Die Wetterlage bis Mittwoch den 25. August 2010

Wetterkarte Europa
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Europa in Zweiteilung. Während sich eine Hochdruckzone zwischen den Azoren, Südeuropa und dem Balkan bis nach Osteuropa erstreckt, wird Nord- und Zentraleuropa von Tiefdruckgebieten heimgesucht, die in rascher Folge nach Osten ziehen. In der noch vorherrschenden Südwestströmung gelangt dabei sehr warme bis heiße Luft aus Nordafrika über Spanien und Frankreich bis nach Süddeutschland. Ein Tief bei Island steuert dagegen zunehmend frische bis kalte Luft aus dem Polargebiet nach Süden. Diese erreicht im Tagesverlauf Irland und Schottland.

Montag wird sich ein Tief vom Englischen Kanal unter Verstärkung rasch nordostwärts über die Deutsche Bucht nach Dänemark verlagern. Südeuropa verbleibt zunächst noch unter Hochdruckeinfluss. Aufgrund der stark ansteigenden Luftdruckgegensätze wird der Wind über Norddeutschland eine erhebliche Rolle spielen. Die Warmfront des Tiefs überquert im Verlaufe des Vormittags den Norden Deutschlands. Ihr folgt recht schnell die Kaltfront. Auf der Rückseite des Tiefs wird der Weg für polare Kaltluft frei, die im Tagesverlauf den Nordwesten Deutschlands erreichen wird.

Am Dienstag verlagert sich das Sturmtief langsam weiter nach Zentralskandinavien. Auf seiner Rückseite fließt weiterhin Kaltluft ein, die bis in die Mitte Deutschlands vorankommen wird. Kurzer Zwischenhocheinfluss bringt etwas Entspannung beim Wetter.

Bereits am Mittwoch bildet sich westlich der britischen Inseln ein neues kräftiges Tief, welches sehr heiße Luftmassen aus Nordafrika nach Spanien und Frankreich führt. Deutschland liegt unter Hochdruckeinfluss und bedingt durch die Lage von Tiefdruckgebieten über Skandinavien in einer nordwestlichen Luftströmung. Diese führt auch weiterhin kühle Meeresluft vom Nordatlantik nach Mittel- und Nordosteuropa. Zudem können im Norden Deutschlands in der einfließenden Höhenkaltluft immer wieder kräftige Schauer und Gewitter entstehen.