Schwesig und Backhaus eröffnen Ländertag auf der IGW

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Maik Thomaß
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Schwesig und Backhaus eröffnen Ländertag auf der IGW

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Schwesig und Backhaus eröffnen Ländertag auf der IGW

Schwerin, Berlin - In der Mecklenburg-Vorpommern-Halle (6.2a) auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin wurde am 21. Januar 2023 der traditionelle Ländertag begangen. Anders als in den vergangenen Jahren wird das Rahmenprogramm, das zwischen 10 und 18 Uhr auf der Hauptbühne dargeboten wird, erstmals von allen teilnehmenden Landkreisen (Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald) gemeinsam gestaltet. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und Carsten Schneider, Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland, haben den Ländertag offiziell eröffnet.

„Es ist mittlerweile zu einer guten Tradition geworden, dass wir am ersten Messesamstag unser Land Mecklenburg-Vorpommern feiern und auch die Ausstellergemeinschaft noch einmal auf die bevorstehenden Messetage einschwören. Die Landkreise haben das Marketingpotenzial der Messe erkannt. Nicht nur die einschlägigen Urlaubsregionen an der Ostseeküste oder der Mecklenburgischen Seenplatte haben verstanden, die Verbindung von regionaler Wertschöpfung und Tourismus für sich zu nutzen. Alle Aussteller bieten Produkte oder Dienstleistungen an, die Lust auf Genuss und Urlaub in der jeweiligen Region machen. Das diese Rechnung aufgeht, bestätigen die rund 32 Millionen Übernachtungen in 2022 – laut Tourismusverband das zweitbeste Tourismusjahr nach 2019“, sagte Agrarminister Backhaus. In 2023 freue er sich insbesondere auf die Eröffnung des Skywalks auf dem Königsstuhl auf der Insel Rügen und den Bau der längsten Seebrücke Deutschlands, die Bestandteil des neuen Inselhafens Prerow ist.

Im Rahmen Ländertages stellte das Landesmarketing Mecklenburg-Vorpommern das Regionalzeichen „Natürlich MV“ vor und vergab es vor Ort an die Mecklenburgische Brauerei Lübz, die Schokoladerie Juillet de Prie aus Rostock und die Mecklenburger Landpute aus Severin. „Damit werden die vielen hochwertigen und gesunden Produkte aus unserem Land zusätzlich geadelt und für Verbraucherinnen und Verbrauchen, die Wert auf Regionalität legen, besser kenntlich gemacht“, erklärte Minister Backhaus.

Auf der Hauptbühne wird es heute neben musikalischen Beiträgen vor allem Ausstellerpräsentationen geben: „Es ist uns wichtig, den teilnehmenden Ausstellern nicht nur einen Marktplatz zu bieten, sondern ihnen auch die Möglichkeit zu geben, ihre Geschichte, ihre Werte und auch ihre Herausforderungen vorzustellen. Die IGW ist die Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau und eine einmalige Chance, um internationale Kontakte zu knüpfen und sich über die Landesgrenzen von MV hinaus einen Namen zu machen“, betonte er.

Begleitet wurde der zweite Messetag von der „Wir haben es satt!“ – Demonstration für bäuerliche Betriebe und eine ökologischere Landwirtschaft am Brandenburger Tor. Dazu Minister Backhaus: „Eine Demokratie lebt durch die friedliche, auch öffentliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlich wichtigen Themen. Bei der Diskussion um die vermeintlich richtige Ausrichtung der Landwirtschaft habe ich jedoch zunehmend die Befürchtung, dass es nur noch zwei Wahrheiten und nichts dazwischen gibt und sich die Stimmungslage weiter aufheizt. Ich bin davon überzeugt, dass wir nur miteinander im sachlichen Dialog auch tatsächlich weiterkommen können. Dabei müssen jedoch beide Seiten auch bittere Pillen schlucken: Ja, wir haben ein Überdüngungsproblem zu Lasten des Grundwassers verursacht durch die Landwirtschaft, aber Dünger und Pflanzenschutzmittel sind deswegen noch kein Teufelszeug. Pflanzen brauchen zum Beispiel eine medizinische Behandlung zur Abwehr von Krankheiten und Schädlingen, damit die Waren überhaupt auf den Markt kommen können. Wenn man keine Pflanzenschutzmittel mehr einsetzen würde, wie es ‚Wir haben es satt!‘ fordert, würde kaum noch ein Betrieb in Deutschland überleben können. Damit würde der Landwirtschaft das Ende erklärt, mit der Folge, dass die Produkte dann nur noch aus dem Ausland bezogen werden könnten. Wem nützt eine Kartoffel, die schon nach wenigen Tagen verfault oder verschimmelter Weizen, der krank machen würde und nicht verkauft werden dürfte. Daher fordere alle Beteiligten auf, von nicht durchsetzbaren Maximalforderungen Abstand zu nehmen. Der Bund muss dabei eine viel aktivere Rolle übernehmen, denn nur so kann auch eine nachhaltige, von der Gesellschaft akzeptierte Weiterentwicklung der Landwirtschaft erfolgen. Die Internationale Grüne Woche in Berlin bietet viele Veranstaltungen und Fachforen, in denen solche Themen sachlich diskutiert werden können.“
Redaktion Maik Thomaß
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