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Drese: Es ist beschämend, dass jüdische Menschen Angst um ihre Sicherheit haben müssen

Verfasst: 13.12.2023, 16:57
von Maik Thomaß

Drese: Es ist beschämend, dass jüdische Menschen Angst um ihre Sicherheit haben müssen

Schwerin - Sozialministerin Stefanie Drese nahm am 12. Dezember 2023 an der von der Evangelisch-Lutherischen Friedenskirchengemeinde Schwerin initiierten Kundgebung anlässlich des jüdischen Lichterfestes Chanukka teil. Sie überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung und sicherte zugleich den Jüdinnen und Juden in Mecklenburg-Vorpommern die weitere Unterstützung des Landes zu.

„Die heutige Kundgebung ist ein Zeichen unserer festen Solidarität, aber auch ein Ausdruck unseres tief empfundenen Mitgefühls für die wehrlosen Opfer des unvorstellbar grausamen Massakers der Hamas-Terroristen am 7. Oktober“, betonte Drese in ihrer Ansprache. Der Schmerz und die Trauer, den insbesondere die Angehörigen derzeit erleiden müssen, sei unermesslich, so die Ministerin.

„Das Chanukka-Fest spendet in diesen Tagen nicht nur Hoffnung, sondern ist auch ein klarer Auftrag an uns alle, sich konsequent jeglicher Form von Antisemitismus entgegen zu stellen“, hob sie hervor. Es sei beschämend und beunruhigend, dass in Deutschland erneut jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger Angst um ihre Sicherheit haben müssen. „Und dabei ist es völlig egal, ob diese antisemitischen Ausfälle und Boykottaufrufe von linker, rechter oder islamistischer Seite kommen“, betonte Drese.

Drese: „Auch als Land stellen wir uns dieser Aufgabe und werden unsere Aktivitäten intensivieren: In der Schule, im außerschulischen Bereich, in den Beratungsangeboten für Geflüchtete. Denn Integration in unsere Gesellschaft muss immer bedeuten, dass Antisemitismus niemals geduldet wird.“ So werde derzeit ein Aktionsplan gegen Antisemitismus erarbeitet.