Note 5 für Winterdienst in Rostock

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Maik Thomaß
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Note 5 für Winterdienst in Rostock

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Note 5 für Winterdienst in Rostock

Winterzeit ist die schönste Zeit. Weiße Straßen, Wege, Felder, Wälder und die Kinder erfreuen sich am Schnee.

Es ist allerdings faszinierend, wie es die Hansestadt Rostock Jahr für Jahr schafft, dass aus Schneeflächen nach und nach Eisflächen werden und Schnee, der von Straßen geschoben wird, Fuß- und Radwege versperrt.

Als Fußgänger, Radfahrer oder Rollstuhlfahrer haben es Rostocker und Rostockerinnen nicht leicht. Während die Hauptstraßen schön von Schnee befreit sind, scheinen Fuß- und Radwege irgendwie nicht von Interesse zu sein.

Bei meiner heutigen Fahrradtour durch Lütten Klein und Lichtenhagen musste ich feststellen, dass kein einziger öffentlicher Fuß- und Radweg vom Schnee befreit wurde. Es macht eher den Anschein, dass der ja so plötzlich und unerwartete Schneefall Mitte der Woche ignoriert wurde oder der Winterdienst so schnell durch war, dass zu Schneefallbeginn beräumt wurde und dann der Neuschnee sich gelassen auf den Wegen niederlassen durfte.

Ersteres Szenario scheint mir am Wahrscheinlichsten. Der Schneefall überlastete mal wieder den Winterdienst, so wurden Hauptwege einfach mal ignoriert, dann kam auch noch etwas Milderung durch Sonnenschein, so dass der Schnee teilweise schmolz und über Nacht wieder fror. Und das Ende vom Winterwunderland: Mehrere Zentimeter dicke Eisschichten, die darauf hinweisen, dass nicht einmal der Versuch unternommen wurde, etwas zu machen. Noch nicht einmal Sand zum Abstumpfen wurde verteilt.

Eigentlich ist die klare Winterluft perfekt für Spaziergänge. Allerdings sah ich Menschen auf den Wegen, die Müh und Not hatten, sich nicht flach zu legen. Wer dann noch mit einem Rollator unterwegs ist, dem bleibt nur zu wünschen, dass er heile zuhause ankommt. Rollstuhlfahrer dagegen haben keine Chance. Eine Huckelpiste mit Ausrutschgarantie serviert uns alle Jahre wieder der Rostocker Winterdienst.

Mögliche Ursache: Die Stadtteile außerhalb des Stadtzentrums sind nicht attraktiv genug und werden sich selbst überlassen.

Zu sehen auch am Beispiel Schneefegen. Während von Grundstücks- und Hausbesitzern verlangt wird, um 7 Uhr die Gehwege vor dem Haus und Grundstück von Schnee zu befreien, schafft es der Winterdienst hier tatsächlich erst am Schneetag abends oder am Folgetag. Gleich und gleich wäre schön, gleich und gleich gilt nicht beim Winterdienst der Hansestadt Rostock.

Ich denke mal, dass es neben der Priorität Hauptstraßen vom Schnee und Eis zu befreien auch eine hohe Priorität haben sollte, Fahrradwege und Fußwege möglichst von Eis und Schnee zu befreien. So, wie es die Hansestadt Rostock derzeit bewerkstelligt, wird dem Autoverkehr noch immer die größtmögliche Beachtung geschenkt und eine Verkehrswende zu jeder Jahreszeit sieht anders aus.

Vielleicht sollten wir einfach dem Winter sagen: "Bleibe fern, du überlastest unseren Winterdienst". Ich denke mal, auf solch ein nettes Bitten wird der Winter hören und demnächst einen riesen großen Bogen um Rostock machen. Und irgendwann einmal wird dann auch der Winterdienst in Rostock funktionieren, oder auch nicht.
Redaktion Maik Thomaß
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