Forschung und Entwicklung aus Mecklenburg-Vorpommern zur operativen Behandlung von Lipödemen
Die Human Med AG, als Nachfolger der Andreas Pein Medizintechnik GmbH in 2004 gegründet, ist in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von medizinischen Geräten und Zubehör tätig. Die Firma beschäftigt rund 50 Mitarbeitende. In dem Vorhaben will das Unternehmen ein Gerät für die kombinierte Vibrations- und Wasserstrahl-assistierte Liposuktion (Kurztitel: WAVE-Jet) entwickeln. Der Lehrstuhl für Mikrofluidik der Universität Rostock beschäftigt sich unter anderem mit anwendungsnaher Forschung im Bereich von Fertigungsverfahren, Oberflächenfunktionalisierung mittels Ultrakurzpuls-Lasertechnologie. In dem Vorhaben soll ein Versuchsstand und ein Schulungsmodell für die kombinierte Vibrations- und Wasserstrahl-assistierte Liposuktion entstehen. Der Arbeitsbereich Zellbiologie ist ein Forschungsbereich der Universitätsmedizin Rostock, der sich zellbiologisch, klinisch-orientierten Themen widmet. In dem Vorhaben sollen zellbiologische Untersuchungen für die Liposuktion vorgenommen werden.
Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort
Die Gesamtinvestition beträgt über 2,38 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Human Med AG erhält knapp 716.000 Euro; die Universität Rostock rund 614.000 Euro und die Universitätsmedizin Rostock rund 392.000 Euro.Informationen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation in Mecklenburg-Vorpommern
Um die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu verstärken und jungen, innovativen Technologiefirmen beste Chancen zu bieten, hatte die Landesregierung die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation bereits in der vergangenen Förderperiode weiter ausgebaut. So wurden aus dem EFRE insgesamt 218 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Größtenteils wurden diese Mittel für die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI-Richtlinie), aber auch für die Bereitstellung von Risikokapital und die Unterstützung des Aufbaus von technologieorientierten Kompetenzzentren im Bereich Medizintechnik und Maschinenbau eingesetzt.Mecklenburg-Vorpommern stehen in der EU-Förderperiode 2021 – 2027 aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) nunmehr rund 924 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sollen 65 Prozent in das Politikfeld 1 – ein intelligenteres Europa – fließen und davon allein in den Bereich der wirtschaftsnahen Forschung 266 Millionen Euro.
Die Mittel sollen wie folgt eingesetzt werden:
- Einzelbetriebliche FuE Förderung ca. 134 Millionen Euro;
- Verbundforschungsförderung ca. 102 Millionen Euro;
- Wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen und Technologietransfer 30 Millionen Euro.