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Energieminister Christian Pegel bei Energiewende-Fachtagung in Neustrelitz

Verfasst: 02.11.2016, 12:01
von Maik Thomaß

Energieminister Christian Pegel bei Energiewende-Fachtagung in Neustrelitz

Neustrelitz. Die Landesregierung wird sich auch in Zukunft für einen ausgewogenen Ausbau der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern einsetzen. "Die Energiewende ist für Mecklenburg-Vorpommern die große industriepolitische Chance seit der politischen Wende vor nunmehr 25 Jahren. Wir müssen derzeit jedoch attestieren, dass trotz aller bereits erzielten Erfolge, die im Übrigen auch am Arbeitsmarkt ihren Niederschlag finden, die Akzeptanz der Energiewende ins Wanken gerät. Hier versuchen wir mit verschiedenen Maßnahmen anzusetzen", erklärte Energieminister Christian Pegel heute (29.10.2014) auf der Fachtagung "Bundespolitische Fragen der Energiewende und Konsequenzen für die Energiepolitik in M-V und in Unternehmen" in Neustrelitz.

"Zum einen fragen sich viele Menschen, weshalb sie die deutlich sichtbare Veränderung ihrer gewohnten Landschaften ertragen sollen, da der direkte oder auch mittelbare Nutzen weniger offensichtlich ist. Genau hier setzen wir mit dem Entwurf eines Bürger- und Kommunalbeteiligungsgesetzes an. Mit dem Beteiligungsgesetz verpflichten wir künftig jeden Investor zu einem Angebot zur Beteiligung an insgesamt mindestens 20 Prozent seines Projektes. So haben die Betroffenen künftig etwas davon.", so Pegel.
Mit dem Beteiligungsgesetz betritt Mecklenburg-Vorpommern rechtliches Neuland. "Wir sind die ersten, die diesen Weg einschlagen. Daher werden wir deutschlandweit teils kritisch, teils anerkennend beobachtet. Ich bin aber zuversichtlich, dass es der richtige Weg ist", so der Minister weiter.

Daneben fordert Pegel eine gerechte Aufteilung der Kosten für den Netzausbau, um einem weiteren Anstieg der Kosten entgegenzuwirken. Der Minister: "Das Netzentgelt macht rund ein Fünftel der Kosten aus. Insofern ist das Netz eine zentrale Stellschraube. Es ist nicht gerecht, dass die Netzkosten nicht deutschlandweit umgelegt werden. Denn damit bestrafen wir gerade die Regionen, die wir für die Stromerzeugung für die großen deutschen Städte und Metropolen dringend brauchen. In den dünn besiedelten Regionen und ländlichen Räumen liegen die Windkraft-, Solar- und Biogasanlagen, mit denen die Energiewende zum Wohle des gesamten Landes vorangetrieben wird und in denen deshalb viele neue Kabel und Netze zum Einsammeln des regenerativen Stroms gebaut werden müssen, die für die eigene Stromversorgung dieser dünn besiedelten Gebiete gar nicht benötigt würden."