Polizeieinsatz bei einer Bedrohungslage in Stralsund
Verfasst: 22.07.2022, 05:39
Polizeieinsatz bei einer Bedrohungslage in Stralsund
Noch während des Notrufgesprächs verschwand der Mann in einem Wohnaufgang in der Herrmann-Burmeister-Str.. Durch die eingesetzten Beamten konnte der Tatverdächtige in der 5. Etage eines Mehrfamilienhauses festgestellt werden. Der dort wohnende Mieter konnte die Wohnung unverletzt verlassen und die Beamten die Wohnung betreten. Der Tatverdächtige bedrohte die Polizeibeamten mit einem Messer und äußerte, vom Balkon springen zu wollen.
Auf Grund der Gesamtsituation wurden ein Notarzt und die Stralsunder Feuerwehr angefordert. Weiterhin wurden Einsatzkräfte des SEK und der Verhandlungsgruppe des LKA MV zum Einsatzort beordert. Nachdem mehrere Versuche, den Mann von seinem Vorhaben verbal abzubringen scheiterten und der Tatverdächtige an seiner Suizidabsicht festhielt, erfolgte der Zugriff durch die Beamten des SEK. Der Mann konnte sicher aus der Wohnung gebracht werden. Er erlitt nur geringe Verletzungen. Zur weiteren psychiatrischen Behandlung wurde er ins Helios Hanseklinikum Stralsund, Krankenhaus West verbracht und dort stationär aufgenommen. Weitere Personen wurden nicht verletzt.
Gegen den 34-jährigen Stralsunder wurde Anzeige wegen Bedrohung, Nötigung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte aufgenommen. Die Polizei Stralsund hatte den Tatort weiträumig mit acht Funkstreifenwagenbesatzungen gesichert, sie wurde dabei von Kollegen aus Barth und dem Autobahnverkehrspolizeirevier Grimmen unterstützt.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108747/5279004