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Der Advektionsnebel

Was ist ein Advektionsnebel und was charakterisiert diese Nebelart?

Advektionsnebel
Advektionsnebel verhüllt einen
Strommast

© Bernd Boscolo/pixelio.de

Advektionsnebel sind Nebel, die entstehen, wenn feuchtwarme Luft über kalten Untergrund oder kühlere Luftschichten strömt. Dabei fällt die Temperatur der Luft bis zum sogenannten Taupunkt ab, sodass eine Kondensation des in der Luft enthalten Wasserdampfes an den sogenannten Kondensationskernen erfolgt. Die dadurch entstehenden Nebel können sich über mehrere hunderte Meter - in Einzelfällen sogar einige Kilometer - erstrecken. Diese charakteristische Eigenschaft von Advektionsnebeln wird in der Meteorologie oft auch als eine sogenannte große vertikale Mächtigkeit bezeichnet.

Somit sind Advektionsnebel die größten der Meteorologie bekannten Nebel, die es auf der Erde gibt. Nicht selten sind diese Nebel nämlich so dicht und weitläufig, dass sie erst durch Winde oder einen allmählichen Luftmassenaustausch aufgelöst werden können. Die Sonne ist in der Regel nicht in der Lage, dies aus eigener Kraft zu schaffen. Die Tageszeit ist für Advektionsnebel weniger maßgeblich als die jeweilige Jahreszeit, sodass sie sowohl nachts wie auch tagsüber auftreten können.

Advektionsnebel
Bundesstraße in einem Advektionsnebel
© Bernd Boscolo/pixelio.de

Was bedeutet eigentlich der Begriff "Advektion"?

Der Begriff Advektion bei der Namensgebung hat ebenfalls seine Ursprünge in der Entstehungsweise des Advektionsnebels. Er bezeichnet die horizontale Zufuhr - die sogenannte Advektion - einer Luftmasse zu mindestens einer zweiten Luftmasse, wobei eine der beiden anders temperiert ist und sich nicht mit ihrer "Gegengespielin" durchmischt. Dieser Sachverhalt kann zu einer Luftmassenüberlagerung führen, an deren Grenze eine sogenannte Inversion stattfindet. Dabei bildet sich zwischen beiden Luftmassen ein Kondensat, welches sich scheinbar als eine Art am Boden klebende nebelige Wolke äußert.

Wo und wie treten Advektionsnebel häufig auf?

In unseren Breiten ist der Advektionsnebel vor allem eine typische Erscheinung in der Winterzeit, da es sich hierbei hauptsächlich um eine Zeit der thermischen Inaktivität handelt. Genau dann werden oft warme Luftschichten, die aus dem südatlantischen Raum oder mediterranen Regionen nach Mitteleuropa transportiert werden, zu den Verursachern der Advektionsnebel. Für gewöhnlich treffen Letztere demzufolge auf nahe am Boden befindliche Kaltluftschichten und strömen über sie hinweg. Dabei entstehenden dann die bekannten Winternebel, die über mehrere Tage oder Wochen fortbestehen können. Häufig sind diese Nebel auch im Bereich der Hochlagen, beispielsweise in Alpentälern, zu beobachten.

Advektionsnebel
Advektionsnebel im Winter
© Rainer Sturm/pixelio.de

Zu weiteren Formen der Advektionsnebel zählen unter anderem auch Meeresnebel und Küstennebel, die häufig im Frühjahr auftreten, da zu jener Zeit die Gewässer, Ozeane und Meere meist noch kälter sind als das Festland. Die an den Küsten entstehenden Nebel werden aufgrund des abkühlenden Wasser auch als Kaltwassernebel bezeichnet. Häufig treten in Deutschland Letztere bevorzugt im Frühjahr an der Ostsee auf.

An den kalifornischen Küsten Nordamerikas ist der Advektionsnebel etwa 40 bis 50 Tage lang eine des öfteren zu beobachtende Erscheinung. Hier wird er durch kalte Strömungen aus den Tiefen des Pazifiks begünstigt, die die warmfeuchte Luft Kaliforniens kondensieren lässt.

Sind solche Küsten- und Seenebel gefährlich?

Küstennebeleinbrüche gehen nicht selten mit einem erheblichen Umschwung von Sicht- und Temperaturbedingungen einher und treten für den Menschen oft unerwartet auf. Dies kann zu gravierenden Problemen und Beeinträchtigungen im küstennahen Straßen- und Seeverkehr führen. Hinzu kommt, dass aufgrund der relativ feinen Tröpfchen des Küstenebels eine nicht zu vernachlässigende Helligkeitsreduktion erwartet werden muss.

Advektionsnebel
Advektionsnebel an der Ostseeküste
© knipseline/pixelio.de

Sehr häufig tritt der Advektionsnebel beispielsweise auch an den Randbereichen der polaren Zonen auf. Hier kann er bevorzugt in der Sommerzeit bis zu 80 Tage andauern und als ein beeindruckendes Naturschauspiel beobachtet werden. Der Grund dafür liegt in der wärmeren Luft, die zu dieser Jahreszeit langsam über das eiskalte Schmelzwasser gleitet.
Auf See ergibt sich daraus häufig eine Kombination aus Nebel und auf dem Wasser schwimmenden Eisbergen, die für unerfahrene oder schlecht ausgerüstete Schiffskapitäne problematisch werden kann, sofern sie diesen nicht rechtzeitig ausweichen.

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