
Bild: http://www.wetter3.de
Weiterhin lenkt ein Tief über dem Baltikum kühle Luft polaren Ursprungs nach Deutschland. Es schickt zudem wolkenreiche und feuchte Luft nach Norddeutschland. Der Westen liegt unter leichtem Hochdruckeinfluss. In den Süden gelangt mildere Luft. Diese wird von einem Tief über Frankreich über die Alpen nach Norden geführt. Am Abend entsteht über Südskandinavien ein kleines Tief.
Dieses Tief zieht im Laufe der Nacht nach Mecklenburg-Vorpommern, wo es sich in den Morgenstunden auflösen wird. Über Südschweden wird dagegen ein Hoch entstehen, welches auf die zentrale Ostsee zieht. Das Tief über Frankreich verlagert sich über den Schwarzwald nach Süddeutschland und im weiteren Verlauf bis nach Hessen. Dabei führt es auf seiner Vorderseite deutlich wärmere Luft in den Süden und Südosten.
Bis Sonntag zieht dieses Tief weiter über die Mitte Deutschlands nach Brandenburg und am Abend nach Polen. Dabei trennt es kühlere Luft im Norden von wärmerer Luft im Süden.
Das Wetter am Freitag, den 5. Juni 2009
Bereits in den Morgenstunden gab es in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern Schauer und Gewitter. Am Tag geht es hier auch mit Schauern und kurzen Gewittern weiter. Zwischendurch kommt aber auch die Sonne zum Vorschein. In der Mitte und im Süden wird es dagegen einen trockenen Wechsel aus Sonne und Wolken geben. Nur am bayrischen Alpenrand können am Nachmittag einzelne schwache Schauer entstehen.
Die Temperatur steigt am Nachmittag im Nordwesten auf 12 bis 14 Grad Celsius an. Sonst werden in der Nordhälfte 15 bis 16 Grad Celsius erreicht. Südlich des Mains wird es am wärmsten. Hier werden am Nachmittag 17 bis 19 Grad Celsius erreicht. Am Bodensee können es bis zu 20 Grad Celsius werden.
Abgesehen von Schauerböen ist der Wind meist schwach bis mäßig unterwegs. Im Süden eher auf Nordwest bis Nord, in der Nordhälfte aus West bis Nordwest.

Wetterkarte Deutschland
Die Aussichten bis Sonntag, den 7. Juni.
Am Abend lassen im Norden die Schauer nach. Nur entlang der Küste von Nord- und Ostsee kann es weitere Schauer geben, vielleicht auch kurze Gewitter, die dann die küstennahen Gebiete streifen. Sonst ist es nördlich einer Linie Münsterland – Erfurt gering bewölkt oder sternenklar und trocken. Vereinzelt kann sich Nebel bilden. Anders der Süden Deutschlands. Hier zieht nach Mitternacht ein Regengebiet von Frankreich nach Nordosten. So wird es in einem Streifen vom Schwarzwald bis Nordbayern Regen geben, der mitunter länger anhaltend und ergiebig sein kann. Im Süden und Osten Bayerns bleibt es trocken. Im Süden geht die Temperatur bis zum Sonnenaufgang auf 10 bis 7 Grad Celsius zurück. Im Norden werden die Tiefstwerte bis 6 bis 2 Grad Celsius liegen. In Teilen Niedersachsens, Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns kann es auch leichten Frost geben. In der Nordhälfte besteht verbreitet Bodenfrostgefahr. Der Wind dreht im Laufe der Nacht Ost bis Nordost und bleibt schwach.
Morgen Vormittag verlagert sich das Regengebiet langsam nordwärts. Es erreicht eine Linie Sachsen – Thüringen – Rheinland - Pfalz – Saarland. Besonders in den westlichen Bundesländern kann es recht ergiebige Niederschläge geben. Südlich des Mains bilden sich am Vormittag Schauer und vereinzelt auch Gewitter. Im Norden Deutschlands wird es im Verlaufe des Vormittags zwar auch ein paar Quellwolken geben, aus denen aber keine Niederschläge fallen werden. Am Nachmittag kommt das Regengebiet noch etwas weiter nach Norden voran. Der meiste Regen fällt dann voraussichtlich südlich Berlins bis in den Süden Nordrhein-Westfalens. In den nördlichen Bundesländern werden sich die Wolken zwar verdichten, aber es bleibt trocken. Südlich des Regengebietes wird es weitere teilweise kräftige Schauer und Gewitter geben. Die Temperatur wird im Regen kaum 10 Grad Celsius erreichen. Im Norden Deutschlands werden dagegen 16 bis 18 Grad Celsius erreicht. Im Süden Deutschlands können 17 bis 20 Grad Celsius, im Süden Bayerns bis zu 26 Grad Celsius erreicht werden. Dabei weht ein in der Nordhälfte schwacher bis mäßiger Ost bis Nordostwind. Besonders an der Ostseeküste kann er am Nachmittag leicht böig sein. In der Südhälfte kommt der Wind aus Süd bis West. Im Schwarzwald kann er ab den Mittagsstunden stark auffrischen. In den Höhenlagen kann es verbreitet Sturmböen geben.
In der Nacht auf Sonntag verlagert sich das Regengebiet in den Norden Deutschlands. Trocken bleibt es nur noch Richtung dänische Grenze. Sonst fällt teilweise ergiebiger Regen. Auch im Süden und Südosten Bayerns kann es länger anhaltend regnen, lokal kann es auch Gewitter geben. Zwischen den beiden Regengebieten lockert die Wolkendecke auf und es trocknet ab. Fast einheitlich sind die Tiefstwerte der Nacht. Sie liegen bei 9 bis 6 Grad Celsius. Nur im Saarland kann es bei bis zu 2 Grad Celsius leichten Bodenfrost geben. Am Abend lässt der kräftige Wind im Nordschwarzwald nach, im Laufe der Nacht dann auch an der Ostseeküste.
Am Sonntag verlagert sich das Regengebiet in den Nordenosten Deutschlands. Hier kann es bis in die Nachmittagsstunden immer wieder zu Regen kommen. Dichte Wolken mit ein paar Auflockerungen gibt es auch in einem Streifen vom Emsland über Nordrhein-Westfalen bis nach Nordbayern und Sachsen. Hier zeigt sich zeitweise die Sonne. In den restlichen Gebieten gibt es im Tagesverlauf Sonne und Wolken im Wechsel und ein paar Schauer, am Alpenrand auch Gewitter. Die Temperatur steigt unter den dichten Regenwolken im Nordosten auf 10 bis 12 Grad Celsius. Sonst werden 16 bis 20 Grad Celsius erreicht. Der Wind kommt im Norden schwach bis mäßig aus Nord bis Ost, im Süden eher aus westlichen Richtungen.
Maik Thomaß, 05.06.2009 8:34
Textquelle: http://www.wettertopia.de/wettervorhers ... chland.htm