Warnung vor gefälschten Haftbefehlen
Verfasst: 28.07.2017, 15:40
Warnung vor gefälschten Haftbefehlen
| Inzwischen sind fünf weitere Fälle bekannt geworden. Im Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte (Bollewick, Blankensee, zweimal Stavenhagen und Basedow) erhielten Geschädigte im Alter von 79 bis 87 Jahren ebendiese Schreiben. Lediglich der Adressat wurde geändert, Aktenzeichen und Tagessätze blieben gleich. Die letzte von diesen fünf Anzeigen wurde gestern von einer 79-jährigen Frau in Basedow erstattet. In den Schreiben sind Auffälligkeiten vorhanden, die auf eine Unstimmigkeit deuten. So werden die Geschädigten aufgefordert, sich an einen Martin Koch zu wenden, mit dem die Zahlungsmodalitäten abgestimmt werden sollen. Eine Kontoverbindung wird im Schreiben der "Staatsanwaltschaft" nicht aufgeführt. Das Schreiben des "Oberstaatsanwaltes" mit dem Namen A. Lohheide enthält Dienstsiegel und Aktenzeichen, sodass es von Personen, die nicht alltäglich Umgang mit entsprechenden Dokumenten haben, schnell als ein tatsächliches amtliches Schreiben bewertet werden könnte. | Dass die Geschädigten sich dadurch verunsichert fühlen, ist mehr als verständlich. Seien Sie misstrauisch, insbesondere wenn Sie wissen, dass gegen Sie kein Strafverfahren läuft. Rufen Sie nicht bei der im Schreiben angegebenen Telefonnummer zurück. Wenden Sie sich an die Polizei, wenn Sie ein derartiges Schreiben erhalten. Wir können nicht ausschließen, dass es im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg weitere dieser Fälle gegeben hat und auch geben wird und möchten Bürger vor dieser Masche ausdrücklich warnen. |