Feuerwerksdiebstahl: Polizei ermittelt gegen vier Güstrower
Noch während der polizeilichen Arbeit vor Ort konnten die eingesetzten Polizeibeamten gegen 3:40 Uhr in der Nähe vereinzelte Knallgeräusche und Feuerwerk vernehmen. Kurz darauf konnten auf dem nahe gelegenen Parkplatz des KMG-Klinikums drei Personen festgestellt werden, die gerade dabei waren Feuerwerk zu zünden. Ein Fluchtversuch der Personen konnte auf Höhe des Dialysezentrums in der Friedrich-Trendelberg-Allee durch die Polizei unterbunden und die Gruppe kontrolliert werden. Eine Überprüfung ergab, dass es sich bei den Personen um drei Deutsche im Alter von 15,17 und 18 Jahren aus Güstrow handelt, die allesamt bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten sind. Bei einem der Männer sowie am Parkplatz des Krankenhauses konnte Feuerwerk aufgefunden werden, welches dem Sortiment aus dem geöffneten Container entsprach. Zudem kam im Zuge der polizeilichen Maßnahme ein Fährtenhund zum Einsatz, der eine Witterung vom angegriffenen Container bis zu einem der Jugendlichen verfolgte.
Auf Anordnung der zuständigen Bereitschaftsrichterin wurden daraufhin Durchsuchungsmaßnahmen bei allen drei Tatverdächtigen durchgeführt, um potentielle Beweismittel und Diebesgut aufzufinden. Tatsächlich konnte in einer Garage, die dem 15-Jährigen zuzuordnen ist, vermeintliches Diebesgut aufgefunden werden, was jedoch nicht im Zusammenhang mit dem aktuellen Einbruch stand. Vielmehr wurden in dem Objekt mehrere Mofas festgestellt, teilweise auseinandergebaut, von denen mindestens eines aufgrund einer Diebstahlshandlung in Sachfahndung stand. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die weiteren Fahrzeuge ebenso aus Diebstahlshandlungen stammen, wurden diese für die weiterführenden Ermittlungen durch ein beauftragtes Abschleppunternehmen gesichert und abtransportiert.
Im Verlauf der weiteren Maßnahmen konnte noch ein weiterer, vierter Tatverdächtiger identifiziert werden - dabei handelt es sich ebenfalls um einen 17-Jährigen aus Güstrow.
Am Ende der polizeilichen Maßnahmen wurden die Jugendlichen an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Die Kriminalpolizei Güstrow führt nun die weiteren Ermittlungen wegen des besonders schweren Fall des Diebstahls sowie aufgrund des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/6184584