Neues Firmengebäude von Rostocker Medizintechnik-Unternehmen eröffnet
Rudolph: Hohes Innovationspotential im Feinmechanischen Zentrum GmbH – mehr Internationalisierung der Gesundheitswirtschaft des Landes nötig und möglich
Südstadt - Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph hat am Mittwoch in Rostock das neue Firmengebäude des Medizintechnik-Unternehmens Feinmechanisches Zentrum GmbH (FMZ) offiziell in Betrieb genommen. „Das Feinmechanische Zentrum ist ein Unternehmen mit hohem Innovationspotential. Die Mitarbeiter entwickeln die Produkte wie beispielsweise Knochenschrauben und Zahnimplantate und produzieren diese vor Ort. Die Präzisionsarbeit wird von den Kunden honoriert und stark nachgefragt. Mit der jetzt fertiggestellten Unternehmenserweiterung werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph.Medizintechnik-Unternehmen vertreibt Produkte weltweit
Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Medizinprodukten spezialisiert und produziert Serien kleinerer Präzisionsbauteile für orthopädische und dentale Implantologie (Einsetzen von Zahnimplantaten in den Kieferknochen) sowie die dazugehörigen Instrumente. Nach Unternehmensangaben werden Kunden in Deutschland, Österreich, Italien und dem Iran beliefert. „Durch die intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Mitarbeiter gelingt es dem Unternehmen, innovative und marktfähige Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern weltweit zu vermarkten. Das Potential so mancher Unternehmen aus unserem Land ist bei weitem nicht ausgeschöpft, über die Landesgrenzen hinaus präsent zu sein. So könnte der Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern weiter gestärkt werden. Auch in der Gesundheitswirtschaft ist mehr Internationalisierung nötig und möglich“, so Rudolph.
Gesundheitswirtschaft ist strategisch wichtiger Zukunftsmarkt mit hoher wirtschaftlicher Wertschöpfung
In der bestehenden Betriebsstätte der FMZ waren Kapazitätsgrenzen in der Produktion erreicht, so dass ein rund 3.800 Quadratmeter großes Nachbargrundstück gekauft wurde. Dort ist das neu errichtete Gebäude mit einer Größe von rund 1.500 Quadratmetern entstanden. Davon sind rund 550 Quadratmeter Produktionsfläche, 105 Quadratmeter stehen für die Entwicklung bereit und 80 Quadratmeter für Logistikfläche. Dazu kommen Sozialbereiche, Büros und Besprechungsräume. Gemeinsam mit der FMZ GmbH wird die Schwesterfirma Medical Biomaterial Products (MBP) GmbH mit zwei Büros und einem Entwicklungslabor die Räumlichkeiten beziehen; der Produktionsstandort der MBP GmbH ist in Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim). „Die Gesundheitswirtschaft ist ein strategisch wichtiger Zukunftsmarkt mit hoher Wertschöpfungskraft. Um das große Potential der Branche noch besser in wirtschaftlichen Erfolg umzusetzen, müssen wirtschaftsnahe Forschungsprojekte unserer Hochschulen noch stärker mit Bedarfen unserer Unternehmen verzahnt werden. Deshalb werden wir die Verbundforschung mit der Technologieförderung weiter unterstützen“, betonte Rudolph.Wirtschaftsministerium unterstützt Forschung, Entwicklung und Innovation in Mecklenburg-Vorpommern
Die Technologiepolitik des Wirtschaftsministeriums ist auf die Verbundforschung zwischen einheimischen Unternehmen sowie Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ausgerichtet. Ziel ist es, Mecklenburg-Vorpommern weiter als Forschungs- und Technologiestandort zu profilieren und so die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationkraft der heimischen Wirtschaft insgesamt zu erhöhen. In der Förderperiode von 2014 - 2020 stehen dafür insgesamt 168 Millionen Euro für wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) bereit.Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort
Die Gesamtinvestitionen für die neue Betriebsstätte betrugen rund 3,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium hat das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) in Höhe von rund 960.000 Euro unterstützt.Informationen zur Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern
Auf Initiative der BioCon Valley® GmbH wurde in Kooperation mit dem unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR die Studie „Ökonomischer Fußabdruck – Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ (2015) erstellt. Darin wurden erstmals bundesweit vergleichbare Zahlen zur Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern ausgewertet. In der Gesundheitswirtschaft arbeiten derzeit 136.600 Erwerbstätige; damit besteht etwa jeder fünfte Arbeitsplatz in Mecklenburg-Vorpommern innerhalb der Gesundheitswirtschaft. Der Anteil an der gesamten regionalen Bruttowertschöpfung im Land beträgt 14,6 Prozent und ist seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gestiegen. Die Studie ermittelte für den Bereich Produktion und Großhandel mit Medizintechnik in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 3.000 Beschäftigte.