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Erste Prüfhürde für Seekanalvertiefung

Verfasst: 05.10.2016, 13:19
von Maik Thomaß

Erste Prüfhürde für Seekanalvertiefung

Rostock: Die nächste Phase für die Planung der Vertiefung des Warnemünder Seekanals ist erreicht. Es gibt derzeit zwei Varianten für das 100-Millionen-Projekt. Die zwei Varianten sehen eine Vertiefung auf 15,9 beziehungsweise 16,6 Meter vor. Somit könnten auch Frachter mit 15 Metern Tiefgang den Rostocker Hafen anlaufen. Ein besonderes Interesse besteht dabei in dem Transport von Eisenerz aus Schweden.
Voraussetzung ist dabei die Aufnahme der Seekanalvertiefung bis in den Bundesverkehrswegeplan. Eckhardt Rehberg, Beauftragter für Maritime Wirtschaft der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag ist guter Hoffnung, dass es klappt. Die Voruntersuchungen schnitten gut ab. Auch naturschutzrechtlich gebe es keine Probleme, so der Minister. Der Start für das Planfeststellungsverfahren könnte bereits im Dezember 2015 sein. Die Bauarbeiten laufen dann voraussichtlich von April 2017 bis September 2019.

Konkurrenz für Rostock könnte der Nord-Ostsee-Kanal werden, der mit 1,7 Milliarden Euro saniert wird. Auch die Weser wird mit 400 Millionen Euro ausgebaut. Ebenso wie Rostock würden Swinemünde und Danzig von der finanziellen Unterstützung der Europäischen Union profitieren und wären Konkurrenten für Rostock. Rehberg sieht Rostock durch die Seekanalvertiefung als "exzellent aufgestellt" und dies für die nächsten zwei bis drei Jahrzehnte. Rostock hätte die besten Karten, allein durch die gute Anbindung ans Verkehrsnetz. So würden die Autobahnen 19 und 20, sowie die Schienenverbindungen nach Berlin schnellere Transportwege bedeuten.