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Startseite >> Übersicht >> Archiv 2012 >> Wetterlage Europa 05.04.2012
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Aktuelle Wetterwarnungen für Mecklenburg-Vorpommern

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Die Wetterlage vom 5. April bis 8. April 2012

Am Gründonnerstag liegt Deutschland zwischen verschiedenen Drucksystemen, die auch unterschiedlich auf das Wetter in Deutschland Einfluss nehmen. Ein kräftiges Hoch westlich der britischen Inseln verbindet sich mit einem Hoch über Nordosteuropa. Die Hochdruckbrücke verläuft dabei am Donnerstag über die Nordsee, Dänemark und die Ostsee. Der Norden Deutschlands liegt in der Zufuhr kühler aber sehr trockenerer Luftmassen, so dass hier vielfach die Sonne zum Vorschein kommt. In der Mitte und im Süden ist deutlich feuchtere Luft aus dem Mittelmeerraum unterwegs. Diese wird von einem Tief über Norditalien über die Alpen nach Norden transportiert. Aufgrund der windschwachen Wetterlage und der bodennah kühlen Luft, über die sich die feucht-warme Luft legt, halten sich in der Mitte dichte hochnebelartige Wolkenfelder, die sich teilweise nur zögernd auflösen. Eine Luftmassengrenze bildet sich südlich des Mains. Sie trennt diese warme Luft aus dem Mittelmeerraum von kalter Luft, die über Frankreich bis nach Spanien und Portugal strömt. Hier sind dichte Wolken und schauerartig verstärkter Regen unterwegs. Die Luftmassengrenze lässt sich deutlich an der Temperaturverteilung erkennen. Westlich des Schwarzwaldes werden 10 bis 13 Grad erreicht. Im Südosten Bayerns geht es teilweise noch mal bis auf 18 Grad rauf. Im Bereich der Luftmassengrenze werden dagegen kaum mehr als 10 Grad erreicht. Diese Luftmassengrenze verlagert sich im Laufe der Nacht weiter nach Osten.

Am Karfreitag verlagert sich die Hochdruckbrücke weiter nach Süden. Ein Tief mit Kern über Südskandinavien drückt gegen diese, so dass der Norden Deutschlands langsam aus deren Einflussbereich kommt. Zeitgleich wird sich eine Kaltfront nähern, die am Nachmittag den Norden Deutschlands mit dichteren Wolken und Regen erfasst. In der Mitte macht sich trockenere Luft bemerkbar. Hier zeigt sich die Sonne häufiger. Der Südosten Deutschlands bleibt im Bereich des Tiefs über Norditalien. Hier hängen noch dichtere hochnebelartige Wolkenfelder und bringen vereinzelt noch etwas Nieselregen. Das Tief über Südskandinavien bringt auf seiner Rückseite auf direktem Weg über Skandinavien polare Kaltluft nach Mitteleuropa, die in den Abend- und Nachtstunden den Norden erfasst. Am Freitag steigt die Temperatur in Deutschland auf frühlingshafte 10 bis 14 Grad. Nur im Norden bleibt es mit 6 bis 9 Grad etwas kühler. Ähnlich auch am bayrischen Alpenrand, wo die dichten Wolken die Sonne kaum durchlassen.

Am Samstag verlagert sich die Kaltfront von Norddeutschland in den Süden. Das Tief wird voraussichtlich über die Ostsee Richtung Baltikum ziehen. Anfänglicher Regen geht dabei in Schnee über. Mit dem Einfließen der polaren Kaltluft in der Höhe kommt im Tagesverlauf immer häufiger die Sonne zum Vorschein, allerdings bilden sich teilweise kräftige Schnee-, Regen und Graupelschauer, die lokal auch gewittrig sein können. Etwas mildere Luft liegt noch ganz im Süden des Landes. Hier bleibt es noch bei Regen. Die Schneefallgrenze sinkt erst im Tagesverlauf auf 800 bis 400 Meter ab. Während am Samstag vor allem Skandinavien und Mitteleuropa zu den Kältepolen Europas gehören, bringt das Hoch westlich der britischen Inseln vor allem über Irland, Schottland und dem Westen Englands, sowie Island und Grönland mildere Luft. Die Temperatur steigt dort auf 5 bis 10, über Westengland sogar bis auf 15 Grad. Damit würde es in genannten Regionen wärmer werden als in Deutschland. Hier werden nur 1 bis 7, am Oberrhein bis 9 und am Bodensee bis 12 Grad erreicht. Über Skandinavien stellt sich Dauerfrost ein. Hier steigt die Temperatur teilweise kaum über -4 Grad an.

Ostersonntag verlagert sich das Hoch westlich der britischen Inseln weiter nach Südwesten. Deutschland liegt am Vormittag noch im Bereich eines Tiefs mit Kern über dem Rheinland, das sich aber im Tagesverlauf auflöst. Mit dem Auflösen breitet sich über Deutschland Zwischenhocheinfluss aus. Zwischen dem Hoch über dem Atlantik und kräftigen Tiefdruckgebieten bei Island gelangt in einer westlichen Höhenströmung langsam wieder mildere Luft Richtung Mitteleuropa, die in abgeschwächter Form auch Deutschland erreichen wird. Die Temperaturverteilung am Sonntag: 5 Grad an der Oder und knapp 10 Grad westlich des Rheins. Die Nacht zuvor wird mit -2 bis -8 Grad sehr frostig. Am Sonntag ist es wechselnd wolkig und es gibt, vor allem über der Osthälfte ein paar Schneeschauer. Über dem Westen kann sich teilweise Hochnebel ausbreiten. Hier legt sich langsam mildere Luft über die bodennahe Kaltluft. Schauen wir noch etwas weiter nach Osten. Über dem Nordosten, Osten und Südosten Europas liegen Tiefdruckgebiete. Sie transportieren sehr warme Luft aus dem östlichen Mittelmeerraum nach Norden. So wird es auch in Moskau deutlich milder. Über dem Westen Russlands steigt die Temperatur auf 10 bis 25 Grad. Deutschland und Polen werden dagegen bei eher winterlichen 0 bis 9 Grad verweilen.

Der Wettertrend bis Mittwoch den 11. April 2012: Ostermontag stellt sich die Wetterlage um. Die Warmfront des Tiefs bei Island erfasst den Westen Deutschlands mit dichteren Wolken und Regen, der bis zum Nachmittag bis in die Mitte vorankommt. Dabei werden mildere 9 bis 13 Grad erreicht. Die Höhenströmung dreht auf Südwest. Die herangeführte Luftmasse kommt damit vom Nordatlantik über Frankreich. Sie ist vorübergehend feuchter aber auch milder.
Am Dienstag verlagert sich das Islandtief nach Großbritannien. Damit dreht in Deutschland die Höhenströmung auf Südwest bis Süd. Aus Nordafrika gelangt dabei sehr warme Luft nach Mitteleuropa. Allerdings könnte genau dieses Tief beim Wetter eine Zweiteilung bewirken. Während es im Süden und Osten Deutschlands relativ freundlich mit seltenen Schauern bleibt, gelangt der Westen und Nordwesten Deutschlands in den Bereich der Warmfront, die für dichte Wolken und Regen sorgt. Hier wird es mit 10 bis 14 Grad frühlingshaft mild. Noch wärmer, fast schon frühsommerlich wird es im Osten und Süden. Verbreitet wären 15 bis 18 Grad anzutreffen. Richtung Donau können sogar 20 Grad und mehr erreicht werden.
So, wie es derzeit aussieht, verlagert sich das Tief über Großbritannien am Mittwoch kaum. Allerdings könnte sich an dessen Südwestseite über dem Elsass ein neues Tief bilden. Dieses würde dann, vorab herangeführte Polarluft über Großbritannien nach Frankreich und in den Westen Deutschlands führen. In einer kräftigen südlichen bis südöstlichen Höhenströmung würde der Weg für warme Luft aus dem östlichen Mittelmeerraum nach Süd- und Ostdeutschland frei sein. Allerdings könnte die Luftmasse aus Südosteuropa sehr feucht sein, so dass teilweise Hochnebel die Sonne verdeckt. Im Westen und Norden bilden sich beim Aufeinandertreffen der beiden Luftmassen teilweise Schauer und Gewitter. Wo sich der Hochnebel lichtet, kommt die Sonne zum Vorschein. Die Temperatur verteilt sich dabei von Südwest nach Nordost. Im Südwesten würden 13 bis 15 Grad erreicht werden. Im Osten und Nordosten 18 bis knapp 20 Grad. Auch am Oberrhein könnte es mit 18 Grad frühsommerlich warm werden.

Text: Maik Thomaß, 27.02.2014 - 08:19

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