
Bild: http://www.wetter3.de
Ein Tief über dem Elsass verlagert sich im Tagesverlauf nach Rheinland-Pfalz. Es transportiert mit Feuchtigkeit angereicherte Luftmassen aus dem Mittelmeerraum nach Westdeutschland. Das seit Tagen für den Norden wetterbestimmende Skandinavienhoch liegt weiter an Ort und Stelle. Auf seiner Südseite gelangt warme Luft nach Deutschland, die im Nordosten Deutschlands recht trocken sein wird. Ein Tief über dem Balkan sorgt für Feuchtere und ebenfalls warme Luftmassen aus dem östlichen Mittelmeerraum, die sich mit der Festlandsluft des Hochs mischt und eine energiereiche Luftmasse erzeugt. Zudem fühlt sich diese Luft sehr schwül an. In der energiereichen Luftmasse können sich im Tagesverlauf teilweise kräftige Schauer und Gewitter bilden.
Am Samstag verlagert sich das Skandinavienhoch von Zentralskandinavien nach Südskandinavien und nimmt damit stärker Einfluss auf Norddeutschland. Weitere Tiefdruckgebiete über der Mitte Deutschlands und dem Balkan sorgen dagegen für weitere Schwüle, in der sich zahlreiche Schauer und Gewitter bilden können.
Sonntag wird sich an der Wetterlage nichts wesentliches ändern. Weiterhin liegen über dem Balkan und Mittelmeerraum Tiefdruckgebiete, die feuchtwarme Luft nach Norden führen, die mit trockener Festlandsluft vermischt werden. Das Hoch wird weiterhin über Südskandinavien liegen und damit auch weiter Einfluss auf Norddeutschland nehmen. Ein weiteres Tief liegt über dem Elsass, welches für zusätzliche Energie für Schauer und Gewitter sorgen wird.
Das Wetter am Freitag, den 26. Juni 2009
Bereits in den Vormittagsstunden bilden sich im Osten Deutschlands Schauer und Gewitter, die langsam nach Westen ziehen werden. Über dem Westen zeigt sich dagegen am Vormittag noch die Sonne. In den Nachmittagsstunden wird die Schauertätigkeit im Nordosten und Norden am geringsten sein. Hier fließt trockenere Luft ein, in der sich kaum noch Schauer entwickeln können. Südlich einer Linie Emsland – Berlin können sich am Nachmittag teilweise kräftige Schauer und Gewitter bilden, die lokal in Begleitung von Starkregen, Hagel und Sturmböen sind. Da diese Gewitter teilweise nur sehr langsam ziehen, kann es zu größeren Regenmengen in kurzer Zeit kommen. Von der Uckermark bis Hamburg kann es am Nachmittag ebenfalls noch einzelne Schauer und kurze Gewitter geben.
Die Temperatur steigt auf 20 bis 24 Grad Celsius im Südosten Deutschlands, sonst werden verbreitet sommerliche 25 bis 27 Grad Celsius erreicht. Im Südwesten kann es bis zu 28 Grad Celsius warm werden. Etwas frischer bleibt es im Bereich des kühlenden Nordostwindes an Nord- und Ostsee. Hier werden 17 bis 21 Grad Celsius erreicht.
Der Wind kommt schwach bis mäßig aus Nord bis Nordost. Dabei kann es in Schauernähe zu einzelnen Sturmböen kommen. Entlang der Küsten von Nord- und Ostsee wird der Wind etwas frischer sein. Besonders rund um Rügen kann er stark bis stürmisch mit einzelnen Sturmböen aus Nordost daher kommen. Sonst sind an der Ostseeküste einzelne stürmische Böen möglich.

Wetterkarte Deutschland
Die Aussichten bis Samstag, den 27. Juni.
In der Nacht auf Samstag gibt es östlich der Elbe weitere Schauer und Gewitter, die erst in der zweiten Nachthälfte langsam abklingen. Ebenfalls gewittrig wird die Nacht südlich des Mains und im Schwarzwald verlaufen. Im Westen, Nordwesten und Norden wird die Wolkendecke auflockern und es bleibt trocken. Stellenweise kann sich dichter Nebel bilden. Eine milde Nacht mit Tiefstwerten im Norden von 16 bis 14 Grad Celsius und im Süden bis teilweise 10 Grad Celsius steht uns bevor. Dabei kommt der Wind im Süden aus zunehmend westlichen Richtungen und bleibt schwach. In der Mitte ist er ebenfalls schwach und kommt aus Nordost. An den Küsten ist er anfangs noch leicht böig, lässt hier aber in der zweiten Nachthälfte nach und kommt aus Nordost bis Ost.
Bereits in den Samstagvormittagsstunden können sich vom Ruhrgebiet bis an den Alpenrand Schauer und Gewitter bilden, die mitunter auch wieder kräftiger sein können. Direkt am Alpenrand kann sich teilweise ergiebiger Regen halten, der erst im Laufe des Tages nachlässt. Im Norden gibt es nach Nebelauflösung einen leicht bewölkten Himmel und es ist trocken. Am Nachmittag konzentrieren sich die Schauer und Gewitter auf den Westen und Süden Deutschlands. Das heißt, dass es vom südlichen Emsland bis zum Alpenrand teilweise kräftige Schauer und Gewitter geben kann, die lokal unwetterartig ausfallen können. Ein Gewitterrisiko besteht auch südlich des Harz bis zum Thüringer Wald und dem Fichtelgebirge. Östlich der Elbe, in Hamburg und Schleswig-Holstein wird es am Nachmittag einen leicht bis locker bewölkten Himmel geben. Dazu ist die Schauerneigung hier eher sehr gering. Entlang der Küsten steigt die Temperatur am Nachmittag auf 16 bis 20 Grad Celsius an. Im Süden Deutschlands werden 21 bis 24 Grad Celsius erreicht. Am wärmsten mit 25 bis 27 Grad Celsius wird es im Norden und der Mitte Deutschlands. Der Wind kommt allgemein schwach bis mäßig aus Nordost und kann an der Küste leicht böig auffrischen. Dazu sind in Schauernähe erneut kräftige Böen möglich.
Der Trend bis Dienstag, den 30. Juni 2009.
Am Abend und in der Nacht lassen die Schauer nach und die Wolkendecke lockert auf. Nur vom südlichen Brandenburg bis nach Thüringen sorgen dichtere Wolken für ein paar Regentropfen. Sonst kann sich verbreitet Nebel bilden. Nach Norden ist es meist leicht bewölkt und trocken. Die Temperatur geht bis zum Sonnenaufgang auf 16 bis 11 Grad Celsius zurück. Der Wind ist dazu meist nur noch schwach unterwegs, nur an der Ostsee kann er weiterhin mäßig aus Nordost daher kommen.
Bereits am Sonntagvormittag bilden sich südlich des Mains wieder Schauer und Gewitter. Nach Norden und in der Mitte ist es nach Nebelauflösung meist leicht bewölkt und trocken. Am Nachmittag bilden sich dann südlich einer Linie Cottbus – Aachen erneut kräftige Schauer und Gewitter. Nördlich dieser Linie zeigt sich dagegen die Sonne von einem mit nur noch wenigen Schönwetterwolken dekorierten Himmel. Mit 24 bis 26 Grad Celsius steht ein weiterer Sommertag vor uns. Kühler bleibt es nur entlang der Küsten.
Die neue Woche beginnt in weiten Teilen recht freundlich. Es bilden sich im Tagesverlauf südlich des Mains und entlang des Rheins wieder Schauer und Gewitter. Eventuell können auch Schauer und Gewitter in den äußersten Osten Deutschlands aus Polen gezogen kommen. Mit 24 bis 29 Grad Celsius wird es noch ein Stück wärmer.
Dienstag wird es voraussichtlich im Südosten und Osten Deutschlands häufiger Schauer und Gewitter geben. Dagegen wird es im Westen einen freundlichen Tag mit Sonne und Wolken im Wechsel geben. Die Temperatur erreicht 25 bis 29 Grad Celsius, am Oberrhein kann die 30-Grad-Marke überschritten werden.
Maik Thomaß, 26.06.2009 9:00
Textquelle: http://www.wettertopia.de/wettervorhers ... chland.htm