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Rostocker Grüne fordern Datenschutz im Straßenverkehr

Verfasst: 05.10.2016, 18:37
von Maik Thomaß

Rostocker Grüne fordern Datenschutz im Straßenverkehr

Rostock. Zwar begrüßen die Rostocker Grünen die Ansätze zur Entlastung der verstopften Straßen in Rostock, jedoch ohne die massenhafte Auswertung von persönlichen Daten. Dies dürfte ein durchaus ernst zu nehmendes Thema sein.

Mithilfe von Bluetooth-Signalen soll entlang der Bundesstraße 105 der Verkehr ausgewertet werden. Auch in Rostock auf der Straße Am Strande ist dies der Fall. Die Signale von Mobiltelefonen werden hierzu von Empfangsgeräten an Ampeln oder Lichtmasten aufgefangen und ausgewertet.
Der IT-Experte der Grünen Jonas Worrich warnt davor, dass "die Bluetooth-Technik hat in der Vergangenheit oft als Angriffspunkt für Hacker gedient. Mit der Auswertung von Handysignalen können nicht nur personalisierte Bewegungsprofile erstellt, sondern auch unbemerkt Dienste des Handys ausgeführt werden". Für eine großangelegte Datensammlung muss ein schlüssiges Konzept vorliegen. Während die Verkehrsbeeinflussung lediglich ein Kurieren der Symptome sei, wird das Grundübel der Staus nicht beseitigt.

Ein sinnvolleres Konzept würde sein, wenn das Ansteigen des Pendlervolumens in der Hansestadt durch den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und der Fahrradwege reduziert werde.