Fischsterben: Backhaus trifft Amtskollegen in Stettin
Verfasst: 15.08.2022, 05:24
Fischsterben: Backhaus trifft Amtskollegen in Stettin
Backhaus zeigte sich erfreut, dass das Bundesumweltministerium den Austausch mit Polen in dieser Sache weiter intensiviert und im Sinne einer abgestimmten länderübergreifenden Zusammenarbeit zu dem Treffen heute Abend eingeladen hat.
Medienberichte, wonach tote Fische bereits im deutschen Teil des Stettiner Haffs gefunden wurden, wies der Minister zurück: „Bislang hat die Wasserschutzpolizei keine Kadaver gesichtet; auch Anwohner haben uns bislang nichts derartiges gemeldet. Dennoch sind wir weiterhin in Alarmbereitschaft und beobachten die Situation vor Ort genauestens. Nachdem bereits gestern an drei Stellen im Haff Gewässerproben entnommen und ins Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie gebracht wurden, werden am 15. August 2022 weitere Probenentnahmen folgen“, sagte Backhaus. Die Beprobung vom 13. August 2022 habe unauffällige vor-Ort-Parameter (z.B. pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Leitfähigkeit) ergeben. Die Untersuchung auf Schadstoffe werde angesichts des breiteren zu untersuchenden Stoffspektrums ein paar Tage dauern. „Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden wir umfassend und transparent informieren“, sicherte der Minister zu.
Bis dahin warnt das Umweltministerium MV weiterhin vorsorglich
- auf das Angeln und Fischen im Kleinen Haff zu verzichten
- auf die Nutzung von Wasser aus dem Kleinen Haff (z.B. für Bewässerung, Viehtränke, Kontakt durch Nutz- und Haustiere)
- sowie auf die Wasserentnahme und Verwendung für menschliche Nutzungen zu verzichten oder diese weitestgehend einzuschränken.