Schwesig: Kürzungen in der Landwirtschaft müssen zurückgenommen werden
„Wir verstehen die Proteste aus der Landwirtschaft. Die Bäuerinnen und Bauern und die in der Landwirtschaft Beschäftigten machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Wir brauchen eine starke Landwirtschaft. Sie sorgt dafür, dass wir 365 Tage im Jahr mit Lebensmitteln versorgt werden. Das verdient Anerkennung und Unterstützung, auch des Staates. Die finanzielle Unterstützung der Landwirtschaft dient auch dazu, dass Lebensmittel bezahlbar bleiben“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an das Gespräch.
„Ich teile die Kritik der in der Landwirtschaft Beschäftigten an den Sparplänen der Bundesregierung. Die Bauern sind stinksauer und das zurecht. Man kann nicht über Nacht zwei Finanzierungsgrundlagen streichen, ohne vorher miteinander zu reden. Deshalb müssen die Maßnahmen zurückgenommen werden“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. „Es ist zwar ein erster richtiger Schritt, dass sich die Bundesregierung bei der KfZ-Steuerbefreiung bewegt hat. Wir brauchen aber auch eine Lösung beim Agrardiesel. Die Bundesregierung muss die Landwirte dringend an den Tisch holen und einen gemeinsamen Plan für eine zukunftsfähige Landwirtschaft entwickeln. Wir werden uns weiter auf Bundesebene für die Landwirtschaft einsetzen.“
Die Demonstrationen seien in Bad Doberan friedlich und konstruktiv verlaufen. „Dafür bin ich sehr dankbar. Friedliche Demonstrationen gehören zur Demokratie dazu“, erklärte Schwesig.