(Nr.: 1418):
Aktuelle Lage: Ein Hochkeil erstreckt sich bis in den Süden Deutschlands, der von dem seit Tagen über dem Atlantik liegenden kräftigen Hochdruckgebiet. Zeitgleich ziehen von Island kommend Tiefdruckgebiete nach Skandinavien. Zwischen ihnen gelangt Deutschland in eine westliche Strömung. Diese führt mildere Atlantikluft mit sich, die zudem wolkenreich ist. Bis Donnerstagnachmittag wird ein weiteres Tief vom Nordatlantik nach Skandinavien ziehen. Auf seiner Rückseite führt es kalte Arktisluft bis auf den Atlantik. Zeitgleich bildet sich über Südeuropa eine Hochdruckbrücke, die sich von der iberischen Halbinsel im Westen bis zum Balkan im Osten erstreckt.
Bayern und Baden-Württemberg profitieren heute vom Hochkeil. Hier gibt es an der Donau Nebel, sonst ist es vielfach leicht bewölkt und trocken. Die anderen Bundesländer werden dagegen von einer nahezu geschlossenen Wolkendecke beherrscht, aus der im südöstlichen Mecklenburg-Vorpommern, sowie über Teilen Brandenburgs teilweise gefrierender Regen oder Sprühregen fällt. (Zeitpunkt: 13:15 Uhr)
Vorhersage: Am Nachmittag wird sich nichts grundlegendes am Wetter ändern. Die dichten Wolken bleiben uns erhalten. Dazu fällt zeitweise leichter Regen oder Sprühregen. Anfangs kann dieser von der Müritz bis zum Randowbruch noch Glätte verursachen. Dies wird sich aber in den kommenden Stunden entspannen. Die Temperatur wird auf +6 Grad im Südosten und +9 Grad an der Wismarbucht steigen. Dazu kommt der Wind mäßig bis frisch, vorübergehend an der Küste stark aus West bis Südwest. Verbreitet gibt es stürmische Böen.
In der kommenden Nacht bleibt uns die dichte Wolkendecke erhalten. Aus ihr fällt zeit- und gebietsweise Niesel- oder Sprühregen. Die Temperatur liegt in der Nacht fast unverändert bei +6 Grad im Randowbruch und +8 Grad an der Wismarbucht. Weiterhin mäßig, an der Küste frisch ist der Wind unterwegs. Auf dem Darß und auf Rügen wird es in der zweiten Nachthälfte Sturmböen geben. Im Rest des Landes gibt es immerhin stürmische Böen und die kommen aus West bis Südwest.
Auch morgen gibt es viel grau in grau und zeitweise Niesel- oder Sprühregen. An der Grenze zu Brandenburg kann es dagegen für längere Zeit trocken bleiben und mit viel Glück auch die eine oder andere Wolkenlücke. Allerdings geht im Tagesverlauf die Temperatur von den morgendlichen Höchsttemperaturen um +8 auf +6 bis +7 Grad zurück. Über Rügen, Nord und Ostvorpommern wird der Wind morgen frisch unterwegs sein. Sonst ist er verbreitet mäßig und nur zeitweise frisch unterwegs. Im gesamten Land gibt es stürmische Böen.
Aussichten bis Sonntag: Freitag liegt das Tief weiterhin an der Küste Norwegens. Im Westen Deutschlands macht sich etwas Zwischenhocheinfluss bemerkbar. Ein Tief entwickelt sich über Süddeutschland. Es wird sich bis Samstagabend über den Osten Deutschland weiter zur Ostsee verlagern. Im Norden der iberischen Halbinsel tummelt sich ebenfalls ein Tief. Dieses verlagert sich bis Sonntag nach Nordfrankreich. Auf dessen Westseite wird über den Atlantik kalte Polarluft bis nach Spanien geführt. Zudem wird auch Großbritannien diese Kaltluft zu spüren bekommen. Am Sonntag wird über Bayern ein weiteres kleines Tief entstehen, dass nordwärts ziehen wird.
In der Nacht auf Freitag trocknet es zunehmend im gesamten Land ab. Die dichten Wolken werden uns aber erhalten bleiben. Mit Tiefstwerten zwischen +6 und +4 Grad wird es nur geringfügig kühler werden. Auch beim Wind gibt es gegenüber dem Tag kaum eine Änderung. Er ist mäßig bis frisch unterwegs und kommt aus Südwest.
Am Tag setzen sich von Süden her Auflockerungen durch. Zum Nachmittag gibt es im gesamten Vorhersagegebiet viel Sonne, nur wenige Wolken und es bleibt trocken. An den Temperaturen wird sich nichts grundlegendes mehr ändern. Die Höchsttemperatur liegt bei 5 Grad am Nachmittag. Der Wind kommt auch nur noch mäßig aus südlichen Richtungen.
Am Abend gibt es noch große Wolkenlücken. Diese werden mit fortschreitender Nacht kleiner werden und Ausgangs der Nacht in weiten Teilen gänzlich verschwunden sein. An der Oder kann es dazu in den Morgenstunden Nieselregen geben. Mit +2 Grad im Südosten, wo die Wolken als erstes ankommen und -1 Grad in den übrigen Gebieten wird es wieder frostig und stellenweise auch glatt. Der Wind ist nur noch schwach unterwegs und kommt aus Südost daher.
Samstagvormittag kann in Mecklenburg kurzzeitig nochmals die Wolkendecke auflockern. In Vorpommern wird der Niederschlag von der Oder nach Westen vorankommen. An der Oder ist es meist Nieselregen. Mit jedem Kilometer nach Westen mischt sich vermehrt Schnee mit unter die Regentropfen. Am Nachmittag schließen sich auch über Mecklenburg die Wolkenlücken. Im gesamten Land gibt es Schneefall, der lokal kräftiger ausfallen kann. Nur im äußersten Osten, sowie an der Küste kann es noch bis zum Abend auch Regen statt Schnee sein. Dies liegt an milderer Luft in der Höhe, die vorderseitig herangeführt wird und aus Südosteuropa noch etwas Wärme mitbringt. Dadurch kann zeitweise der Niederschlag in flüssiger Form fallen. Von der milderen Luft in der Höhe merken wir am Boden nicht wirklich was. Die Höchstwerte liegen bei +1 bis +2 Grad. Dazu gibt es verbreitet Glätte durch Neuschnee. Der Wind ist schwach unterwegs, kommt aus Südost daher. Da das Tief von Italien genau über Mecklenburg zieht, kann der Wind in den Nachmittagstunden zeitweise umlaufend sein.
Am Abend wird der Niederschlag nach Norden aus dem Land rausziehen. Von Süden her reißt die Wolkendecke auf und es bleibt trocken. Vereinzelt kann sich Nebel bilden. Empfindlich kalt wird es mit -1 bis -5 Grad. Über Schnee kann es noch darunter gehen. Es wird verbreitet glatt werden. Der Wind kommt schwach aus Süd bis Südwest.
Sonntag setzt sich kurzzeitig Wetterberuhigung durch. Der Wind dreht im Tagesverlauf auf östliche Richtungen und ist dabei mäßig unterwegs. Der sich in der Nacht gebildete Nebelkann sich teilweise bis in die Nachmittagsstunden halten. Teilweise bildet sich auch eine zähe Hochnebeldecke, durch die die Sonne kaum durchkommen wird. Die Temperatur erreicht am Nachmittag verbreitet +1 Grad, an den Ostküsten stellenweise +3.
Hinweis: An der Küste bis Donnerstagnachmittag Sturmböen möglich. Weitere Informationen finden Sie unter: Warnungen MV
Maik Thomaß, 26.11.2008 14:20

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Quelle: www.wettertopia.de

