
Bild: http://www.wetter3.de
Deutschland liegt derzeit im Bann von Tiefdruckgebieten. Eines hat sich in den Morgenstunden über dem östlichen Polen gebildet und zieht weiter nach Nordosten. Ein weiteres Tief bildet sich über Tschechien, welches Richtung Balkan ziehen wird. Das dritte schon gestern für den Norden wetterbestimmende Tief liegt über Südskandinavien. Wir liegen bereits auf der Rückseite und heute zieht zudem die Kaltfront im Norden durch. Ein Hoch über dem Atlantik breitet sich dagegen unaufhaltsam nach Osten auf und wird den äußersten Westen Deutschlands beeinflussen. Zwischen diesem Hoch und dem Tief über Südskandinavien sickert langsam kühlere Meeresluft, deren Ursprung im Polargebiet liegt, nach Deutschland ein.
Während sich das Hoch weiter nach Osten ausbreitet, wird morgen noch das Tief über Südskandinavien für etwas Unbeständigkeit beim Wetter sorgen. In der Höhe fließt weiterhin Kaltluft ein, so dass in den Alpen die Schneefallgrenze langsam sinkt.
Besserung verspricht der Sonntag. Das Tief schwächt sich auf seinem Weg zur Ostsee ab. Es bildet sich von Spanien über Großbritannien bis nach Skandinavien eine Hochdruckzone. Deutschland verbleibt aber noch unter dem Einfluss kühlerer Luft und dem zum Höhentief gewordenen Ex-Südskandinavien-Tief.
Das Wetter am Freitag, den 19. Juni 2009
Die gestern schon angekündigte Dreiteilung ist heute gut sichtbar über Deutschland. Bereits in den Vormittagsstunden ziehen Schauer und Gewitter in den Norden und Nordwesten Deutschlands, die mitunter auch kräftiger ausfallen können. In einem Streifen vom Niederrhein bis zum Saarland im Westen und Darß – Usedom – Oder und Neiße im Osten bleibt es bei teilweise aufgelockerter, teilweise auch dichterer Bewölkung trocken. Vom Erzgebirge bis zum Südschwarzwald und dem Alpenrand ist es ebenfalls dichter bewölkt mit etwas Regen, wobei in Südbayern und teilen Südbaden-Württembergs auch längeranhaltender und teilweise ergiebiger Regen fallen kann. Während am Nachmittag in Schleswig-Holstein und im Emsland die Schauertätigkeit wieder nachlässt, bilden sich von der Ostsee bis ins südliche Niedersachsen, sowie bis ins südliche Brandenburg Schauer, die lokal recht kräftig ausfallen können und vereinzelt auch von Blitz und Donner begleitet werden. Vom westlichen Sachsen bis an den Rhein bleibt es bei mehr oder weniger dichten Wolken trocken. Ab und an kann auch die Sonne zum Vorschein kommen. Vom Südschwarzwald bis zum Böhmer Wald kann es aus dichten Wolken weiterhin schauerartig verstärkten Regen geben. Auch hier kann sich lokal ein kurzes Gewitter mit unter den Regen mischen. Die Sonne macht sich im Süden rar.
Die Temperatur steigt im Süden unter den dichten Wolken auf 13 bis 15 Grad Celsius an. Im Westen erreicht das Quecksilber immerhin 16 bis 19 Grad Celsius. Im Osten wird es heute mit 20 bis 22, im Osten Sachsens und Brandenburgs bis 23 Grad Celsius am wärmsten.
Dazu wird der Wind im Tagesverlauf auf westliche Richtungen drehen, ist im Süden schwach bis mäßig, nach Norden meist mäßig, im Nordwesten zeitweise frisch mit einzelnen stürmischen Böen an der Nordsee unterwegs und lässt erst im Laufe des Abends wieder nach. In Schauernähe kann es einzelne Sturmböen geben.

Wetterkarte Deutschland
Die Aussichten bis Samstag, den 20. Juni.
Am Abend lassen die Schauer im Norden Deutschlands nach. Nur rund um die Nordseeküste können sich auch über die Nacht hinweg ein paar Schauer und Gewitter halten. Von der Ostseeküste bis an Rhein und Mosel lösen sich die letzten Wolken auf und machen Platz für den Blick auf die Sterne. Vereinzelt kann jedoch Nebel für ein paar Sichtbehinderungen sorgen. Südlich der Donau bleibt es bei dichten Wolken, aus denen weiterhin etwas Regen fallen kann. Die Temperatur geht bis zum Sonnenaufgang auf 10 bis 8 Grad im Nordwesten, Norden, Osten und Süden zurück. Vom Nordschwarzwald bis in die Eifel sowie dem Thüringer Wald kann es bis zu 4 Grad runtergehen. Hier besteht in geschützten Lagen leichte Bodenfrostgefahr. Der Wind ist in der Mitte und im Süden meist schwach unterwegs und kommt aus West bis Nordwest. Nach Norden ist er meist mäßig, an der Ostsee auch frisch unterwegs und kommt aus West bis Südwest.
Samstagfrüh starten wir in weiten Teilen Deutschland mit viel Sonne in den Tag. Nur in Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind schon erste Schauer und kurze Gewitter möglich. Dagegen trocknet es am Alpenrand langsam ab und die Wolkendecke bekommt erste Lücken. Von der Nord- und Ostsee bis an den Rhein kann es bereits im Verlauf des Vormittags erste Schauer geben, die vereinzelt auch Blitz und Donner als Begleitung dabei haben. Sonst ist es überwiegend leicht bewölkt und trocken. Am Nachmittag gibt es besonders nördlich des Mains zahlreiche Schauer und kurze Gewitter. Vom Emsland bis nach Schleswig-Holstein wird es dagegen bei viel Sonne trocken bleiben. Ebenfall trocken bleibt es südlich des Mains. Hier wechseln Sonne und Wolken einander ab. Landesweit klettert die Temperatur auf 17 bis 19 Grad Celsius an. Rund um Berlin kann es auch 20 Grad Celsius geben. Der Wind kommt weiterhin aus westlichen Richtungen, ist im Süden meist schwach unterwegs, nach Norden mäßig, mit einzelnen Böen an den Küsten. Auch in Schauernähe kann es kräftige Böen geben.
Der Trend bis Sonntag, den 21. Juni 2009.
Am Abend lässt die Schauertätigkeit nach und die Wolken lösen sich auf. Es kann sich wiederholt Nebel bilden. Vom südlichen Niedersachsen bis nach Nordrhein-Westfalen können die ganze Nacht durch leichte Schauer oder auch leichter Regen fallen. Grund hierfür ist das oben erwähnte Höhentief. Hier bleibt es mit rund 10 Grad am wärmsten. Sonst fällt die Temperatur auf 8 bis 6 Grad Celsius, in Teilen Hessens auch bis auf 4 Grad Celsius. Der Wind ist nur noch schwach unterwegs und kommt überwiegend aus westlichen Richtungen.
Sonntagvormittag werden die Wolken über dem Rheinland langsam Lücken bekommen. Zum Nachmittag bleibt es hier weitestgehend trocken. Sonst bilden sich überall Quellwolken und es kann Schauer geben. Zwischendurch lässt sich aber auch für längere Zeit die Sonne blicken. Auf 16 bis 18 Grad steigt die Temperatur am Nachmittag an, in Brandenburg und Sachsen sogar bis auf 22 Grad Celsius. Der Wind ist weiterhin schwach unterwegs und dreht auf Nordwest.
Maik Thomaß, 19.06.2009 9:30
Textquelle: http://www.wettertopia.de/wettervorhers ... chland.htm