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28.09.2013 - Winter 2013/2014 - Ein Extremwinter?

Verfasst: 16.09.2021, 05:50
von Maik

Winter 2013/2014 - Ein Extremwinter?

Rostock - Der Sommer 2013 war noch nicht vorbei, da standen neben den ersten Weihnachtsleckereien in den Supermarktregalen auch die die ersten Spekulationen über den Winter 2013/2014 auf Papier und schon wurde die Presse wieder hellhörig.
Ob Schockwinter, Horrorwinter, Russen-Peitsche, Extremwinter oder Bibberkälte, diese Schlagzeilen beherrschen seit Mitte August schon die Zeitungen in Deutschland.

Lassen sich solche Szenarien überhaupt voraussagen? In den vergangenen Jahren lehrte uns die Realität etwas, das man kaum zu glauben vermag. Langfristprognosen treffen selten ein. In vier Wochen beginnt der Horror-Winter hieß es am 24.10.2011. Was letztlich aus dem "Horror-Winter" wurde, zeigte sich Ende des Jahres 2011. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ausgeblieben.

Worauf basieren die Prognosen? Es gibt verschiedene Wettermodelle, die bis weit in die Zukunft schauen und bis zu sechs Monaten im Voraus eine mögliche Wetterlage beschreiben. Dies ändert sich jedoch von Tag zu Tag, teilweise auch mehrmals am Tag, da die Wettermodelle immer wieder mit neuen Daten gefüttert werden. Was viele aber nicht wissen, dass man diesen Modellen nur bedingt Glauben schenken kann. Es ist schon jetzt nicht möglich, präzise Aussagen zum Wetter ab dem fünften Tag plus X zu machen. Und da sollen sich die Verbraucher auf derartige Aussagen stützen?
Im gewissen Maße wird die Angst der Menschen dazu benutzt, die Kaufkraft anzuregen. Wer die Schlagzeilen liest, wird kurz darauf zum Baumarkt rennen, sich Schneeschieber und Streusalz kaufen. Sie könnten ja, wenn es darauf ankommt, nicht mehr erhältlich sein. Auch Hamsterkäufe bei Lebensmitteln werden nicht ausgeschlossen. Aber was ist, wenn immer wieder solche Prognosen erscheinen und das Wetter dann doch nicht so kommt, wie angesagt? Dann verlieren die Meteorologen, die es wirklich ernst meinen und nicht nur spekulieren, an Glaubwürdigkeit. Nicht oft wird der Meteorologe als Lügner bezeichnet.

Wetter ist und bleibt ein chaotisches System. So gut manche Wettermodelle auch sind, sie versagen dann, wenn orografische Begebenheiten und regionale Besonderheiten der Prognose einen Strich durch die Rechnung machen.

Schauen wir aber mal auf das Wetter der nächsten 6 Tage. Und das kann sich sehen lassen. Der "goldene Oktober" zeigt sich deutschlandweit bis mindestens Mittwoch. Ausnahme bildet dabei der äußerste Südwesten, wo immer wieder Schauer auftreten. Ab Donnerstag könnte es von Westen her etwas Regen geben. Im Osten bleibt es dagegen noch freundlich und trocken. Dazu sind dann am Niederrhein und Oberrhein sowie im Schwarzwald und Breisgau durchaus nochmals bis zu 22 Grad möglich. Kühler bleibt es im Osten. Hier kann es nachts ersten Bodenfrost und Luftfrost geben.