Das Weihnachtswetter vom 08.12.2010
Verfasst: 04.10.2020, 07:44
Der Blick auf den 3. Advent 2010, 12. Dezember 2010
In der Nacht auf Sonntag bildet sich über Südschweden ein Tief. Dieses zieht über die Ostsee nach Polen. Seine Front überquert dabei in der Nacht Deutschland und erreicht am Sonntagnachmittag den Süden Deutschlands. Auf der Rückseite des Tiefs wird polare Kaltluft nach Mitteleuropa geführt. Das Hoch über Westeuropa verlagert sich mit seinem Zentrum zwischen Island und Irland.

In den Abend- und Nachtstunden wird es nördlich des Mains weiterhin gelegentlich etwas Regen geben. An der Oder und der Neiße mischen sich vermehrt Schneeflocken unter den Regen. Auch südlich der Donau geht der Regen zunehmend in Schnee über. Nur am Oberrhein kann es aus einer Hochnebeldecke noch etwas nieseln. Die Tiefstwerte der Nacht liegen zwischen 6 Grad im äußersten Nordwesten, 4 bis 1 Grad im Norden, um den Gefrierpunkt in der Mitte und im Süden. Im Südwesten kann es leichten Frost geben. Dabei frischt der Wind im Norden und der Mitte Deutschlands merklich auf. Er kommt überwiegend aus westlichen Richtungen und erreicht an der Nord- und Ostseeküste Sturmböen. Im norddeutschen Tiefland sind verbreitet stürmische Böen möglich. Nur im Südwesten bleibt der Wind überwiegend schwach.
Am 3. Advent setzt sich im Nordwesten zunehmend trockene Luft durch. Hier scheint die Sonne für längere Zeit von einem leicht bis locker bewölkten Himmel. In der Mitte gibt es eine Zweiteilung. Während es im Rheinland meist noch leichten Regen gibt, wird es vom Harz bis zum Erz- und Fichtelgebirge überwiegend leichte Schneefälle geben. Von Mecklenburg-Vorpommern bis nach Brandenburg sind neben sonnigen Abschnitten noch einzelne Schneeschauer unterwegs. Am Oberrhein kann es durch die Zufuhr milderer Luft in der Höhe noch etwas Nieselregen geben. Von Thüringen bis Bayern fällt ebenfalls Schnee. Die Temperatur liegt im Süden und Osten bei -1 bis +1 Grad. Sonst werden +2 bis +4, am Niederrhein und im Emsland +5 bis +6 Grad erreicht. Dabei weht ein kräftiger Wind aus Nordwest bis Nord nördlich des Mains. Hier sind verbreitet stürmische Böen unterwegs. Etwas ruhiger bleibt es im Südwesten. Hier kommt er überwiegend aus westlichen Richtungen.
Weihnachtswettertrend
Derzeit stehen die Chancen auf weiße Weihnachten gar nicht einmal so schlecht. Bis Heiligabend könnte das kalte Wetter mit gelegentlichen Schneefällen anhalten. Zwischendurch zeigt sich hin und wieder aber auch die Sonne. Allerdings gibt es da noch einen kleinen Unsicherheitsfaktor. Genau am 24. Dezember könnte sich im äußersten Südwesten und Westen etwas mildere Luft durchsetzen. Diese könnte hier statt Schnee ersten Regen bringen. Aber bis Heiligabend sind ja noch mehr 15 Tage Zeit und das Wetter könnte noch für einige Überraschungen sorgen. Einen neuen Blick auf den 24.12.2010 werden wir hier an dieser Stelle am morgigen Tag machen.
Maik Thomaß, 08.12.2009 22:03
Das aktuelle Weihnachtswetter für Deutschland