne-Wolken-Mix trocken. Nur im Emsland können sich ein paar Schauer zeigen, die aus den Niederlanden hereingezogen kommen. Die Temperatur steigt von Schleswig-Holstein bis ins Münsterland auf 20 bis 24 Grad Celsius an. 19 bis 22 Grad Celsius werden im Südosten Bayerns. Sonst schafft es die Temperatur auf 24 bis 27 Grad Celsius. In der Lausitz kann es bis auf 28 Grad Celsius raufgehen. Der Wind kommt meist schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen und kann in Schauernähe Sturmböen erreichen.
Der Trend bis Donnerstag, den 9. Juli 2009.
Am Abend werden die meisten Schauer in sich zusammenfallen. Einzelne Schauer sind noch im Süden Brandenburgs unterwegs, die bis in die Morgenstunden ein paar Tropfen fallen lassen. Auch im Süden Baden-Württemberg sind noch einzelne schwache Schauer unterwegs. Schauer der etwas kräftigeren Natur gehen in Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein nieder. Sonst ist es leicht bewölkt und trocken. Die Temperatur geht bis zum Sonnenaufgang auf 15 bis 11 Grad Celsius zurück. In Oberbayern kann es einstellige Tiefstwerte geben. Der Wind kommt schwach, an der Nordsee zunehmend mäßig aus Süd bis Südwest.
Am Dienstag gibt es in ganz Deutschland zahlreiche Schauer und Gewitter. Diese können besonders in der Nordhälfte recht kräftig ausfallen. Zwischendurch kommt immer wieder die Sonne zum Vorschein. Im Nordwesten mach sich die kühlere Luft bemerkbar. Hier schafft es die Temperatur nur noch auf 17 bis 19 Grad Celsius. Im übrigen Vorhersagegebiet werden dagegen 20 bis 23, im Süden Brandenburgs bis zu 25 Grad Celsius erreicht. Der Wind ist meist mäßig unterwegs, kommt aus Südwest und kann im Nordwesten mit einzelnen stürmischen Böen einhergehen.
Auch am Mittwoch wird es über den Tag verteilt zahlreiche Schauer und Gewitter geben, die im Norden und Nordwesten auch kräftiger ausfallen können. Zwischendurch wird immer wieder Platz für die Sonne sein. Im Westen werden 14 bis 18 Grad Celsius erreicht. Der Osten und Süden schafft mit 20 bis 22 Grad Celsius die 20-Grad-Marke. Der Wind dreht im Tagesverlauf von Südwest auf West und kann verbreitet stark böig sein.
Am Donnerstag werden die Schauer seltener. Dafür zeigt sich häufiger die Sonne, vor allem im Osten Deutschlands. 14 bis 18 Grad im Westen und 20 bis 23 Grad Celsius im Osten werden die Spitzenwerte des Tages sein. Dazu wird der Wind meist schwach, an den Küsten auch mäßig aus westlichen Richtungen kommen.
Maik Thomaß, 05.07.2009 9:06
Textquelle: http://www.wettertopia.de/wettervorhers ... chland.htm