Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern im November verunsichern Wirtschaft in Westmecklenburg
„Die Unternehmen in Westmecklenburg, die von den für November angekündigten Einschränkungen besonders betroffen sind, fühlen sich vielfach ungerecht behandelt“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach. „Obwohl wir in Mecklenburg-Vorpommern trotz niedrigster Zahlen teilweise härtere Einschränkungen umgesetzt haben, werden die Unternehmen nun mit denselben Maßnahmen belegt wie in anderen Bundesländern. Die Verunsicherung der Unternehmen ist weiter gestiegen und viele schauen schon jetzt sorgenvoll auf die kommenden Monate“, so Eisenach weiter.
„Die vom Bund angebotenen Gelder müssen ganz klar als Kompensation für die angekündigten teils harten staatlichen Eingriffe eingesetzt werden. Die Berechtigung dieser Maßnahmen wird besonders von Unternehmen in Westmecklenburg mit funktionierenden Hygienekonzepten sehr kritisch bewertet, zumal viele auch in die Umsetzung der Auflagen investiert haben. Wir erwarten von Bund und Land, dass die angekündigten 10 Milliarden Euro tatsächlich und unbürokratisch bei allen betroffenen Unternehmen ankommen. Das betrifft auch die Wirtschaftsbereiche, die teilweise schließen müssen oder mittelbar betroffene Branchen, wie den stationäre Einzelhandel. Auch Neugründungen aus diesem Jahr, die keine Umsätze im vergangenem Jahr erzielt hatten, müssen einbezogen werden. Diese Mittel sind vor allem schnell auszuzahlen, da Hilfe in mehreren Monaten bei vielen zu spät kommen würde. Wie die Auszahlungen erfolgen, ist momentan noch völlig ungewiss“, so Eisenach.
„Die Landesregierung M-V ist gefordert, bereits jetzt einen Plan für das Jahr 2021 vorzulegen, denn Unsicherheit ist Gift für die Wirtschaft“, so Eisenach abschließend.