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Das Weihnachtswetter vom 15.12.2010

Verfasst: 04.10.2020, 07:54
von Maik

Der Blick auf den 4. Advent 2010, 19. Dezember 2010

Die Wetterlage Am Samstag ist Deutschland umzingelt von Tiefdruckgebieten über Großbritannien, der Slowakei und Osteuropa. Dazwischen bildet sich über Deutschland ein Zwischenhoch. Sehr kalte Luft liegt über Deutschland, deren Ursprung das Polargebiet ist.
Unter Abschwächung verlagert sich das Tief von Großbritannien bis Sonntag nach Norddeutschland. Ein weiteres Tief über Frankreich bringt in höheren Luftschichten langsam mildere Luft nach Süddeutschland, während die Mitte und der Norden weiterhin unter bodennaher Kaltluft verbleiben.
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Samstag herrscht ruhiges Hochdruckwetter über weiten Teilen Deutschlands. So zeigt sich von der Ostsee bis zum Erzgebirge die Sonne von einem leicht bewölkten Himmel. Nur selten sind Schneeschauer unterwegs. Von der Nordsee bis an die Alpen kann es aus einer hochnebelartigen Wolkendecke etwas Schneegriesel geben. Am Nachmittag ziehen über den Rhein dichte Wolken mit teilweise kräftigeren Schneefällen nach Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und ins Saarland. Bei einem mäßigen, an der Nordseeküste auch frischen bis starken Südost- bis Ostwind werden am Nachmittag -10 bis -6 Grad im Osten und -7 bis -2 Grad in der Westhälfte Deutschlands erreicht.

Auf seinem Weg nach Osten schwächt sich das Schneefallgebiet langsam ab. Es wird kaum die Elbe überschreiten könne. In den Süden Deutschlands ziehen Richtung Morgen dagegen neue dichte Wolken, die südlich der Donau kräftigere Schneefälle bringen. Zeitgleich werden auch in den Nordwesten neue Wolken mit Schnee ziehen. Sonst ist es wechselnd, teils auch stark bewölkt und trocken. Die Tiefstwerte der Nacht liegen zwischen -5 und -10 Grad im Westen Deutschlands und –10 und -15 Grad im Südosten und Osten. Dabei weht ein weiterhin mäßiger Wind aus Südost bis Süd.

Eine Dreiteilung wird es wohl am 4. Advent beim Wetter geben. Im Norden halten sich dichte Wolken, aus denen gelegentlich Schnee fällt. In der Mitte zeigt sich die Sonne und nur einzelne Schneeschauer gehen nieder. Über den Schwarzwald ziehen weitere Schneefälle, die lokal auch kräftiger sein können nach Baden-Württemberg und Bayern. Während die Temperatur südlich des Mains auf -5 bis 0 Grad ansteigt, bleibt es nördlich des Mains mit -7 bis -2 Grad frostig. Dabei weht ein mäßiger im Süden leicht böiger Süd- bis Südostwind. In Niedersachsen wird er am Nachmittag teilweise umlaufend sein.
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Das 15-Tage-Temperaturdiagramm für den Norden (weiße Linie), südlich der Donau (rote Linie), den Niederrhein (gelbe Linie), das östliche Sachsen/Brandenburg (grüne Linie) und dem Südwesten Deutschlands (hellblaue Linie).
Hochdruckeinfluss könnte am Heiligabend für ruhiges aber teils auch trübes und graues Wetter sorgen. Nur im Südosten Bayerns besteht nach derzeitigem Stand die Chance auf etwas Schnee. Im Nordwesten zeigt sich für längere Zeit die Sonne. Im Süden Deutschlands setzt sich langsam mildere Luft durch. Hier steigt die Temperatur auf Werte um den Gefrierpunkt an. Sonst bleibt es mit -7 bis -3 Grad weiterhin frostig kalt.

Am 1. Weihnachtsfeiertag verlagert sich der Hochdruckeinfluss in den Süden Deutschlands. Der Norden gelangt zunehmend unter den Einfluss eines Tiefs mit Kern über Skandinavien. Dabei wird langsam mildere Atlantikluft herangeführt. Allerdings bleibt es weitestgehend noch frostig. Das Wetter dazu kann sich im Grunde genommen sehen lassen. Leicht bis locker bewölkt und trocken bleibt es. Erst Richtung Abend kann es an der Nordsee etwas Regen oder Schneeregen geben.

Am 2. Weihnachtsfeiertag setzt sich dann milde Atlantikluft über ganz Deutschland durch. So wie es derzeit aussieht, könnte es in ganz Deutschland hin und wieder etwas Regen geben. Nur im Südosten bleibt noch etwas kühlere Luft bestehen und bringt hier etwas Schnee. Während die Temperatur dann in Deutschland bei Werten um den Gefrierpunkt liegt, wird es im äußersten Norden mit +5 Grad deutlich milder.

Ob dieser Trend sich bewahrheitet oder doch der Frost die Oberhand behält und weiterer Schnee fällt, bleibt auch heute noch offen. So wie es derzeit ausschaut, könnte zumindest Heiligabend weiß bleiben. Alles, was bis dahin fällt, würde größtenteils liegen bleiben.

Maik Thomaß, 15.12.2010 15:25

Das aktuelle Weihnachtswetter für Deutschland