Die Wetterlage bis Montag den 30. August 2010

Wetterkarte Europa
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Ein Tief, welches vor allem im der Mitte und im Westen Deutschlands reichlich Regen brachte und bringt, verlagert sich im Verlaufe des Vormittags über Sachsen-Anhalt und Brandenburg weiter nach Polen, wo es in den Nachmittagsstunden ankommen wird. Dabei wird auf seiner Rückseite kalte Luft, deren Ursprung das Polargebiet ist, über den Nordatlantik und die Nordsee nach Mitteleuropa geleitet. Der Süden Deutschlands gelangt dagegen nochmals in den Bereich milder Mittelmeerluft, die von Tiefdruckgebieten über dem Mittelmeerraum über die Alpen nach Norden geführt wird. In der teilweise recht feuchten und zunehmend schwülwarmen Luftmasse können sich kräftige Schauer und Gewitter bilden. Der Südosten Deutschlands wird, bedingt durch ein Tief über Norditalien von dichten Regenwolken beherrscht, die sich an der Alpennordseite und dem Bayrischen Wald stauen. Hier sind teilweise ergiebige Regenfälle möglich.

Im Laufe des Samstags erreicht die Höhenkaltluft auch den Süden Deutschlands, so dass hier auch nur noch Höchstwerte bis knapp 20 Grad möglich sind. Das Regentief des heutigen Tages wird weiter ins Baltikum ziehen. Leichter Hochdruckeinfluss macht sich dagegen über Mitteleuropa bemerkbar. Zwischen einem Hoch, welches sich von Südgrönland über die britischen Inseln und Frankreich bis nach Deutschland erstreckt und Tiefdruckgebieten über Skandinavien und Osteuropa, gelangt in einer nordwestlichen bis nördlichen Luftströmung weiterhin sehr kühle Luft polaren Ursprungs nach Mitteleuropa.

Am Sonntag wird sich voraussichtlich ein Tief von Südnorwegen über Dänemark zur westlichen Ostsee verlagern. Dieses verdrängt den Hochdruckeinfluss nach Süden. Es bringt, in Verbindung mit der weiterhin in der Höhe herangeführten Kaltluft, unbeständiges und recht kühles Wetter.

Bis Montag wird sich dieses Tief über die Ostsee ins Baltikum verlagern. Das Hoch über dem Nordatlantik wird wieder verstärkt Einfluss auf Deutschland nehmen. Dabei wird in einer nördlichen Luftströmung kalte Luft aus dem Polargebiet bis nach Italien und bis zum Baltikum geleitet. Die herangeführte Luftmasse ist teilweise etwas trockener, so dass es in der Nacht auf Dienstag erste Bodenfröste geben kann.